„Wenn es keine Evidenz gibt,
heißt das nicht, dass etwas nicht wirkt“

Corona-Logik einer Süddeutschen • Gesundheitsminister verhaftet

Es ist ja nicht so, dass die Berliner Polizei ihre Pappenheimer nicht kennt, auch der heutige Todesfahrer ist da keine Ausnahme. 29-jähriger Armenier, „polizeibekannt“, der mindestens acht Jahre hier gelebt haben müsste, sonst hätte er nicht auch noch einen deutschen Pass, außer in Berlin wird da nicht groß geguckt.

Die Opfer des („wirren“; Presse) Mörders: Mehrere zum Teil schwer Verletzte. Eine Lehrerin, die mit einer zehnten Klasse aus dem nordhessischen Bad Arolsen Berlin besuchte, starb.

Wir wollen da wieder einmal den Kommentarregeln der Welt zu folgen – „Verzichten Sie bitte auf Beleidigungen, Spekulationen und Generalisierungen“ – wenigstens die Gedanken sind frei.

 

Corona in Absurdistan

Es klingt wie eine Meldung aus dem hiesigen Absurdistan: Rund 2,5 Millionen Corona-Impfdosen hatte der Gesundheitsminister für rund 19 Millionen US-Dollar gekauft – obwohl kein Bedarf bestand. Mehr als 240.000 Dosen seien bereits verfallen. Der Gesundheitsminister ist festgenommen worden. Aber nein, es handelt sich nicht um Absurdistan, sondern um Kirgisistan.

 

Leser und Macher der Süddeutschen Zeitung gehören eher nicht zum Team Freigang, was Corona betrifft. Der Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt ist der Doktor Drosten ans Herz gewachsen, und seit der bei der Maßnahmen-Evaluierung nicht mitmacht, kann bei der Überprüfung vom Sinn und Unsinn des „Hin und Her“, des „Auf und Zu“, des „Spritz oder stirb“ nicht viel herauskommen.

Offenbar hat Christina durch einen „Entwurf“ blättern können, und der „wirkt extrem voreingenommen“, das haben ihr „mehrere Virologen“ (wir tippen auf Drosten und Melanie Brinkmann) geflüstert, die sich das Papier „für die SZ angesehen“ haben. Die SZ-Virologen finden „Auswahl und Kommentierung der wissenschaftlichen Literatur „einseitig, negative Folgen werden überbetont, wichtige Aspekte weggelassen“.

Da fragt man sich, wo diese „einseitigen“ Wissenschaftler bisher in der Mainstreampresse zu Wort kamen, bei der SZ wohl nicht. Jedenfalls scheint Christina Berndt felsenfest davon überzeugt, dass Lockdowns, Impfkampagnen und Maskenpflicht die Welt irgendwie gerettet haben, auch wenn die Maßnahmen-Evaluierungen zum gegenteiligen Ergebnis kommen. Denn, so klagt sie schon im Vorfeld:

„Am Ende wird der Bericht wohl nur benutzt werden, um Narrative fortzuführen, wonach die Maßnahmen sinnlos gewesen seien. Dabei gibt es für viele Maßnahmen gute Evidenz.“

Noch besser ist dieser dann folgende Glaubenssatz: „Und wenn es keine Evidenz gibt, heißt das nicht, dass etwas nicht wirkt.“ Süddeutsche Logik auf Twitter.

 

Achtung: Warnhinweis für SN-Leser, die von Dr. Angela Merkel nichts mehr hören und sehen wollen: Etwas später folgt hier: Sie ist wieder da. Merkels TV-Interview.

 

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