Zwischen Assassinos
& Verschwörungstheoretikern

Ziemlich beste Freunde

Wer Jeffrey Epstein sagt, muss auch Bill Clinton sagen, aber unsere Journos sagen lieber Donald Trump. Viele schreiben dazu „Wir berichten normalerweise nicht über Selbstmorde“. Da wundern sich manche Leser über den Zusammenhang...

An den Kleinigkeiten sollt ihr sie erkennen. Der Suchmaschinengigant Google bietet bei Abfragen zum Thema „Die Clintons“ zunächst Schlagzeilen an wie „Trump sorgt mit Verschwörungstweet gegen die Clintons für Aufruhr“ (die dusselige „Aufruhr“-Zeile verweist auf den Münchner Merkur) und bietet dann, weiter unten, „Die Clintons auf der Wiesn“ an, und sogar „Kontroverse um Honorar für die Clintons“.

Startet man dann bei der Suchmaschine „Duckduckgo“ die gleiche Abfrage, werden folgende Links angeboten:

„Nach Assange Enthüllung. Ließen die Clintons Seth Rich ermorden?“

„So haben sich die Clintons den Ruf ruiniert“

„Die Clintons – Leichen pflastern ihren Weg“

„Die Clintons – eine lange Geschichte sexueller Gewalt“.

Da zeichnen zwei amerikanische Suchmaschinen auf den ersten Klick doch ein recht unterschiedliches Bild der ehrenwerten Familie aus Arkansas. Auf die Suche nach „den Clintons“ machten wir uns wegen des Todes des Pädophilen Jeffrey Epstein, den die in der Welt herumgekommene Westdeutsche Allgemeine in ihrer Überschrift als „Trump-Freund“ bezeichnet. Nun gibt es natürlich Bilder von Trump und Epstein, der Weg der Milliardäre kreuzte sich in Florida und New York, und Trump bezeichnete Epstein als great friend of mine – so bezeichnet er allerdings auch Angela Merkel, und es ist wohl ähnlich ernst zu nehmen. Bill Clinton hingegen flog häufig (Quellen sprechen von mindestens 26 mal) mit Epsteins „Lolita-Express“ und war Gast auf dessen Privat-Insel, die Spötter als Pedophile Islands bezeichneten.

Virginia Roberts Giuffre, ein Opfer des für manchen unerwartet verstorbenen Epstein, hatte angegeben, mit mehreren ehemaligen hochrangigen Politkern und Regierungsführern Sex gehabt zu haben, unter anderem „mit einem Prinzen“, weshalb wohl Englands Prince Andrew ein Foto mit Virginia recht ungelegen an die Öffentlichkeit gekommen sein dürfte.

Bei „tagesereignis.de“ fanden wir unter dem 7. Juli, direkt nach der erneuten Verhaftung Epsteins, den Eintrag: „Epstein dürfte nur noch im Gefängnis sicher sein, falls überhaupt. Bisher haben so gut wie alle Zeugen gegen die Clintons entweder Selbstmord begangen oder sind sehr plötzlich an Krankheiten gestorben. Einige wurden auch auf klassische Art einfach ermordet. Bei Seth Rich war es ein Raubmord, bei dem der Täter vergessen hatte, ihn auszurauben, nachdem er ihn von hinten erschossen hatte.“

Nun feiern Verschwörungstheoretiker unter Links- wie Rechtspopulisten in den USA ihren Black Friday – alles muss raus. Der Chef von „Newsweek“ raunte wissend von Russen-Bots, die Clinton mit Epstein in Verbindung bringen wollten, und „dass die Trump-Connection zu Epstein die echte Geschichte hier ist.“ Kein Wunder, dass solche Blätter sterben. (to be continued...)

 

Wir haben genug mit unseren eigenen Verhaltensauffälligen zu tun. Heikos Flieger war mal wieder kaputt. Dummerweise hat unser Schleimi die Chance nicht erkannt, und sich mit Greta per Segelschiff in die USA aufgemacht. Die PR wäre doch wirklich unbezahlbar gewesen, und gebraucht wird der Heiko doch eh nirgends...

 

Können Tiger fliegen? Die Antwort darauf weiß doch fast jedes Kind! Aber warum nennt jemand einen Hubschrauber „Tiger“? Wir empfehlen der Bundeswehr den etwas passenderen Namen „Strauß“. Der fliegt auch nicht richtig, ist aber wenigstens ein Vogel.

 

 

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