Management by Chaos

Spahn & Klingbeil – EU-Kommission – Türkische Mathe-Asse

Jedes Jahr fragt das Meinungsforschungsinstitut Gallup die Amerikaner: „Welchen Mann, von dem Sie gehört oder gelesen haben und der heute in irgendeinem Teil der Welt lebt, bewundern Sie am meisten?“ Das ist leicht, sagten die meisten Befragten, Donald natürlich. Jaja, Donald führt die Rangliste weit vor Joe, Anthony Fauci (Amerikas Drosten), Tango Franz oder dem heiligen Barrack.

Was allerdings überrascht: Auch die deutsche Haltungspresse berichtet über diese Umfrage. Haben die da plötzlich alle ihre Ideologiebrillen geputzt?

Apropos Medien. „Mann mit Messer in Rücken gestochen – tot. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus“, schreibt Bild. Und wir fragen uns: Wer hat da so messerscharf kombiniert? Der Polizeisprecher? Oder der Journo?

 

Management by Chaos

Mit dem sogenannten Corona-Management vollzieht sich wieder einmal ein überwältigendes Schauspiel deutscher Organisationskraft direkt vor unseren Augen. Eben hieß es noch, ein Berliner Impfzentrum macht jetzt wegen Desinteresse der Impflinge erst mal Urlaub, nun lesen wir, der Impfstoff sei bereits knapp. Spahn spricht von „vereinzelten Problemen“ bei der Beschaffung, während Lars Klingbeil, SPD-Flitzpiepe auf Spahnscher Augenhöhe, über das „Chaos“ schimpft, was es unter SPD-Herrschaft so nie gegeben hätte.

Unterdessen melden sich viele Menschen aus dem SPD-regierten Rheinland-Pfalz im grün-schwarzen Baden-Württemberg zum Impfen an, weil das Impfen in Malu-Dreyer-Land noch nicht möglich sei. Und im Vogtland warnt die Polizei, dass die zwei Männer, die in weißen Jacken und mit Koffern bei den Vogtländern klingeln und vorgeben, gegen Corona impfen zu wollen, womöglich nicht von Sachsens Corona-Papst Kretschmer geschickt wurden, sondern für einen sagen wir mal „Familienbetrieb“ arbeiten.

 

Lange leben unsere EUdioten!

Einziger Trost eines wachen Beobachters: Mindestens genauso dusselig stellen sie sich bei der EU-Kommission an. Nun hat die EU zum ersten Mal und gegen alle Versprechungen bei der Euro-Einführung gemeinsame Schulden aufgenommen, von denen Italien alleine 200 Milliarden erhält. Dabei ist die Bürokratie Italiens nicht einmal gerüstet, diese Summe auch nur halbwegs sinnvoll zu verteilen, wie selbst EU-Kommissar Paolo Gentiloni (Ex-Premier Italiens) „befürchtet“. Was heißt befürchtet? Er wird es wissen.

Derzeit feiern sich die EUdioten für ein Abkommen mit China, das sich damit den Status quo eines EU-Marktes sichert (Welt), der weitgehend offen ist für chinesische Unternehmen und Investoren – weswegen sie im Falle Großbritannien solch ein Tamtam gemacht haben.

Im Vertrag fehlen Vorschriften zum Schutz von Investitionen in China, ebenso gibt es keine wirkliche Öffnung des chinesischen Marktes für die EU. Kleines Entgegenkommen der Chinesen: Nicht immer ist nun ein Joint Venture mit chinesischen Partnern zwingend vorgeschrieben. So nicht bei bei E-Autos oder Hybridfahrzeugen (bei Verbrennern schon, die Chinesen sind ja nicht doof).

 

+++ In Zukunft spielt die Musik eh woanders. Der belesene Kollege Klonovsky hat sich das „so niederschmetternde wie augenöffnende“ Buch ‘Wettkampf um die Klugen’ von Gunnar Heinsohn reingezogen und stellt es ausgiebig vor. Melancholikern und Schwermütigen sei hier dringend von der Lektüre abgeraten, denn Heinsohn vergleicht die Zahl mathematischer und naturwissenschaftlicher Cracks in unterschiedlichen Ländern und die Talentverteilung nach Rassen (ist das noch erlaubt?) und Regionen.

Eine kleine Tabelle hat uns dabei besonders irritiert. Nicht die absolute Zahl mathematisch Fortgeschrittener in China (24.660.000) im Vergleich zu den USA (2.970.000), sondern der Vergleich der Mathe-Asse in Deutschland (190.000) mit denen in der Türkei (260.000).

Ach könnten wir doch die sozialdemokratischen Bildungsreformen exportieren, damit wir wieder eine Chance kriegen...

 

7 comments

  1. Tobi K. 30 Dezember, 2020 at 20:27 Antworten

    Apropos Bildung. Dieser Bereich wird den Deutschen in den nächsten Jahrzehnten am meisten auf die Füße fallen. Man kann eine Wirtschaft und ein ganzes Land bewusst oder unbewusst gegen die Wand fahren, aber man braucht dann hintrher irgendwann Menschen, die den Laden wieder aufbauen und in Schwung bringen. Doch wie soll das passieren, wenn wir, man möge mir die Offenheit verzeihen, bereits heute eine Generation Dummdusselig haben. Und daran wird sich auch in ferner Zukunft nicht viel ändern. Meine Vermutung ist ja, wir werden mit Bangladesch, Thailand und Myanmar um die Plätze als Billiglohn- und Hungerland konkurrieren. Und China kommt aus dem Lachen nicht mehr raus. Vor zwanzig Jahren fast noch Dritteweltland schlucken die bald das einst starke Made in Germany. Vielleicht sollten wir doch mal bei Putin um Asyl bitten. Schlimmer als hier kanns nicht werden.

    Guten Rutsch Herr Paetow 🎉🍾

  2. Wokadeh 30 Dezember, 2020 at 22:19 Antworten

    “Ach könnten wir doch die sozialdemokratischen Bildungsreformen exportieren, damit wir wieder eine Chance kriegen…” wie wahr, und unserer Chancen würden noch stärker wachsen, wenn wir die grünen “Bildungs”reformen exportieren könnten …. nach USA, China, Korea usw.

  3. Reinhard Westphal 30 Dezember, 2020 at 22:27 Antworten

    Danke für den Tip: “…in weißen Jacken und mit Koffern bei den Vogtländern klingeln und vorgeben, gegen Corona impfen zu wollen”. Ich habe mir in letzter Zeit oft Sorgen gemacht, wie ich die kommende Zeit finanziell durchstehen soll. Nun weiß ich es: ‘in weißer Jacke und mit einem Koffer bei den Bayern klingeln und vorgeben, gegen Corona impfen zu wollen’.
    Ich lebe in Bayern und hier gibt es Millionen von Vollidioten. Da ist es eine super Geschäftsidee, diese Vollidioten glücklich zu machen: klingeln und vorgeben, gegen Corona impfen zu wollen. Man muss den Menschen geben, wonach sie verlangen.

    • W. Hoffmann 31 Dezember, 2020 at 11:12 Antworten

      Aber, aber Herr Westphal, das ist jetzt schon ein wenig rassistisch. In Bayern gibt es Millionen von Vollidioten? Und was ist mit dem Rest von Nordcorona? Schauen Sie in die großen Städte: Hannover, Köln, Leipzig, Stuttgart, Hamburg. Da atmen Millionen durch dreckige Lappen vor dem Gesicht, die sich Ihrer Dienste gerne bedienen würden. Nehmen Sie sauberes Wasser, die Erfolgsquote liegt dann ganz nahe bei der echten Impfung. (Wahrscheinlich höher, wenn Sie überzeugend auftreten.)

  4. Krufi 31 Dezember, 2020 at 07:27 Antworten

    Jetzt mal ganz nüchtern betrachtet: Braucht Deutschland auf den Weg in einen Agrarstaat mathematische und naturwissenschaftliche Cracks oder stehen die nicht nur im Weg?? Was in der Landwirtschaft dann gebraucht wird sind kräftige Männer, die Handarbeit gewohnt sind. Die werden zur Zeit ja eingeflogen. Mich beschleicht das ungute Gefühl, dass Frau Sönnenkönigin doch alles vom Ende her betrachtet, wie oft kolportiert wird.

    Lieber Herr Paetow, ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021 und heben Sie die Knaller für die Spaetnachrichten und Blackbox auf. Darauf ein Prosit!

  5. Hagen Wolff 31 Dezember, 2020 at 11:44 Antworten

    Vielen Dank Herr Pätow, dass Sie mich jede Woche so ca. dreimal die Woche daran erinnern, zu welchem Idiotenland die “Geliebte Führerin” die Bundesrepublik herunter gewirtschaftet hat. Was Sie zurecht in Bezug auf die Lektüre von Hanson anmerken, gilt auch für Sie: Ihre messerscharfe Diagnostik ist selbst als Zynismus kaum noch auszuhalten. Da ist es gut, dass man als typischer Deutscher chronischen Masochismus als wunderbares Lebensgefühl auszubilden gelernt hat. Das wird 2021 ff. trefflich helfen, Uschi von den Laien, “Mutti”, Eskenfantin und die niedrig strukturierte Annalena, die (!) goldige Nachwachsende solcher Geistesgrössen wie Sawsan, Claudia, Greta, Luisa, Katja und Karin einiger Maßen unbeschadet auch noch zu überstehen.

  6. Rainer Berg 5 Januar, 2021 at 09:49 Antworten

    “Ach könnten wir doch die sozialdemokratischen Bildungsreformen exportieren, damit wir wieder eine Chance kriegen…”

    Wie schön war es doch früher, als es ein ungebildetes Proletariat gab. Da hatte man genug Leute für Revolutionen, die sonst keine großen Chancen hatten. Aber wir schaffen das, es werden wieder mehr.

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