Es wird geschulzt
auf Teufel komm’ raus

Auch Du, Grindel?

Guten Abend zu den SPAET-Nachrichten am 1. April. Es war gar nicht so leicht herauszufinden, welche Geschichte unserer phantasievollen Pressbengels wohl die 1.-April-Story sein könnte, mit der sie uns verladen wollen. Aber dann sind wir schließlich doch drauf gekommen...

Um es gleich vorweg zu sagen, „Japan wird zum Einwanderungsland“ (Welt) ist es nicht, genauso wenig wie diese hier: „Wählerpotential der Grünen fast so groß wie das der Union“ (ebenfalls Welt). Bei „Deutschland brachte 2018 sechs Migranten nach Griechenland zurück“ (nochmal Welt) gerieten wir kurz ins Schleudern. Sollten wirklich 6 (in Worten s e c h s) Migranten hartherzig weggebracht worden sein? Vielleicht ganz heimlich? Andererseits ist Horst Innenminister, und der ist ja ein scharfer Hund. Ähnlich unsicher waren wir zunächst bei „Organspendemythen. Die Geräte werden nicht schneller abgeschaltet“ (Bild) – aber der Jensemann (Spahn) würde niemals lügen, nicht für einen guten Zweck und auf jeden Fall nie am 1. April.

Nein, nein, es muss die Geschichte sein, die vom Präsidenten des Deutschen Fußballbundes, einem gewissen Grindel, handelt. Der soll laut Spiegel heimlich 78.000 Euro als Aufsichtsrat einer DFB-Tochter kassiert und gleichzeitig aber auch 7.200 Euro monatlich „Verdienstausfall“ eingestrichen haben. Klingt verdächtig nach Sitzungsgelder am Heiligen Abend kassieren, oder? So weit so unglaubwürdig. Aber es geht noch weiter: Wenn Grindel freiwillig und still und leise auf seine Wiederwahl als DFB-Präsident verzichtet, würde er im Gegenzug seine Posten bei der Uefa und bei der Fifa behalten, wo er jährlich etwa 500.000 Euro einstreicht. Im Klartext: Er schulzt bei den Abrechnungen, und wenn er kein Theater macht, weil er aufgeflogen ist, kann er als Dank andere Jobs in dem Fußballgewusel, wo er geschulzt hat, behalten und kassiert weiterhin eine halbe Million Euro? Nä, Freunde, netter Versuch, aber da fallen wir nicht drauf rein, oder? So tief sind nicht mal unsere „Eliten“ gesunken.

 Übrigens...

... wäre die Story von Oskar Helmerich aus Thüringen heute erst erschienen, wäre das auch ein heißer Kandidat für den Aprilscherz gewesen. Oskar trat aus der AfD aus und wechselte – zur SPD! Der Witz wäre ja schon gut genug, aber was macht Oskar als nächstes? Er lädt seinen neuen Parteifreund Sarrazin zu einer SPD-Wahlkampfveranstaltung. Der ist nun wirklich gut! Schade, das wär’s gewesen. Heute lief nur, dass Johannes Kahrs – in Parteikreisen „der schöne Johannes“ genannt, seit er festlegte, alle AfDler seien hässlich – habe einen Pflaumensturz erlitten und gerufen „Sarrazin ist rechtsradikal“, „die AfD ist rechtsradikal“, „alle sind rechtsradikal (außer Mutti)!“

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