Le Popo de Nadine

Selbstbild der Frau im Parlament

Merkelburg-Vorpommern liegt am Arsch der Welt, so könnte man einem frisch Betreuten aus Afrika die Lage des Bundeslandes erklären, das von der SPD regiert wird, und wir wählen das derbe Wort nur, weil es im Folgenden genau darum geht: die regio glutea, le popo. Außerdem geht uns das Rassismus-Geplapper in den Medien gehörig auf den Keks, da kommt uns „die heftige Debatte“, die angeblich in M-V „tobt“, gerade recht.

In diesem heiklen Fall scheuten wir uns auch nicht, hautnah an dunklen Quellen entlang zu recherchieren, und beginnen mit dem Vorwärts. Der „Eklat“ trug sich bereits im Wonnemonat Mai zu, als Nadine Julitz, SPD, sich für den Weg zum Rednerpult (Debatte über Kitas und so) extra das hellrote, gemusterte Kleid angezogen hatte. Auf dem Weg dorthin will sie „so halblaut – von links vernommen“ haben, wie ein AfD-Abgeordneter gesagt habe: „Na, das Kleid ist aber ganz schön knapp.“

Entschuldigung? Ein Sturm der Entrüstung... nein, warten Sie, da noch nicht, weil der Plenarsaal war so gut wie leer (Corona, außerdem war schönes Wetter) – aber „eine Kollegin der Linken hat die Aussage mit Buh-Rufen kommentiert“. Der Sturm der Entrüstung brauchte noch ein paar Wochen und viele Twittereien bis zur gänzlichen Entfaltung. Was uns nun zwingt, das Corpus Delicti in Augenschein zu nehmen, wozu sich Nadine dankenswerterweise einem Fotografen der Bild-Zeitung in besagtem Kleid vor dem Landtag in Positur stellte.

Vom Vorwurf des Sexismus müssen wir den Landtagabgeordneten Jens-Holger Schneider freisprechen. Auch wenn Nadine glaubt, dass „in diesem Moment alle, die es verstanden haben (was Schneider sagte, und das waren nicht viele), mir auf den Arsch geguckt“ haben – der Ausdruck „Das Kleid ist aber ganz schön knapp“ erinnert eher an den Ausruf „Das ist aber gewagt“, wenn sich Claudia Roth mal wieder Pariser Designermode auf ihre Figur maßschneidern lässt. Da guckt auch keiner auf, na Sie wissen schon.

Auch dem Satz der properen Maid, „der Spruch sei ein Versuch gewesen, mich als Politikerin zu erniedrigen und einzuschüchtern“, können wir nicht folgen. Ein solcher Versuch der Einschüchterung liegt eher in der Frage vor, die ihr vor einem Jahr zum Thema Geschlechtergerechtigkeit im Landtag gestellt wurde: „Wie viele Geschlechter gibt es eigentlich aus Ihrer Sicht?“ Das war gemein. So was weiß doch keiner in der SPD!

Nadine Julitz, Bachelorette der Politologie, versuchte wenigstens halbwegs ihre Lebenserfahrung und moderne Gender-Wissenschaft zu verbinden: „Öh... das ist eigentlich, das haben wir vorhin gehört, es gibt Mann und Frau. Und das dritte Geschlecht. Und Menschen, die ein Geschlecht haben, ich sag mal... ich lege mich da nicht fest. Das liegt ja an jedem selbst. Das ist die Natur.“ (hören Sie selbst)

Auf jeden Fall aber hat Nadine Julitz in der SPD gelernt, dass sich die Situation für die Frau an sich „durch das Auftauchen der AfD“ (Vorwärts) dramatisch verschlechtert hat.

So habe die örtliche Zeitung bereits im Wahlkampf 2016 über sie geschrieben: „Die schönste Frau der Müritz will in den Landtag.“ Sauerei! „Mit solchen vermeintlichen Lappalien fängt es an“, klagte Nadine im Parteiblatt, „aber sie sind nichts anderes, als Menschen auf ihr Aussehen zu reduzieren.“ Übrigens fanden wir in einer Bildunterschirft bei n-tv die politisch korrekte Beschreibung der Kleiderwahl der jungen Genossin: „Nadine Julitz trägt, was sie will.“

 

+++ Olaf Scholz hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern bereits gefunden: Die rote Null, mit der höchsten Staatsverschuldung ever.

 

Dasselbe und das gleiche
Die immer wieder aufpoppende Frage: Sind unsere Journos so dumm, oder tun sie nur so, können wir wieder einmal klar beantworten: Die sind so. Über die Netflix-Doku „Der amerikanische Traum vom Buchstabieren“ schrieb allen Ernstes der Spiegel-Journo Oliver:

Diese Kinder buchstabieren, ohne mit der Wimper zu zucken englischsprachige Buchstabenmonster wie "erysipelas" (eine bakterielle Entzündung) und "bougainvillea" (Drillingsblume); sie schreiben damit Erfolgsgeschichten, die im starken Kontrast stehen zum auch hierzulande verbreiteten Narrativ vom Nachwuchs von Einwanderern, der angeblich vor allem für Probleme sorgt.

Womöglich haben wir die falschen Einwanderer, Doofie?

 

Homeland-Herbert und die Clans

Übrigens, Herbert Reul, Innenminister vom Homeland NRW und selbsternannter Schrecken der arabischen Clans, könntest Du Dich zu der E-Mail (Akteneingang 22. Mai) an das Polizeipräsidium Duisburg noch mal abschließend äußern?

„Betreff Allahu Akbar, Duisburg-Marxloh ist unser Stadtteil. (…) Wir verbieten allen Ungläubigen, unseren Stadtteil zu betreten. Alle Polizisten, Journalisten und auch andere Ungläubige werden wir mit Waffengewalt vertreiben oder töten. Bei uns gilt nur die radikale Scharia. Wir haben uns 2000 Stück AK-47 Sturmgewehre mit genügend Munition aus der Türkei und Russland beschafft. Allahu Akbar, tötet alle Ungläubigen.“

Sollen wir den Bereich großräumig umfahren? Oder hast du die Sache im Griff? Auch wenn Du nur Lehrer bist, Herbert, aber Du weißt schon, dass Spuckschutz gegen 2000 AK-47 nicht wirklich hilft...

 

19 comments

  1. Silvia 15 Juni, 2020 at 21:05 Antworten

    Ah, so ein “Kleid” hab ich auch. Nennt sich Nachthemd. Und als gaanz kleines Mädchen hatte ich solche Kleider. Heute würde ich die nicht mehr tragen im Beruf, weil, ich will ja ernst genommen werden. Und keine ideologische Hexenjagd treiben. Dafür ist so ein Fetzen möglicherweise gut, man wirkt so unschuldig und so hilflos, und dann klappt das auch mit dem Opfer sein. Es gibt aber auch Frauen – hinter vorgehaltener Hand tuschel – die sollen ihr Geld mit dem Verstand verdienen. Und nicht mit der Verbreitung von Ideologien. Dafür hat man nämlich keinen Bedarf in der echten Welt.

  2. Stefan 15 Juni, 2020 at 22:32 Antworten

    Die Leute von der Afd sollen im Aufzug ganz dicht an Abgeordneten stehen und auch freundlich mal zum Kaffee eingeladen haben.( laut Herr/Frau Henning Wellsow)Aber Claudia Roth im knappen Kleid hätte diesen Typen mal einen ordentlichen Dämpfer verpaßt.

  3. Emmanuel Precht 15 Juni, 2020 at 23:04 Antworten

    Es soll ja Weibliche geben denen das schlimmste was es überhaupt an Sexismus gibt, widerfährt. Nicht eine einzige Belästigung am Arbeitspaltz oder sonstwo. Nie! Da muss man sich dann schon was einfallen lassen. Wohlan…

  4. Barbara Blume 16 Juni, 2020 at 00:08 Antworten

    Also, bei so einem kurzen “Fräckchen” sollte man auch mindestens schöne Beine haben… OMG…
    Gehört so ein Verhalten evtl. zum “Aufmerksamkeitsmangel-Syndrom” ?
    Was für ein Personal haben wir in D … OMG !

    • Karina Gleis 16 Juni, 2020 at 06:18 Antworten

      Spontan fielen mir beim Anblick der Dame auch zuerst ihre Beine und weniger das Kleid auf. Wir nannten so etwas früher „Kartoffelstampfer“. Wenigstens hat sie ihre ca. 15 Minuten (zweifelhaften) Ruhm gehabt, nach Art von me too. Spezialdemokratischer Feminismus; für den Ar…

  5. nikolaus*a 16 Juni, 2020 at 03:13 Antworten

    bei den beinen mit deutlich erkennbarem trainingsbedarf — die eher für einen hosenanzug prädestinieren — ist es wahrscheinlich wirklich besser, auf den @rsch zu gucken …

  6. The Angry Ossel 16 Juni, 2020 at 08:34 Antworten

    Die Dame dürfte der Typ Traumfrau vieler schwarzafrikanischer “Neubürger” sein. Blond und ziemlich pummelig. Lässt sich doch bestimmt was arrangieren beim nächsten medial inszenierten Flüchtlingsheimbesuch ala Bachelorette.

  7. August 16 Juni, 2020 at 09:26 Antworten

    Ähm, als ich meine Frau vor 35 Jahren bei einem Betriebsausflug mit der Weißen Flotte am Nachbartisch erspähte, reduzierte ich sie zunächst mal nur auf ihr Aussehen. Dieser Tatsache verdanken drei Menschen ihr Leben. Ich alter weißer Lüstling ich….

  8. Kurt Brüßel 16 Juni, 2020 at 09:56 Antworten

    Ja, das sind doch mal echte Probleme, welche unsere Politclowns da wälzen. Es wäre mal wünschenswert, das mit solch einem Eifer mal die wirklichen Probleme in diesem Land angegangen würden, und davon haben wir weiß Gott genügend.
    Für mich ist unsere Politkaste mittlerweile wie die Bild Zeitung (der Spiegel eingeschlossen): Viel Brimmboriun um nichts.
    Lasst doch den Kindern ihre Förmchen, sonst haben sie ja nichts mehr zu spielen.
    Armes Deutschland!

  9. Erwin Obermaier 16 Juni, 2020 at 10:33 Antworten

    Als ich von dieser Groteske [Nadine Julitz] zum ersten mal gehört habe, bin ich erstmal in Google-Bilder, um mir das corpus delicti mal genauer, also von hinten, anzuschauen. Also ich kann die Frau Julitz beruhigen, allzu lange werden die Augen der anwesenden Parlamentarier (m//) nicht auf ihrem Allerwertesten geweilt haben.

  10. Dieter Meisel 16 Juni, 2020 at 12:13 Antworten

    Dank des Links zur Bildzeitung (ich musste erst mal meinen Adblocker deaktivieren) konnte ich das Corpus Delicti endlich mal in Augenschein nehmen. Nunja… eigentlich unerwähnenswert, ebenso wie der Inhalt desselben. Aber wenn’s gegen die AfD geht, ist ja bekanntlich nichts zu billig, um damit nicht wochenlang Anti-AfD-Propaganda machen zu können. Der AfD-Mensch hätte sich die Bemerkung allerdings besser verkniffen. Spätstens seit diesem Dirndl-SKANDAL, der die FDP in den Orcus gerissen hat, und seit Sawsan Cheblis Empfindlichkeiten gegenüber Komplimenten aller Art weiß man doch, wie linke Frauen ticken und dass man sich als Mann am besten unsichtbar macht, wenn man einer solchen Person begegnet. Dann kann man nix falsch machen. Das gilt natürlich insbesondere für die Rächten. Aber die machen bekanntlich sowieso immer ALLES falsch. Deshalb sind sie ja Rächte.

  11. ETIAM SI OMNES, EGO NON 16 Juni, 2020 at 13:01 Antworten

    Charmanter Spott trifft auf Me Too-Sensibelchen mit Vulgärwortschatz. Nicht nur, dass das SPD-Gendersternchen eine in diesem Kontext gemachte Äußerung nicht -wie in unserem Kulturkreis, vielleicht nicht bei den Genossen, üblich – auf die wirklich aparte Figur, sondern recht abseitig auf ihren “Arsch” bezieht, lässt nur zwei Schlüsse zu: Sie ist auf Public Awareness, AfD-Bashing, Krawall und Skandalisierung aus oder, was schade wäre, Sie reduziert ihre Persönlichkeit tatsächlich auf dieses bei allen Geschlechtern gleich ausgebildete Sitzkissen. Im übrigen können die Vorwärts- und BILD-Bildchen nur Aufschluss über ihre Figur, jedoch keine Aufhellung bezüglich der gegebenen oder nicht gegebenen Attraktivität ihres Hinterteils bieten.

    Bei einer AfD-Rednerin hätte selbstredend einen Ordnungsruf gegeben. Aber bei diesem Hilfeschrei einer zutiefst in ihrer Würde verletzten Politikauszubildenden (der Politologie-Master kommt ja vielleicht noch) drückt man in Schwesigschwerin gern mal ein Auge zu.

    Sie schmeicheln Herr Scholz: Mir und nicht nur mir drängt sich ein ganz anderer Grund für diese treffende Signifizierung ein.

    Ja, für Einwanderer haben die schon seit vier Jahrhunderten Eingewanderten sicher das passendere Bildungssystem als wir (noch). Im übrigen: was nützt buchstabieren, wenn man die Bedeutung des Worts nicht kennt? Dann bleibt man leider so schlau wie der Spiegeljourno.

  12. Herbert Priess 16 Juni, 2020 at 17:28 Antworten

    Mann sollte nachsichtig sein, die junge Frau ist schon genug gestraft. Ich bediene mal die Stereotype, blond, pummelig und etwas doof da muß man um Aufmerksamkeit buhlen. Schönes Wort! MeckPom der Arsch der Welt? Also Herr Paetow ich muß doch sehr bitten so Hinterwäldlerisch sind wir schon lange nicht mehr. Im Gegentum, Bismark sagte, wenn die Welt untergeht zieht er nach Mecklenburg da passiert alles 50 Jahre später. Mittlerweile sind wir der Zeit voraus und zeigen jetzt schon den anderen die Zukunft, jedenfalls die Politische. Bei uns können Leute Karriere machen wie die Merkel, die hier ihren Wahlkreis hat und nun der Milchbubi der mit seinen Beteiligungen von Startups durcheinander gekommen ist aber eben auch eine bekennende Linksextreme kann hier zu Amt und Würden kommen. Ein Zeichen für die anderen ihre Scheu abzulegen, besonders für die CDU, die SPD ist eh schon fast linker als der Riexinger, die CDU kuschelt jetzt mit der ehm. SED also Petting ohne Höhepunkt aber kann ja noch werden.

  13. irgendwer 16 Juni, 2020 at 18:34 Antworten

    AF 47? AK 47. Oder ist das eine Art unvollständiges Anagramm (F..K)?

    Herr Spaet, wo Sie schon selber die “propere Maid” erwähnen, der Einwurf, so es ihn gab, war wohl nicht “ad rem”, sondern “ad hominem” gemeint. Er erinnert an die diametral entgegengesetzte, wohl von bösartiger Übertreibung getragene Behauptung, eine gewisse Laura H. sei in der Lage, ein Dirndl auszufüllen. Jeder, der die das diese Dame schon einmal in Augenschein nehmen konnte, begreift sofort den quälend bohrenden Sexismus, dass es schon ein sehr sehr knappes Dirndl hätte sein müssen, für die Laura H.

    Wenn nun der Nadine J. ein knappes Kleid nachgesagt wird und es sich tatsächlich um das von der BILD abgebildete handelte (ich weiß auch nicht, warum ich das bezweifle), dann wäre das luftige Kleidchen nur für diese spezielle Trägerin knapp gewesen. Darauf deutet schon hin, dass das knielange Kleid doch sehr viel Bein zeigt (nicht der Länge nach).

    Die peinliche Berührung rührte daher sicherlich nicht von der Betrachtung des Allerwertesten her, sondern von der Bewertung dessen Umfangs. Daher scheint die inkriminierte Bemerkung auch weniger sexistisch als … wie nennt man die Diskriminierung wegen der Körperfülle eigentlich …gemeint gewesen zu sein. Das ist nicht weniger verachtenswert. #FatLiveMatters!

  14. Stephan 17 Juni, 2020 at 14:04 Antworten

    Da ja über den Arsch der Welt in MäcPomm ja hier schon genug gelästert wurde, wende ich mich jetzt mal an einen anderen Arsch ,nämlich den vom gleichem geografisch und politischem Breitengrad stammenden Olaf S.zu. Das sie ihm den Ehrentitel “Rote 0” verleihen ist ja auch nur dem Fakt geschuldet, das sein wohl eher angestrebter Titel “Schwarze 0” auf Grund der weltweit aufkommenden “Rassismus”-Demonstrationen dann wohl eher ein tiefer Griff an die ansonsten immer noch auch bei den Sozen so beliebte Diskriminierungskiste ist. Dabei kann man ihn sich mit dem Dauergrinsen und gefärbtem Gesicht durchaus als den geeigneten “Zwarte Piet” als Türsteher aufm Kiez oder auch als Kellner (Hasse mal ne Mark?)vorstellen- aber “Blackfacing” ist ja heutzutage auch so was von Bäh.

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