Bei Dunja Hayali:
Habeck, das grüne Kanzlerchen

Misslungene Wahlkampfhilfe vom ZDF

Zuletzt schwächelten die Grünen ein wenig in den Umfragen, da wurde es höchste Zeit, dass das ZDF Wahlhilfe leistet. Aber das ging wohl schief, selbst das Saalpublikum schien not amused.

 

Oioioi, da ist wohl jemand auf Entzug. Jedenfalls stehen die überschaubaren 10% Marktanteil von Dunja Hayalis Werbesendung in keinem Verhältnis zu den Reaktionen auf die Dunja Hayalis Robert-und-Carola-Werbe-Show im Netz.

Die Besprechungen von Hayali waren bei TichysEinblick, der Welt, der FAZ und auch beim Spiegel (wo zuletzt wochenlang das Thema „Flachwitze“ die Hitliste anführte) jeweils Tagessieger mit Hunderten von Leserkommentaren. Deshalb sollen auch hier ein paar Zeilen dazu stehen. Die Sendung haben wir nicht gesehen – Carola Rackete, Robert Habeck und Dunja Hayali in einer „Runde“ ohne vorher ausgehandeltes Schmerzensgeld? No Way. Aber wir haben die Kritiken der anderen gelesen.

Der Welt-Autor bemerkte, dass selbst bei Carola Rackete, der Menschenfischerin, der Applaus „prompt, aber verhalten“ kommt. Stilistisch traurig, und passend zum Inhalt, der Spiegel-Autor, der lediglich beklagt, dass Hayali sich von der Uhr habe treiben lassen, anstatt der Carola viel mehr Zeit für ihre Weltrettungsphantasien zu geben. Nicht einmal, dass Rackete ein T-Shirt einer linksradikalen Umweltsekte trug, bemerkte der Rezensent, und die unfreiwillige Selbstmontage von Robert, dem Habeck, erst recht nicht.

TE-Kollege Alexander Wallasch hat da besser aufgepasst. So hat er mitgeschrieben, dass Robert Habeck (der „darf also leuchten wie eine Neonröhre auf dem hellen Ledersofa neben Dunya Hayali und drei Bürgern, die erstaunlicherweise anderer Meinung“ sind) tolle Ideen zur Rettung des Weltklimas in Petto hat: Habeck empfiehlt „den Bau einer S-Bahn zum Münchner Flughafen als Klima-Maßnahme“. Unseren Lesern, die nicht im S-Bahn-Bereich Münchens leben, sei gesagt, diese S-Bahn zum Flughafen gibt es bereits seit vielen, vielen Jahren. Vorbehaltlos wollen wir uns da Wallasch anschließen, wenn er schreibt: „Man dachte ja immer, Habecks Zweitvorsitzende Annalena Baerbock wäre von den beiden das schlichtere Gemüt, nachdem sie davon ausgeht, dass Strom sich im Netz speichern lasse wie Wasser im Rohr und es kleine Kobolde sind, die in Batterien für Energie sorgen.“ Man darf also nicht mehr sagen, Annalena sei das Blödchen der grünen Partei. Bei Annalena ist halt nur mehr Rattatata.

Für Frank Lübberding von der FAZ ist die Hayali-Sendung eine unverschämte „Wahlwerbesendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zugunsten der Grünen, und das wenige Wochen vor den bevorstehenden Landtagswahlen mit dem anschließend wohl unvermeidlichen Kollaps der Bundesregierung“. Und ja, „eine solche Konstellation bietet für einen potentiellen Bundeskanzler eine einzigartige Möglichkeit zur Profilierung“. Aber obwohl sich Habeck „habituell keine Blöße“ gab und „stilsicher im strahlend weißen Oberhemd“ auftrat, ging die Sache wohl gründlich schief, und der Zuseher konnte erleben, „wie ein potentieller Staatsmann zum überforderten Parteipolitiker mutiert“. Es reicht halt nur zum Kanzlerchen.

 

Demokratie wagen mit Heiko und Wolfgang

„Mehr Demokratie wagen (Willy Brandt)“ plakatiert die AfD in Brandenburg. Bloß nicht!, ruft da Heiko Maas aus der Twitter-Ferne. „Einfach widerlich“ findet der Heiko das. Das mit der Demokratie gelte schließlich nur für Linksradikale und Spezialdemokraten, das weiß er ganz genau, weil er schließlich in derselben Partei ist, in der früher mal der Willy war.

Über die AfD-Slogans „Wir sind das Volk“, „Vollende die Wende“ echauffiert sich ausgerechnet Wolfgang Thierse: Die „Gleichsetzung der Bundesrepublik von heute mit der DDR von damals ist eine unglaubliche Verharmlosung der DDR.“

Ausgerechnet SPD-Thierse, dessen Partei mit der SED (heute „Linke“) in vielen Parlamenten wieder kreuzbrav koaliert!

 

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wird häufig gelesen