Heimatschuss für den Lachenden Laschet?

Politiker-Schwemme im Hochwassergebiet – Hundertschaft und „Einzelfälle“

Was ist denn da bei Schwarzens los? Merkel besichtigt die Flutkatastrophe mit der Roten Malu, SPD, in Rheinland-Pfalz, statt mit „Parteifreund“ Armin im Homeland NRW. Dem steht dafür Katastrophen-Horst von der bayerischen Verwandtschaft zur Seite. Und während alle noch das Lied vom Klimawandel singen, hören wir von CDU-Kretschmer in Sachsen: „Es ist auch zu leicht und zu billig, das einfach auf den Klimawandel zu schieben.“ Jeder gegen jeden und rette sich, wer kann?

Die zweite Reihe lässt keinen Medienauftritt aus. CSU-Scheuer kündigt tatsächlich wieder eine „Taskforce“ an, nachdem die letzte mit Jens Spahn schon so eine Pleite war. Und Merkels Peter (Altmaier) sprach sich, laut Tagesschau, für eine „Corona-Flut-Pauschale“ aus. Eine Corona-Flut-Pauschale? Hört der Mann sich selber zu?

Der Lachende Laschet

Armin könnte sich mit dem Foto vom Lachenden Laschet den Heimatschuss verpasst haben. Auch wenn man zugegebenermaßen nur stumm weinen oder lauthals lachen muss, sobald unser Genosse Präsident eine Rede hält, kriegt Armin das Bild so schnell nicht aus den Köpfen raus. So wie Lachmöwe Eva „Juchhu“ Högl nach ihrem Heiterkeitsausbruch bei der Gedenkfeier für die Moslem-Opfer vom Breitscheidt-Platz nie wieder ernst genommen werden kann. Wie meinen Sie, verehrte Leser, der Genosse Präsident habe auch gelacht? Ja eben, sagen wir ja.

Unsere großartige politische Elite... (kicher, lach, gröhl)

Während unsere Qualitätspresse begierig jedes Wort ihrer politischen Herren (m/w/d) aufschnappt und verbreitet, ist es eine englische Expertin, die der hiesigen Bagage in der Times „monumentales“ System-Versagen bezüglich der Flutkatastrophe vorwirft (erinnert daran, dass englische Journalisten Deutschlands Vorzeigeunternehmen Wirecard als Gangsterbude entlarvten). Frau Cloke war immerhin am Aufbau von EFAS (European Flood Awareness System) beteiligt. Klare Hinweise vier Tage vor den ersten Überschwemmungen seien offenbar nicht bei der Bevölkerung angekommen.

Wenigstens der Bild-Chef schimpft: „Verschleiert werden soll, dass Sirenen nicht heulten. Dass Warnungen seit Tagen vorlagen, aber die Bürger nichts erfuhren.“

... und die Warn-App Nina (brüll, wegschmeiß, würg)

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (offenbar ein Euphemismus) räumte zwar erneut „einen Fehlschlag“ ein – erneut, weil gerade erst der oberste Katastrophenschützer ausgetauscht worden war. Der neue Presidente, ein gewisser Schuster, zählt noch die Sirenen. Derzeit werde „für 90 Millionen Euro ein Sirenen-Kataster“ aufgebaut, um zu sehen, wo in Deutschland noch Sirenen vorhanden seien. Wir haben extra nochmal nachgeschaut: Kataster – amtliches Grundstücksverzeichnis. Ein Verzeichnis für 90 Millionen?

Außerdem habe die Regierung die „Warn-App Nina“ entwickelt, „sowie ein sogenanntes modulares Warnsystem“ so stolz eine Sprecherin. „Diese technischen Instrumente haben während der Flutkatastrophe funktioniert und damit auch zum Schutz der Bevölkerung erheblich beigetragen.“ Aber Horst, nachdenklich, man müsse nochmal schauen, was man  jetzt „noch verbessern“ könnte.

 

Die SPD und die Flut … ja wie schreiben wir das jetzt? Olaf Scholz verspricht zwar gleich „an Geld wird es nicht fehlen“, aber bleibenden Eindruck vermittelte nur der Wuppertaler Abgeordnete Helge Lindh (#Helgehilft), der das THW von der Arbeit abhielt, um sich zu informieren und sich mit einem Sandsäckchen fotografieren ließ. Profi halt (aus der aktuellen „Blackbox“).

Die Grünen schicken wieder die Klimakinder auf die Straße, nur die FDP macht das Geschickteste in der Situation und „setzt den Bundestagswahlkampf aus“. Das läuft besser, als wenn Lindner nun auch noch alles besichtigt und vom Klimawandel schwätzt.

Vorher aber fordert der Abgeordnete Theurer noch schnell „die Heimat-Abteilung im Innenministerium unverzüglich aufzulösen und die freiwerdenden Stellen neben der Digitalisierung für den Bevölkerungsschutz zu verwenden“. Dass ausgerechnet die SED mit ihren ewig im Amt verbleibenden Castros den Rücktritt von Horst fordert, hat was, nur keine Konsequenzen. Rücktritte von Verantwortungsträgern sind im Neuen Grundgesetz nämlich nicht vorgesehen.

 

Einzelfälle und Hundertschaft

Auffallend wenig über die Plünderer. „Männer“ sollen es gewesen sein. Und „Frauen“. Mal so alt, mal so alt. Nix genaues weiß die Presse nicht. Einzelfälle, sagt die Polizei. In einem Bericht der Welt fanden wir den Satz: „Gegen eine der Frauen wurde ein beschleunigtes Verfahren eingeleitet, weil die Rumänin keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat.“

Anderswo stand geschrieben, „auf Nachfrage hat die Polizei in Aachen die Nationalitäten der Verdächtigen mit je einmal irakisch und libanesisch und dreimal rumänisch benannt“. Aber, so soll die Polizei in Aachen extra betont haben, es handelte sich „wirklich nur um einzelne Straftaten. Keine organisierten Massenstraftaten“. Bild vor drei Tagen: Eine Hundertschaft der Polizei ist nun in Stolberg, um die verlassenen Wohnhäuser und Geschäfte vor Plünderungen zu schützen. Und der linksliberale (Setzer: Streichen Sie „liberal“) Kölner Stadtanzeiger vor wenigen Stunden: „Aus Angst vor Plünderungen und wegen Hochwassertouristen soll die Polizeipräsenz erhöht werden.“

 

Vergessen wir mal die Presse. Wenn Sie wirklich wissen wollen, was „vor Ort“ los ist, empfehlen wir diesen Facebook-Account. Scrollen Sie etwas runter, an den Pommes-Bildern vorbei, und sehen Sie die “Markus Wipperfürth was live“-Videos aus der Sicht von Helfern. Keine weiteren Worte nötig.

Vielleicht starten Sie mir diesem Video...

 

Illustration: adborsche

8 comments

  1. Armin V. 19 Juli, 2021 at 20:49 Antworten

    Rumänin…

    Warum für mich Zigeuner immer Zigeuner bleiben!

    Gestern Abend zeigte Servus-TV die allerbeste Doku zu Corona die ich bisher gesehen habe. Bei uns wäre sowas undenkbar. Kann ich nur jedem in der Mediathek empfehlen!

  2. Simone 19 Juli, 2021 at 22:38 Antworten

    Ob in Deutschland gaaaanz langsam eine Erkenntnis reifen könnte?
    Gendern, integrieren, woken und klimaverbessern ist für die Müllhalde gemacht. Für Menschen die nichts können, sie schaffen sich ihren Oberlehrer-Lebensraum. Sie produzieren nichts, sind überflüssig und kosten Geld.
    Es fehlen Macherinnen und Macher. Laberköppe und aspinner sind genug da. Diese Katastrophe zeigt nicht den Klimawandel sondern die Unfähigkeit dieser Gesllschaft etwas zu leisten und Verantwortung zu tragen.
    Dann wäre diese Katastrophe ausgeblieben.

  3. Reinhard Westphal 19 Juli, 2021 at 23:33 Antworten

    “Heimatschuss für den Lachenden Laschet?” klingt irgendwie sehr nach ‘Blattschuss für den Lachenden Laschet?’.
    Die Annalena Charlotte Alma Baerbock (ACAB synonym mit All Cops Are Bastards) hat es soooooo sehr herbeigesehnt und nun ist es zufällig da: die neue Medien-Wixxernummer, das pöse Fehlverhalten des Kanzlerkandidaten Laschet bei der schrecklichen Klimakatastrophe mit vielen Toten.

    Wirklich interessant ist, dass das Video mit dem feixenden Genossen Präsident so gar nicht thematisiert wird. Könnte hier vielleicht der Fall einer skrupellosen Instrumentalisierung der Opfer einer Hochwasserkatastrophe vorliegen? Wohl kaum, müsste man doch in diesem Fall davon ausgehen, dass charakterlicher Abschaum eine perverse Manipulation betreibt.

  4. reinerB. 20 Juli, 2021 at 00:05 Antworten

    Das kommt dabei heraus, wenn diese Regierungs-Clique, aus Benjamin Blümchens Hosenanzug, eines Lutschers und Capone Uhu-Silberlocke im besten Deutschland aller Zeiten, sich für Ihre heuchlerischen Fernseh-Statements aus dem Überflutungsgebiet, den gemeinen nichtsnutzigen Pöbel fernhält und die privaten Aufräumtrupps aus dem Bildhintergrund, gegen THW und Feuerwehr austauschen lässt.
    Noch eine Werbung in eigener Sache: Laschusska der Barbaren-Kanzlerkandidat, als ewig grinsender Büttenredner zusammen mit der Flunkermarie-Kandidatin Alena-Trampolina-Völkerball, ab 11.11.2021 wieder in Ihrem Westprovinz-Reichsfunk zu sehen! Die Aufzeichnung aus Erftstadt bzw. irgendeinem verregneten Studiohintergrund, ist von der Reichskulturkammer Berlin aufwendig zusammengeschnitten sowie anschließend freigegeben worden. Es ist bereits jetzt schon, für eine kleine Sach-u. Geldspende (ab 201,-€ =Spendenbeleg mit persönlicher Widmung von Tom.B.), welche zu 130% bei den Flutopfern ankommen wird, in ihrer Reichsfunk-Mediathek abrufbar, falls Sie überhaupt noch über einen Volks-Fernsehempfänger und einen Stromanschluss verfügen.

  5. 89 erlebt Horst Schlömmer 20 Juli, 2021 at 08:55 Antworten

    JEDES Volk hat die Regierung verdient, die es bereit ist zu ertragen. All das politische Schwemmgut (die Ehren Doktorin Merkel kam erst nach der Verleihung des Titels, Helmut Schmidt war sofort vor Ort) ist Ergebnis von Wahlen, Auswüchse eines Parteien-Staats-Systems, das Lieschen & Michel all die vielen Wahlen selbst herbeigewählt hat. Auch die Rückgebauten Staustufen in der Ahr (man kannte die Gefährlichkeit des Gebirgsflusses seit Jahrhunderten) wurde der Öko Sekte geopfert. Sinnbildlich nun die Ergebnisse dieser Re-Naturierung in einem zugepflasterten Flusslauf. Gleiches läuft bei der Energieversorgung des Landes. Sichere und zuverlässige Energieversorgung wird abgeschaltet (platt gemacht – siehe Moorburg), unverzüglich und Reiner Zufall wird mit tödlicher Sicherheit dem Land einen Black out präsentieren, mit dem dieses Hochwasser als ein Kindergeburtstag erscheinen wird. Ruinen schaffen ohne Waffen und der Welt Klima Rettung zugewandt, so schreitet dieses Volk Seit an Seit in die Ewigkeit.

  6. Prost 20 Juli, 2021 at 09:09 Antworten

    Ein schönes Bild von Laschet über dem Artikel. Selten war jemand in der Politik auf den die Bezeichnung “Freibiervisage” so gut gepasst hat.

  7. Frank Danton 20 Juli, 2021 at 17:32 Antworten

    Habe heute, trotz Pariser Hitze, nur mal kurz „subalterner Homo naturalis mit Sandsack“ ins Web gefragt. Und tatsächlich ploppten die Spaetnachrichten auf mit dem Verweis auf Helge Lindh. Kann das noch Zufall sein?

  8. Putzi 20 Juli, 2021 at 23:05 Antworten

    Ich lese die Zeitungen nicht, wohne aber in Aachen. Seit ca. 2-3 Jahren finden sie in den Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung (selber Verein, nur eine für SPD Leser, die andere für CDU Leser) keinen Angaben mehr zur Nationalität von Tätern bei Straftaten. Wird eisern totgeschwiegen, bin verwundert, daß mal eine andere Zeitung nachgehakt hat. Da muß ich also jetzt das Nordhessen Journal lesen um zu wissen was ich Aachen abgeht! Sensationell!

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