Sitting in China

Sitzen ist das neue Stehen

Bevor Sie jetzt Mitleid mit Angela Dorothea Merkel bekommen, weil die schon wieder beim Abspielen der deutschen Nationalhymne sitzen blieb, können wir eine Expertise liefern, die belegt, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen. Physisch ist jedenfalls alles in Ordnung.

Reinhold Messner, der Mann für Höhenprobleme aller Art, diagnostizierte eindeutig: „Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Die Frau ist viel zäher als die meisten denken. Sie schafft locker 1000 Höhenmeter. Ohne zu rasten.“ Die zähe, rastlose Frau ist natürlich Angela Dorothea Merkel. Daraus folgt: Es muss was anderes sein. Vielleicht will sie als Globalistin einen neuen Trend setzen. So ließ Merkel-Jünger und Bild-Chef Reichelt (der nie mit AfD-Politikern Interviews führen würde, aus Angst vor blauen Flecken am rot-grünen Hemd) anlässlich von Merkels Peking-Besuch die Frage stellen: „China-Chef steht bei Merkel-Empfang in Peking einfach auf. War das so abgesprochen? Oder war das ein Eklat?“ Für den Eklat steht demnach der China-Premier, der sich bei der chinesischen Hymne natürlich erhob. Was also meint Bild? Dass beim Abspielen der Nationalhymne das neue Globalisten-Credo gilt: Sitzen ist das neue Stehen?

+++ Wer durch die Fußgängerzonen oder durch die Parks des Landes (außer Görlitzer Park, Berlin) läuft, könnte im 14. Merkeljahr verstärkt den Eindruck gewinnen, bei der mittleren Generation habe sich die Trend verfestigt: Die Schlauen gehen, die Deppen kommen.

Keine Sorge, beruhigt da ein Migrationsexperte von der OECD. Im Gegenteil, sagt er: „Zum Stichtag 2015/16 lebten mehr als 1,4 Millionen hoch qualifizierte Abwanderer im Ausland, gleichzeitig zählte Deutschland fast 2,6 Millionen hoch qualifizierte Zuwanderer, die im Ausland geboren sind.“ Hm. „Zum Stichtag 2015/16“ galt in unseren Medien als gesichert, dass die meisten Zuwanderer, wenn nicht alle, als Ingenieure, Mediziner, Rechtsanwälte, oder als wissbegierige Minderjährige „einreisten“. Es kamen, mit Teddybärchen begrüßt, quasi nur Akademiker und Singles mit Niveau. Sind diese medial-objektiven Beobachtungen in die OECD-Beobachtungen eingeflossen? Fragen über Fragen.

+++ Zahlen aus dem Olaf-Scholz-Ministerium: Trotz Fachkräftezuwanderung in Millionenhöhe und trotz maroder Brücken, Straßen und Schienen blieben seit sechs Jahren 7,8 Milliarden Euro für Instandsetzungsmaßnahmen ungenutzt. Ursache für den Investitionsstau seien ungenügende Planungs- und Genehmigungskapazitäten bei den Behörden vor Ort. Weil der Olaf quasi immer grinst, weiß man nicht, ob ihn dieser Zustand nun amüsiert. Denn schließlich heißt es im rot-grünen Handbuch der Staatszerstörung: In Behörden von Ländern und Gemeinden sollten eher Parteigänger versorgt, statt Fachleute eingestellt werden.

+++ Demoskopen, die sich zuletzt immer häufiger irrten, munkeln die SPD drei Punkte rauf. Wegen der Motto-Shows. Humor haben sie ja, die Demoskopen. Bei der SPD rechnen sie schon aufgeregt zusammen: plus 3 Punkte mal 23 Mottoshows macht 69%, plus die 14, die sie schon jetzt sicher haben, ergibt 83%. Nehmt das, Grüne!

2 comments

  1. Jans Jeck 7 September, 2019 at 13:07 Antworten

    Zufällige Lesefrucht im Vorbeigehen:
    “Merkel stützt Hongkong” (Badische Zeitung 07.09.2019)

    Erinnert mich irgendwie an Atlas, der den Globus auf seinen Schultern trägt.
    Und das auch noch im Sitzen. Dieses Wesen kann einfach alles.

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