Lanz und die Frage:
Wer ist Annalena Baerbock?

Habeck bei Lanz, NRW-Unwetter und das Totalversagen des WDR

Für die Linksideologen der Süddeutschen machte „Lanz keinen Stich gegen Habeck“. Was für ein wirrer Satz. Lanz macht nur Stiche gegen die AfD, oder gegen CDU-Abweichler, das ist sein Job, einen Grünen hingegen leitet er durchs Programm.

Bevor in NRW die Dämme brachen, waren die Themen im Zusammenhang mit den Grünen Geldmauscheleien, Lebenslaufkosmetik und Inhalteklau, also Dummheit und Dreistigkeit im Dienst, aber, obwohl „wir sie permanent anfragen“, mochte die Fachfrau Annalena Baerbock einfach nicht in die Sendung kommen.

Dafür kam Robert. Und es steht zu befürchten, dass manch Fernsehzuschauerin dem österreichischen Infektiologen Peter Kremsner (Uni Tübingen) zustimmen könnte, der locker vom Hocker in die Runde sagte, da sitze der nächste deutsche Kanzler. Gut, der Ösi kennt unsere Grünen und ihren Weiberwahn nicht, aber wenn die Geld- und Ämtergier obsiegt, und Annalena sich mit dem Außenministerium zufrieden gäbe, dann würde sich Armin Laschet warm anziehen müssen.

Für Habeck hätte es nicht besser laufen können. Irgendwelche Strippenzieher hatten Plappermaul Annalena ins Rennen geschickt, die dann schneller als der legendäre Martin Schulz über ihre eigenen Füße und Fähigkeiten stolperte. Jetzt Contenance bewahren, nur nicht nachtreten! Alle Grünen gucken zu.

Annalena sei „von Leidenschaft durchdrungen“, aber Bücher schreiben sei nun mal ein Handwerk, nein, Hochstapelei sei zu hoch gegriffen. Man dürfe aber „keinen Scheiß erzählen“, wie das Team Baerbock während der täglich neuen Enthüllungen. Das alles tiefenentspannt vorgetragen, dazu lächeln, lächeln, lächeln. Das ist TV-Rhetorik vom feinsten. Lanz arbeitet sich durch seine Zettel bis zur berühmten Szene, in der Annalena den Robert höhnisch als Kühemelker (Habeck: Bauer ist ein ehrenwerter Beruf) diffamiert, um sich zu erhöhen („ich komme ja aus dem Völkerrecht“). Habeck lächelt süßsauer – vom Völkerrecht kommt Annalena ja nun nicht.

„Sodass die Frage jetzt im Raum steht: Wer ist eigentlich diese Frau?“, philosophiert Lanz in den Himmel. Aber Himmel und Habeck wissen das auch nicht. Das Team Baerbock setzt nun seine letzte Hoffnung in die Hochwasserkatastrophe. Soeben teilten die Grünen mit, „dass Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock“ ihren Urlaub abbreche.

Dazu Habeck auf Twitter:

„Jetzt ist die Stunde der Retter und nicht die Stunde von Politikern, die dort nur im Weg rumstehen, und so einer wäre ich.“

Das Spiel ist noch nicht vorbei.

 

Grüne Hoffnung

Die Unwetter-Katastrophe mit bis zu 100 Opfern, so scheints, kommt manchen in der Politik gerade recht. Selbst im fernen Washington wehklagt Dr. Angela Merkel „Ich trauere um die, die in dieser Katastrophe ihr Leben verloren haben“. Das sind Opfer nach ihrem Gusto. Anders als die von fahrlässig ins Land gelassenen Migranten Gemeuchelten.

Die fast gelernte Pfarrerin Göring-Eckardt predigt schon in den TV-Sendern aus ihrem Programm „Unwetter sind Auswirkungen des Klimawandels“ und jetzt kommen wieder alle Grünen aus dem Käse und weiter geht die Klima-Polonäse aus Blankenese (Luisa!) bis hinter Wuppertal. Die Vereinten Nationen, obwohl ganz weit weg, sehen die Hochwasser-Katastrophe im Westen Deutschlands als Folge des fortschreitenden Klimawandels. Damit verbietet sich dann jede Diskussion. Außerdem sind sachliche Informationen derzeit kaum zu bekommen. Der Medienschwerpunkt liegt noch auf Politikern, die das Katastrophengebiet besuchen oder von anderswo ihre Analysen feilbieten.

 

Armin Laschet, panisch, seinen Vorsprung in den Umfragen durch den Regen zu verlieren, fordert und verspricht mehr Tempo beim Klimaschutz. Dabei haut die EU gerade eine Billion in den CO2-Himmel. Die Spirale des Irrsinns bohrt sich gnadenlos weiter in die Gehirne der Medienjunkies. Klaus Cleber, oder Claus Kleber?, Chefklimatologe des Zett De Eff, verbreitet dazu sogar eine kleine Animation, die ein Grüner begeistert auf Twitter teilt. Passt übrigens zu jedem Wetter. Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Derweil muss eine Hundertschaft vor Plünderern schützen – das ist mal wirklich neu. Hochwasser kannten wir schon.

Staatsfunk lässt Follower im Regen stehen. Und noch eine erste Erkenntnis nach der Unwetter-Katastrophe: „Der WDR war beinahe ein Totalausfall. Beinahe, weil man auf der Website einen einsamen Text-Ticker aktualisiert. Und Twitter wurde irgendwann aktualisiert. Im laufenden Programm, egal ob Fernsehen oder Radio, gab es aber Dienst nach Vorschrift“ (DWLD-Medienmagazin). Der WDR-„Newsroom“-Chef dazu lakonisch wie eine Annalena Baerbock: „Hinterher ist man immer klüger.“

Der zwangsfinanzierte Rotfunk bei der Arbeit. Kann eigentlich weg.

 

All unseren Lesern (und natürlich nicht nur denen) in NRW wünschen wir, dass sie nicht zu Schaden gekommen sind. Glück auf.

6 comments

  1. Ludwig 15 Juli, 2021 at 20:30 Antworten

    Also das mit den Plünderern interessiert mich schon. Elbe 2002 und 2013 bzw Oder 2002 – da hat es sowas noch nicht gegeben. Nebenschau auf Danisch Richtung Südafrika irgendwie richtig?

  2. Krufi 15 Juli, 2021 at 20:47 Antworten

    Die Unwetter kommen für die Grünen gerade zum richtigen Zeitpunkt. Das Pferd Corona ist tot, da immer mehr Ungereimtheiten und Lügen ans Tageslicht kommen (z.B. Dokumentation gestern in Servus TV!). Jetzt muss es das Klima richten, denn da tut man sich als Normalbürger mit nachprüfbaren Fakten schon schwerer. Bei Corona sah man ja überall die Leichenberge, Tag und Nacht hörte man das Sirenengeheul der Krankenwagen, die Pfarrer und die Bestattungsunternehmen brachen unter der Last der Toten (Überstunden!!) zusammen. Normalität bei einer sehr tödlichen Pandemie! Wer jetzt hier eine gewisse Ironie erkennt, Gratulation. Zurück zu den Unwettern. Übrigens, es ist sehr interessant in manchen verschiedenen Städten die Hochwassermarken zu betrachten. Kann man auch im Internet finden, und dann mal darüber nachdenken.

    „Jetzt ist die Stunde der Retter und nicht die Stunde von Politikern, die dort nur im Weg rumstehen, und so einer wäre ich“. So wird das nichts, Herr Habeck. Er sollte sich ein Beispiel an Herrn Schröder nehmen!

    „ Derweil muss eine Hundertschaft vor Plünderern schützen – das ist mal wirklich neu.“ Ich wage mal eine Prognose: das wird noch „Normalzustand“ werden, auch ohne Hochwasser. Man muss nur nach Amerika und Südafrika schauen.

  3. Emmanuel Precht 15 Juli, 2021 at 22:03 Antworten

    Wenn der Klebernde Claus mit (pa·tho·lo·gisch?) geneigtem Kopf anmoderiert, kann ich gar nicht so schnell die Auffanggefäße unter dem Fernseher wechseln, wie der Pathos aus dem Bildschirm quillt. Deswegen, besser rechtzeitig wegzappen. Wohlan…

  4. Simone Büdeler 15 Juli, 2021 at 23:15 Antworten

    Lanz, früher Tratorenhersteller, Bauer Habeck ohne die Magd, für Bäuerin fehlt ihr leider viel, so gut war die Landwirtschaft selten vertreten. Das Ergebnis der Runde, sie ahnen es: Mist.

  5. 89 erlebt Horst Schlömmer 16 Juli, 2021 at 08:33 Antworten

    und Lieschen & Michel werden bis September mit den Folgen der “Klima Katastrophe” bombardiert, bei Zahlung von 17,50 vom Netto für den monatlichen Beschu(i)ss.
    Starkregen in einem Mittelgebirge, das zudem in den Abflusstälern zubetoniert und versiegelt ist – kein Argument. All die betonierten Schneisen in diesen und anderen Mittelgebirgen für die Mega Wind Räder – egal. Jetzt heißt es die Klima Katastrophe zu bespielen. Letztes Jahr war es der ausgebliebene Regen, aber der machte zu wenig “schlimme Bilder”.
    Lieschen & Michel werden es wohlwollend verdauen und schwarz-grün wählen. Die Armuts-Katastrophe kommt dann später, nach der gescheiterten Welt Klima Rettung.

  6. Hotte Schlag 16 Juli, 2021 at 09:00 Antworten

    Plünderer in NRW, ganz neu?
    In manchen Bereichen dort, wird schon länger alles geklaut, was nicht wertlos, nicht versperrt und bewacht ist.Jetzt gibt es was zu holen,viele Häuser laden ein,Weihnachten für diese Leute,obwohl die feiern andere Feste. Darüber wird der WDR nicht berichten, ausser es wären Kartoffeln am Werk.

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