Fiinaaale, ohoho!
So spannend war’s bei der CDU noch nie...

George Clooney Röttgen, der wilde Fritz und der schusselige Armin

„Wo laufen sie denn?“, fragt der Neuling an der Rennbahn und beim Rennen um den CDU-Parteivorsitz ist das wahrlich nicht leicht zu erkennen. Denn hier fallen die Entscheidungen in (digitalen?) Hinterzimmern und bei Telefonmauscheleien. Deshalb wird es der Norbert schon mal nicht.

Was besonders die Welt-Autorin Franziska betrübt, denn Frauen würden Röttgen wählen. Schließlich war der als junger Bengel nicht nur „Muttis Klügster“ und „leitete die (vermaledeite/SP) Energiewende ein“, sondern ist heute der „Clooney-eske Typ“ schlechthin, der „seine Kontrahenten mit seiner Eleganz, Coolness und Selbstironie blass aussehen lässt“.

Und genau deshalb wird er verlieren, klagt Franziska, denn die eifersüchtigen Parteidödels, die „Boss-Anzüge der vorletzten Saison aus der Outlet-City Metzingen“ tragen, verzeihen dem schönen Norbert nicht dessen „Nonchalance, die an die Lässigkeit von Barack Obama beim Basketballkörbe werfen erinnert“.

Clooney? Obama? Norbert Röttgen? Deshalb waren die Vorgängerinnen wohl auch Dr. Angela Merkel und Annekret und keine Heidi Klum, die ebenfalls von Neiderinnen weggebissen worden wäre?

Unter dem Artikel, dessen Kommentare wir besonders empfehlen, findet sich am Ende  die politisch nicht korrekt formulierte Frage:
„Teilen Sie die Meinung des Autors (!!!) Ja: 72   Nein: 379“

 

Was ist mit Inhalten?, fragen vielleicht einige um die Zukunft der CDU besorgte Leser. Inhalte braucht der Norbert nicht. George Clooney hat auch keine Inhalte (er ist schließlich hauptberuflich eine Projektionsfläche). Für die Inhalte ist bei den Clooneys Georges Ehefrau zuständig. Was macht eigentlich die Gattin vom Norbert? Anwältin Ebba mit Doppelnamen steht laut Bunte jedenfalls „voll hinter ihm“.

Norbert Röttgen zu galant, zu modern und zu gut aussehend für die CDU? (Welt-Franziska) Moooment!, sagt da der Friedrich Merz. Ihn habe zuletzt „eine große Unterstützung vieler weiblicher Parteimitglieder erreicht – telefonisch ebenso wie per E-Mail und Brief“. So viel zum Thema Frauenschwarm! Und Inhalte hat er sogar selber. Die hat er der SPD-nahen Presse (RND) genau auseinanderklamüsert.

Nämlich: „Wir sollten so schnell wie möglich die Schwächen bei der Digitalisierung beseitigen und eine Unternehmensgründungswelle auslösen.“ (Check!)

Oder: „Das größte Problem sind die massiven Bildungs- und Entwicklungsrückstände bei Kindern aus bildungsfernen und sozial schwachen Familien.“ (Zum ununterbrochenen Import dieser „bildungsfernen und sozial schwachen Familien“ sagt er nix. Wurde aber auch nicht gefragt/SP)

Sogar vor heißen Eisen scheut Fritz, der nach eigenen Angaben als Mofa-Rocker im Sauerland Angst und Schrecken verbreitete, nicht zurück: „Der Primärenergiebedarf wird durch Wind und Sonne allein nicht zu decken sein.“ (Check!)

Bei der Gretchenfrage „Was würden Sie anders machen als Angela Merkel?“ bleibt Fritz lieber nah am Ufer:

Da muss „die CDU trotzdem (trotz der großartigen Leistungen der Großen Weltenführerin/SP) den Blick nach vorn richten“.

Und der schusselige Armin? Der hat keine Zeit für Verlautbarungen. Er muss viel telefonieren. Schon unterstützen CDU-Fraktionsvorsitzende aus fünf Landtagen seine Kandidatur.

Nanu, was macht denn der Lindner hier? Ganz einfach. Weil er bei Bild sagte: „Ich bin der Auffassung, dass wir eine Diskussion brauchen über eine alternative Krisenstrategie, denn die sozialen und wirtschaftlichen Schäden werden jeden Tag größer“, hat der Norbert ihn wissen lassen, dass seine CDU mit der FDP nicht koalieren will.

 

Wo wir schon dabei sind. Jaja, Corona muss sein. Stellen Sie sich nicht so an! Also, Merkel zittert schon wieder. Vor einer neuen Kurve, die diesmal bis Ostern reicht. Die Polizei sprengt eine Kindergeburtstagsparty in Hameln. Im Homeland NRW dürfen (neben Fußballspielern und Politikern) wenigstens auch die Hunde frisiert werden. Und, Erfolg! Erfolg!, 750.000 Impflinge wurden schon gespritzt, „die meisten aus beruflichen Gründen“. Und weiterhin gilt das Kleingedruckte bei allen RKI-Zahlenspielen:

Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.“ (Welt)

Pssst. Nicht weitersagen, sonst werden Sie womöglich bald gelöscht:
Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sagte doch tatsächlich: „Der Lockdown, der jetzt seit Anfang November anhält, hat quasi nichts gebracht.“ Söder, richten Sie!

 

P.S.: Aufmerksame Leser werden auf dem Bild vier Schnecken erkennen, und bei der CDU stehen doch nur drei zur Wahl. Richtig. Aber vielleicht gibts einen unbekannten Joker? Außerdem gabs das Bild nur mit vier Schnecken.

 

12 comments

  1. Hannes 13 Januar, 2021 at 20:08 Antworten

    Apropos Söder: Die bayerische Firma Zettl BHC GmbH hat Mitte Dezember FFP2-Masken aus eigener Produktion zertifizieren lassen und hat angekündigt davon 5 Mio. Stück monatlich produzieren zu wollen. – Kurze Zeit später verfügt Coronapolitiker Söder eine FFP2-Pflicht in Bayern. – Welche Zufälle es doch gibt. (Es wird auch berichtet, dass Söders Frau in dem Unternehmen Zettel Group, wozu oben genannte Zettl BHC GmbH gehört, arbeiten würde. Ob das stimmt weiß ich nicht).

  2. Barbara Blume 13 Januar, 2021 at 20:10 Antworten

    Lieber Herr Paetow, Sie scheinen doch nicht so ganz auf dem Laufenden zu sein: 4 Schnecken – eine zu viel – ist doch ganz einfach – “der neue digitale Sport”: einfach eine unliebsame Schnecke löschen, ausradieren, canceln, demontieren etc. Es sind doch jetzt soooo viele Möglichkeiten im Spiel… 😉
    (Wer Ironie findet, darf sie behalten).
    Ansonsten wäre ich für H.-Georg Maaßen – aber der will wohl nicht… 🙁

  3. Krufi 13 Januar, 2021 at 20:16 Antworten

    „Also, Merkel zittert schon wieder. Vor einer neuen Kurve, die diesmal bis Ostern reicht.“ Ha, da bin ich schon weiter! Ich habe die Kurve schon bis Pfingsten interpoliert. Für eine Kurve bis zur Bundestagswahl waren die vorliegenden Daten leider noch ungenügend, die Fehlerquote wäre zu hoch gewesen. Und übrigens, Frau Merkel zittert doch nur beim Abspielen der Nationalhymne! Oder wurde bei der Präsentation der neuen Kurve die Nationalhymne gespielt??

    Zu P.S. Lieber Herr Paetow, jetzt schaffen Sie sich doch endlich Photoshop an. Da sind 4 Schnecken kein Problem. Aus 4 mach 3. Da könnten Sie sogar die Köpfe der Schnecken mit den Porträts der Kandidaten darstellen.

  4. M. Mager 13 Januar, 2021 at 20:22 Antworten

    Alte weiße Männer sind ja sowas von out, outer geht’s gar nicht mehr. Da hilft dem Norbert auch nicht sein Clooney-Image bei den Frauen. Deshalb glaube ich, dass noch eine vierte Schnecke aus AKKs bunter Verteidigungstruppe ins Rennen geschickt wird, und garantiert keine männliche.

    • Krufi 13 Januar, 2021 at 21:20 Antworten

      Jetzt haben Sie mich aber neugierig gemacht und musste googeln, wer in Frage kommen könnte. In der Kürze habe ich eine Kandidatin gefunden: Diana Kinnert. „Kinnert vereint so ziemlich alles, was in der CDU unterrepräsentiert ist: Sie ist jung, 27, weiblich, lesbisch und hat einen Migrationshintergrund. Ihr Vater ist polnischer Spätaussiedler, die Mutter kommt von den Philippinen. Zwar hat sie kein wichtiges Amt in der Partei, aber einen guten Draht zum früheren Generalsekretär Peter Tauber.“ aus RP-online von 2018. Wikipedia: „Sie studierte Politikwissenschaft und Philosophie in Göttingen, Amsterdam, Köln und Berlin. Das Studium an der Universität Göttingen schloss Kinnert 2013 mit dem Bachelor of Arts ab.“ Wenn ich das so betrachte, die ideale 4. Schnecke

      • W. Krauler 14 Januar, 2021 at 10:52 Antworten

        Klingt wirklich sehr vierteschneckemäßig. Islamischer Migrationshintergrund wäre zwar noch karrierefördernder, aber nobody is perfect. (Gibt es überhaupt islamische Lesben? Hm… bekennende wohl eher nicht.) Aber wäre diese Diana mit ihren Superqualifikationen, deren wertvollste wohl der gute Draht zum “ist ein A…ch”-Tauber sein dürfte, nicht besser bei den extrem homophilen Grünen aufgehoben?
        Andererseits: Ihr polnischer Vater und ihre (vermutlich katholische) philippinische Mutter werden wohl darauf bestanden haben, dass sie sich nicht bei den gottlosen Linken und Grünen verdingt, sondern in einer Partei Karriere macht, die (derzeit noch) ein “C” im Namen trägt . Und davon gibt’s ja nicht so viele.
        Da der RP-Artikel von 2018 stammt, müsste man eigentlich schon mal was von dieser ziemlich alles unterrepräsentierenden CDU-Hoffnungsträgerin gehört haben. Scheint wohl doch etwas zu jung zu sein für eine Kanzler-Karriere. Schaun mer mal. Apropos: Die Bayern sind im Pokal ausgeschieden. Ist das nicht schön! Und ich dachte, es gäbe keine positiven Nachrichten mehr in diesem Leben. Und wumms ist eine da. Man darf die Hoffnung halt nie aufgeben. 🙂

      • Dipl.-Ing. Erwin Obermaier 14 Januar, 2021 at 19:47 Antworten

        “Anwältin Ebba mit Doppelnamen steht laut Bunte jedenfalls „voll hinter ihm“”, dies mag ja richtig sein, mich würde aber mehr interessieren, hinter wem sie nüchtern steht.

  5. Ich 13 Januar, 2021 at 21:06 Antworten

    *Hach*

    Mensch Hr. Paetow, immer wieder rettet mir ein Wechsel zu Ihrem erfrischenden Blick auf das recht triste alltägliche Nachrichtengeschehen, den Abend!

    Und,… ich find 4 Schnecken viel schnuffiger, als 3!☺️
    So! 👋

  6. Karina Gleiss 13 Januar, 2021 at 21:32 Antworten

    Warum ist dem Friedrich denn die Meinung sozialer Konstrukte (m/w/d), ob telefonisch, per email oder Rauchzeichen (im Zeitalter der kommenden Blackouts nicht unwahrscheinlich) so wichtig? Ob Koalition mit der Lindnerpartei oder nicht: Blackrock würde dann sogar hochoffiziell Parteipolitik machen. Btw sind Schüler*Innen-Aufsätze in der WELT und den anderen Gazetten seit einiger Zeit an der Tagesordnung.

  7. Roland Marks 13 Januar, 2021 at 21:33 Antworten

    Zum Abstimmungsergebnis der Leser über den Kommentar von Frau Zimmerer: So eine massive Ablehnung sieht man sehr häufig bei den (wenigen) Welt-Kommentaren, bei denen so eine Abstimmung möglich ist. Ich frage mich seit vielen Jahren, wie kann ein Blatt so offensichtlich gegen die Meinung seiner Leser anschreiben. Das geht wirklich schon seit Jahren so.
    Das mag ein Grund sein, weshalb ihnen die Leser davonlaufen. Welt, das war mal ein Markenbegriff! Auf Augenhöhe mit FAZ. Na ja, auf Augenhöhe sind sie immer noch ….

  8. Paula 14 Januar, 2021 at 09:28 Antworten

    Da ist keine Schnecke zu viel. Merkel ist noch nicht aus dem Rennen.
    Bis heute hat sie sich hierzu nicht so klar geäussert, dass man es nicht doch anders deuten könnte.

    Es heisst ja auch DIE Schnecke.

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