Merkel sitzt*, Mülheim schwitzt.
Plus: Tag 11 der SPD-Chefsuche

Donnerstag der Demokratie

Das Gute zuerst: Nasse 5 Grad im Juli nachts in Berlin. Da sag noch einer, Klimakinder und Regentänze würden nicht helfen gegen den Klimawandel...

 

Sie tanzen und sie winden sich, sie drehen und verrenken sich wie bei einer Zigeunerhochzeit, die politisch „Verantwortlichen“ in Mülheim. Ein Stadtsprecher sagte, man wolle ausloten, ob die Freizügigkeit der Familien der fünf Verdächtigen, die eine geistig Behinderte vergewaltigten, eingeschränkt werden könne. Die Strolche haben anscheinend einen bulgarischen Pass und sprechen türkisch und so weiter. Jedenfalls würden sie damit zur Europäischen Union gehören, und da kann Mülheim prüfen, was es prüfen will.

Doch, doch, behauptet der Sprecher, nach EU-Recht sei eine Rückführung aus Deutschland im Grundsatz möglich, wenn „jemand keine Arbeit hat, keine Arbeit sucht und auch nicht nachweisen kann, dass er eine sucht“. Nachweisen, dass er/sie/es eine Arbeit sucht? Nichts leichter als das! Schlepper- und Kindergeldmafia haben doch für solche Fälle extra Schein- und Transportfirmen gegründet.

Zu dem Schlammassel, den uns unsere EU-Jecken und ihre bundesdeutschen Helfer angerichtet haben, passt auch das Urteil des Berliner Verge... äh... waltungsgericht:
Die Bundesregierung ist verpflichtet, Angehörige von IS-Kämpfern nach Deutschland zurückzuholen, frohlockt die Süddeutsche. IS-Kämpfer? An anderer Stelle ist noch verharmlosender von „IS-Angehörigen“ die Rede. Mörder und Terroristen wäre wohl die korrekte Bezeichnung, aber das klingt nicht so nach wohlverdienter Flüchtlings-Familienzusammenführung...

Tag 11 der SPD-Chefsuche
Aufmerksame Leser unserer Seite wissen, dass wir auch Ralf Stegner wiederholt aufgefordert haben, für den SPD-Chefsessel zu kandidieren. Bislang fehlte ihm allerdings eine Frau an seiner Seite (SPD-Chef sollte ab sofort ein Pärchen werden), Gesine Schwan hatte bereits Kevin Kühnert als ihren Traumprinzen genannt.

Nun böte sich, wie so oft angeregt durch einen völlig anderen Zusammenhang, eine Lösung für Ralf an: Die SPD-Schiedskommission eines Berliner Stadtbezirks entschied auf Betreiben von Generalsekretär Klingbeil, Thilo Sarrazin möge aus der Partei ausgeschlossen werden.

Und wen hören wir als erstes? Ralf Stegner und ein: „Gut so!“ Und wen hören wir als zweites? Johannes Kahrs mit dem seiner Glaubensrichtung geschuldeten politisch überkorrekten „ ...und das ist auch gut so“. (Alles klar?) Vielleicht sollten die zwei nun auch gemeinsam versuchen, die höchsten Höhen der Partei zu erreichen.

Übrigens: Lars Klingbeil hat zwar SPD studiert, aber so richtig verstanden hat er das Parteiengesetz nicht. Denn nun geht der Tanz erst richtig los, wie der Anwalt Sarrazins ankündigte: Nun folgen sechs weitere Instanzen und „viele weitere Jahre der Auseinandersetzung“. „Solange bleibt Dr. Sarrazin weiter waches und aufmerksames Mitglied der SPD.“ Ja, Lars, das haben wir auch als Drohung verstanden...

Westfernsehen
Kein Wunder, dass für Hans-Georg Maaßen angesichts unserer Journos „die NZZ so etwas wie ,Westfernsehen’“ ist. Uiuiui, da sprang die Welt-Redaktion aber hoch, suchte und fand schließlich Hilfe: Für seinen implizierten Vergleich der BRD-Presse mit der Täterää „erntete der 56-Jährige überwiegend Kritik, und zwar umgehend“. Und dann werden doch tatsächlich der zum Religionsexperten deregulierte Volker Beck und Twittergreis Ruprecht Polenz als Kronzeugen der Verteidigung angeschleppt.

Hymne im Sitzen
Na wenigstens werden jetzt Tests durchgeführt, wenn auch nicht wissenschaftlich korrekt. Zunächst musste die Patientin die Nationalhymne sitzend überstehen, und, siehe da, sie zitterte nicht. Damit ist nationale Symbolik im Umfeld der Patientin nicht alleinverantwortlich für Merkels Anfälle. Um diese Ursache komplett auszuschließen, hätte allerdings die erste Strophe im Sitzen, die zweite dann im Stehen überstanden werden müssen. Danach umgekehrt.

*Das Symbolfoto steht natürlich nicht für Dr. Angela Merkel! Es hat uns nur gut gefallen.

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