Das Greta-Paradoxon

Nach der Wahl ist vor…

„Die grauen Nebel hat das Licht durchdrungen“ und wir sehen wieder klarer. Viel Gerede und Geschreibe um die EU-Wahl, aber wer hat’s gemerkt? Eigentlich ist überhaupt nichts passiert. Nada, nix, niente. Alles wie früher, als die SPD auf 35% kam, die Union auf 39%. Als die Regierung dann davon abhing, mit wem die FDP ins politische Bett ging.

 

Und heute? Die Grünen kommen auf 20%, die popelige Verwandtschaft SPD auf 15%. Macht zusammen 35%. Die Union schafft 28%, plus 11% von der AfD (nicht nur Gauland ist ein Abtrünniger und enttäuschter CDU-Mann) – und wieder kommen wir auf 39%. Wie früher. Nur bei möglichen Koalitionen, da hat sich viel verändert. Die Roten und Grünen haben kein Problem damit, die Genossen, die aus dem Real Existierenden Sozialismus kamen (SED/PDS/Linke), in ihre Machtspielchen zu integrieren. Die einzigen, die Zeichen der Zeit noch nicht begriffen haben, zu Hauf in Merkels CDU, werden ihren Teil der Anpassung noch vollziehen müssen – Sachsen is Coming.

Ebenfalls neu: Die kollektive Medienhysterie. Als wären die Grünen eine Boyband und die Journos alle bei der Bravo. Am Tag vor der Wahl droht Bild seinen Lesern mit einer Sommerkatastrophe, prophezeit in USA. Spiegel, SZ, FAZ, taz, Funke, Burda und Springer können jedenfalls mit Recht behaupten: Wir haben die Europa-Wahl in Deutschland gewonnen. (Über kurz oder lang wird auch hier ein Verlag aus der Medien-Sterbegemeinschaft austreten und wieder Produkte für die Leser/Zuschauer machen müssen.)

Das Greta-Paradoxon

Ganz anders in den anderen EU-Ländern. Hier stürzen die Sozialisten ebenfalls ab, wenn sie sich nicht radikal geändert haben (siehe Dänemark) – bei den Niederländern springen die Genossen schon im Quadrat, wenn sie 18% schaffen. Die Grünen können anderswo froh sein, wenn sie auf EU-weit 10% kommen. In Gretas Vaterland Schweden liegen sie deutlich darunter – und verloren bei der EU-Wahl!

 

+++ Viele Berliner konnten sich nach dem Blick auf die diversen Wahlplakate nicht entscheiden: Welche ist jetzt nochmal die Witzpartei? Am Ende bekam „die Partei“ 15% – mehr als die FDP, obwohl die auch bestimmt lustig ist.

 

A Kurz-G’schicht‘.

+++ Leserin M.S. aus der Oberpfalz fragt, wohl in der Annahme, dass wir alles wissen: „Können Sie mir als Ihrer Leserin erklären, wieso Kurz gehen muss? Was kann der für das Strache-Video??“

Hmm. Zunächst muss er gehen, weil er ein Misstrauensvotum nicht überstanden hat. Die SPÖ zieht es vor, im Wahlkampf bis September nicht gegen den amtierenden Kanzler kämpfen zu müssen, sondern gegen einen gestürzten Kurz. Die FPÖ wiederum dürfte eine Stinkwut auf Kurz haben, der sich nach dem Strache-Video nicht damit zufrieden gab, dass der Vize-Kanzler ging, sondern alle FPÖ-Minister feuerte. Damit dürfte Österreich mit Sicherheit ein heißer Sommer bevorstehen, ganz egal, was die Klima-Göttin Greta und ihre angeschlossenen Institute noch so vorhersagen.

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