Corona oder Sozialismus?

Frankreichs Banlieus, Eskens Phantasien, Horstis Strategie

Eine weitere Bestätigung unserer gestrigen Theorie, dass pünktlich zum Ramadan die Quarantänemaßnahmen deutlich zurückgefahren werden, liefert die Aussage von Laurent Nunez, Staatssekretär im französischen Innenministerium: Es sei jetzt keine Priorität, das Ausgehverbot und die Schließung von Läden (die Macron wie unsere Macrons auch verordnet hat) „in bestimmten Gegenden“ durchzusetzen.

Ein rigides Durchsetzen der Quarantäne-Maßnahmen könnte in diesen Gegenden zu Unruhen führen, so Monsieur Nunez.
„Könnte“ ist gut. In bestimmten Gegenden von Paris sei es unmöglich, die 135 Euro Strafe bei Ausgehverboten zu kassieren, klagt die Pariser Polizei, außerdem sei das Risiko zu groß, dass sich schnell Gruppen zusammenfinden, und das würde doch die Gefahr einer Corona-Ausbreitung unnötig erhöhen.

Aber, so ein tapferer Polizist: „Wir geben nicht auf. Aber wir wissen auch, wo diese Leute wohnen und wie sie leben. Strikte Quarantäne ist einfach unmöglich.“

Im Pariser Vorort Seine-et-Marne haben Drogendealer in Maske und Schutzanzug für ein Kurzvideo posiert und dieses dann über Social Media verbreitet, um der geneigten Kundschaft zu versichern, man sei auch in Macron-contra-Corona-Zeiten für sie da.

Die Vorfälle in Frankreich interessieren unsere offiziell doch so europabegeisterten Medien nicht mal peripher. Selbst die Aufstände im Asylantenheimen von Suhl und Augsburg oder linke Randale in Berlin trotz Corona laufen unter ferner liefen.

Horstis Strategiepapier...

Dafür folgen sie brav den Kommunikationsspielereien aus dem deutschen Innenministerium. Dort wurde in einem „Strategiepapier“ empfohlen, die Berichterstattung über Corona zu dramatisieren. Denn offensichtlich halten nur 41 Prozent der Deutschen die Krankheit Covid-19 für gefährlich – was wiederum gefährlich für unsinnige Maßnahmen werden könnte. Deshalb soll eine veränderte politische Krisenkommunikation nun die gewünschte Schockwirkung erreichen.

Und schon lesen wir von infizierten Katzen, dass bis zu eine Million Deutsche an Corona sterben könnten (Horsti), dass „in Belgien ein zwölfjähriges Mädchen infolge einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben ist“, und dass selbst das Corona-liberale Schweden nun plötzlich auch „beunruhigt“ ist. In diesem Sinne dürfte es weiter gehen. Was nicht so gut passt: In Österreich ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit 1946.

Wir Ausgebeuteten!

Anlässlich Saskia Eskens (national-)sozialistischen Phantasien (wir berichteten gestern und empfehlen zu den Originalen trotz seiner Schwächen einen Artikel von Götz Aly in der Berliner Zeitung), muss doch immer wieder daran erinnert werden, dass alles besser als Sozialismus ist. Um zu sehen, wie weit bei uns bereits die Sozialismus-Seuche fortgeschritten ist, schauen Sie nur mal über den Zaun: Alleinstehende zahlen in Spanien 21,1 Prozent Einkommenssteuer. Für Familien mit zwei Kindern und nur einem Verdiener lag der Steuersatz 2017 bei 13,9 Prozent. Das war ziemlich genau der OECD-Durchschnitt (14 Prozent). Und selbst unsere systemrelevante Bild-Zeitung stöhnte hinter der Bezahlschranke: „Unglaublich, wie wenig Steuern viele Schweizer zahlen!“

 

5 comments

  1. Tobi K. 2 April, 2020 at 21:31 Antworten

    Eine Bekannte von mir arbeitet in einem mittelgroßen Discounter im Leipziger Umland. Hunderte von Kunden frequentieren täglich den Markt. Keiner der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte seit dem Auftreten von Corona bis zum heutigen Tag auch nur annähernd Symptome, die auf eine Infizierung deuten könnten. Nicht einmal eine “einfache Grippe” ging bei den Beschäftigten um. Und bis auf Gummihandschuhe, die mehrfach während der Arbeit gewechselt werden, gibt es keine weiteren Schutzmaßnahmen. Entweder hatten die Mitarbeiter bisher einfach nur Glück oder es handelt sich tatsächlich nur um eine politisch gewollte, globale Virus-Panik.

    Übrigens, egal mit wem ich mich unterhalte, jeder hier nimmt es gelassen. Keiner schiebt Panik. Hygiene und etwas mehr Distanz zu anderen Menschen sollte in der Grippezeit aber auch im restlichen Jahr eigentlich Usus sein.

    Also Corona-Panik als Katalysator für einen neuen Sozialismus? Der Verdacht liegt näher, als man glauben mag.

  2. Horst Schlämmer 3 April, 2020 at 07:55 Antworten

    Sozialismus durch Corona.
    Kann Tobi K. nur zustimmen.
    Rinderwahn, Vogelgrippe,Schweinegrippe,Corona, was kommt danach…
    Kenne niemand in meinem Umfeld, der von diesen “Pandemien betroffen war, und ich lebte nicht auf einer einsamen Insel, oder in Einzelhaft, sondern hatte in einer Grossstadt mit vielen Leuten, nicht immer freiwillig, zu tun.

  3. Frank Danton 3 April, 2020 at 08:39 Antworten

    Wenn Menschen ohne Not und Notwendigkeit einer funktionierende Demokratie und Marktwirtschaft den Rücken kehren, um unter der Fahne des Sozialismus die Mangelwirtschaft, die absolute Unfreiheit und die omnipotente Bespitzelung zu wählen, dann muß es in fast allen Institutionen Agitatoren geben die dies seit langem geplant haben. Ähnlich wie die Studentenaufstände in den 1960er Jahren, in den USA, bei denen maßgeblich russische Agenten dazu beitrugen das System in Frage zu stellen um den Protest in ihrem Sinne zu kanalisieren. Wenn man diese Erfahrungen analysiert hat und sie mit nimmt in diese Zeit und dieses Land, dann stößt man unweigerlich, zu der noch unbewiesenen Erkenntnis das es in der SPD, bei den Linken und an der Spitze der CDU eindeutig diese Agenten gibt, die dieses Land, mit aller Macht, unregierbar machen wollen, um es dann, innerhalb von Europa, zu einem neuen Palestina zu machen. Wenn man vom Versagen des Rechtsstaats spricht, dann vorallem deshalb weil der Rechtsstaat bei der Bekämpfung der Ursachen, die das poitische System zum Einsturz bringen, völligstens versagt. Gestern, heute und morgen.

    • Ostfale 3 April, 2020 at 12:17 Antworten

      Sie alter Verschwörungstheoretiker, ich gehe da völlig mit Ihnen mit. Eine klitzekleine Einschränkung – der Genauigkeit halber – habe ich aber: Es konnten wohl ‘russische Agenten’ gewesen sein, die dazu beitrugen das System in Frage zu stellen um den Protest in ihrem Sinne zu kanalisieren. Können aber auch ukrainische, tscherkessische, usbekische oder sonstige systemorientierte und fest verankerte Bewohner der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken gewesen sein. Gilt ja für die EUdSSR halt auch, allerdings kann man geneigt sein anzunehmen, daß es sich bei deren systemgehorsamen Agenten fast ausschließlich um Bewohner des Siedlungsgebietes zwichen Flensburg und Garmisch sowie zwischen Köln und Frankfurt an der Oder handeln dürfte.
      Der Sozialismus siegt unaufhaltsam.

  4. Frank Danton 3 April, 2020 at 15:36 Antworten

    Sie meinen, dass wir die Agenten selbst herangezogen haben? Damit müsste ich mir eine Schuld an den Verhältnissen eingestehen. Und vielleicht haben Sie recht, dass ich mit meinem unbedingten Freiheitswillen anderen so sehr auf die Nerven gehe, dass die, alleine um sich von mir abzugrenzen, eher zum Totalitarismus neigen. Genügend Stoff für eine weitreichende Selbsreflektion.

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