„Autsch, ist missglückt“

Danny Hollek und die Nazisau

Während immer mehr Alte im besten Deutschland, das wir je hatten, betteln müssen und auf die Hilfe von „Tafeln“ angewiesen sind, dachte sich der Staatsfunk, wir machen mal was Lustiges zum Thema. Das ging gründlich schief.

Mit alten Menschen kann der 24-jährige Antifant Danny Hollek aus dem Raum Dortmund nicht viel anfangen. Von seinen Großeltern lebt wohl nur noch eine „schusselige Oma mit 95 Jahren und dem Gedächtnis einer Eintagsfliege“ (Holleks Twittereintrag), so dass er von der Seite nicht mal mehr anständige Weihnachtsgeschenke erwarten kann, und die paar „Omas gegen Rechts“ reißen es da auch nicht mehr raus. Dass er nun seine zukünftige Karriere ausgerechnet den Alten verdanken dürfte, muss ihm wie eine Ironie des Schicksals vorkommen.

Am Samstag, den 28. Dezember sah sich der junge Linksextremist wohl in der Pflicht, seinem Haussender WDR, für den er gelegentlich Beiträge gegen Rechts verfassen darf, zur Seite zu springen. Der Sender war wegen der Verballhornung des Liedes von der Oma, die im Hühnerstall Motorrad fährt, in einen veritablen Shitstorm geraten. Mehr als 15.000 wütende Bürger hatten allein auf der Facebook-Seite von WDR 2 – der Rotfunk ließ einen Kinderchor die Oma an sich als „Umweltsau“ beschimpfen – wütend gegen die Denunziation protestiert.

Haltungsjournalist Danny Hollek ist nun grundsätzlich in der Klimafrage nicht übersensibilisiert, so dass er stattdessen sein Lieblingsthema in die Debatte einführte:
„Eure Oma war keine Umweltsau. Stimmt. Sondern eine Nazisau.“ Mit dem gewünschten Erfolg. „Ich beschäftige halb Deutschland Samstag Nachmittags. Man nennt mich auch König Fußball.“ (Der kleine Danny auf Twitter 28.12.19)

Und er fühlte sich wie gewohnt pudelwohl bei der „Wirsindmehr“-Fraktion. „Wie konnte ich nur Nazisau schreiben“ höhnte er kurz darauf. Und „Rechte Hetzer überschätzen die Wirkmacht ihres Hasses. Die einen sagen so, die anderen so. Ich werd heute auf jeden Fall einen sehr schönen Tag haben.“ Vorsichtshalber drückte er allerdings noch schnell auf die für solche Fälle vorgesehene Tränendrüse, denn noch gilt die verfolgte Unschuld im Land mehr als die Verfolger: „Ich kriege gerade im Sekundentakt Mordrohungen. Weil ich genau niemanden namentlich oder persönlich als Nazisau bezeichnet habe. Damit ist auch alles gesagt.“ Ob er nun im Sekundentakt oder überhaupt bedroht wurde – nachdem er Zeit gefunden hatte, über seinen Nonsens nachzudenken, vernahmen seine Follower plötzlich moderate Töne:

Am Sonntag folgte eine „Klarstellung in eigener Sache: Mir lag es fern eine ganze Generation oder gar eine bestimmte Bevölkerungsgruppe zu beleidigen. Falls dieser Eindruck entstanden sein sollte, möchte ich mich bei berechtigten Kritikern entschuldigen.“ Und der Danny hörte gar nicht mehr auf: „Ich hatte nicht die Absicht jemanden persönlich zu beleidigen. Meine Absicht war eine sarkastische Bemerkung zum Thema Umweltsau. Das war unüberlegt. Mir hätte bewusst sein müssen, dass Twitter kein geeigneter Ort für Sarkasmus ist.“

Hier dürfte allerdings nicht verspätete Einsicht eine Rolle gespielt haben, sondern die Angst um seine Zukunft beim WDR, dem Paradies auf Erden für Haltungsjournos schlechthin. Denn WDR-Chef Tom Buhrow, der in wenigen Tagen ARD-Chef wird, hatte noch aus dem Krankenhaus, in dem er seinen alten Vater besuchte (Besser geht’s nicht!), verlauten lassen, das Umweltsau-Lied sei unter aller Kanone. Buhrow: „Autsch, ist missglückt.“

Man ist gerade sehr nervös beim Staatsfunk, seit sich Methoden des zivilen Ungehorsams herumgesprochen haben, die das GEZ-System zum Einsturz bringen könnten. Abgesehen davon, dass es sich bei den Alten „um die treueste Hörergruppe“ des WDR-Radios handelt. Weshalb auch „der künstlerische Gesamtleiter“ des „Umweltsau“-Liedprojekts, Zeljo Davutovic, eilends versprach, man werde auch in Zukunft mit dem Kinderchor „zahlreiche Auftritte in Seniorenheimen“ absolvieren.

Aber bevor nun Antifant Danny auch noch freiwillig alten Damen über die Straße hilft, sprang ihm ein Mann bei, der sich anscheinend überall gebraucht fühlt: Journalistenfunktionär Frank Überall. „Sowohl der WDR, für den der Kollege arbeitet, als auch die Sicherheitsbehörden sind aufgefordert, Danny Hollek zu schützen“, verlangt der Frank vom DJV. Auch der WDR sprang dem kleinen Danny, der schon 2010 nach dem Überfall linksextremer Schläger auf einen Vater und seinen 8-jährigen Sohn in Dortmund zu den Verdächtigen zählte, bei, so dass der wieder Oberwasser bekam: „Explizit möchte ich aber ebenso deutlich jene von dieser Entschuldigung ausschließen, die mich seit gestern mit Gewalt- und Todesdrohungen überhäufen.“

Seine Zukunftssorgen jedenfalls dürften verflogen sein, nicht nur weil Staatsfunk-Komiker und Spiegel-Agitatoren (m/w/d) ihm beisprangen. Auch die neue Chefin des Medienkonzerns SPD, dessen Einfluss auch beim WDR unübersehbar und unüberhörbar ist, fühlte sich zur Stellungnahme bemußt:

„Was darf Satire?“, fragte die von Kenntnis dieses Sujets offensichtlich unberührte Saskia Esken. „Mich beunruhigt das, wenn Journalisten, Medienschaffende, Künstler in diesem Land keine Rückendeckung haben, weil Verantwortliche einem Shitstorm nicht standhalten. Mich beunruhigt das sehr.“

Nicht ganz aus dem Zusammenhang gerissen, passt da zum Abschluss das Zitat von FDP-Kubicki: „Ich bin sicher, dass beide das nächste halbe Jahr als SPD-Chefs nicht überleben werden.“ Top, die Wette gilt.

 

 

11 comments

  1. Bettina 30 Dezember, 2019 at 20:32 Antworten

    Das Gute ist, dass dieser Schwachkopf noch in der Hölle der neuen Umma schmoren wird, wenn ich längst in einem anderen Aggregatzustand verbringe.

  2. Emmanuel Precht 30 Dezember, 2019 at 21:54 Antworten

    Vorhin lief im Propaganda-Kanal “Aktuelle Stunde” (Kamera?) WDR3 die Gegenoffensive des WDR. Im Bericht sah man im Hintergrund den Opferkindinnenchor singen und hörte dazu deutlich das Oma-Motorrad-Hühnerstall-Lied. Die Lippenbewegungen der Sangesdarbietinnen passte in keinster Weise zum Text. Der WDR hat sich entschuldigt? Lächerlich! Selbst dabei wird noch dreist gelogen was das Zeug hält. Hier wäre die nächste Entschuldigung wegen Volksverhöhnung angebracht. Wohlan…

  3. Tobi K. 30 Dezember, 2019 at 22:01 Antworten

    Man muss Chef-Propagandist Buhrow, Mini-Antifant Hollek und allen anderen aus der Böhmermann-Kategorie, die jetzt wie gewohnt ins Verteidigungs- und Angriffshorn gleichzeitig blasen, eigentlich dankbar sein. Besser kann man die Hosen für eine breite Öffentlichkeit nicht runterlassen. Und besonders die “Alten” werden ganz genau hingehört und hingesehen haben. Das war der erste richtige fette Sargnagel in den öffentlich-rechtlichen Saustall.

    Übrigens, solche Meldungen wie “Ich hab die Einzugsermächtigung widerrufen.” und “Ich zahle nur noch, wie ich gerade lustig bin.” haben seit zwei Tagen enorm zugenommen. Ich vergesse ja schon seit einiger Zeit meine Zahlungen. Ich leide an GEZ-Demenz.

  4. Frank Danton 31 Dezember, 2019 at 08:15 Antworten

    Eine prächtige Kausa, dieses Lied und der Sender dazu. Wäre man Wasser man könnte angesichts soviel infantilem Gezappels gar nichts anderes machen als gefrieren. Es scheint noch eine unendeckte Form des ADHS zu geben, das in jedem Alter gnadenlos die Hirne befällt.
    Andererseits muß man aber auch anerkennen wo dieses Schauspiel gerade stattfindet, nämlich in Köln! Eine Stadt die man mit den Begriffen Blackföß, BAP und Allaf charakterisieren kann. In so einem humoristischen Hochdruckgebiet ist die Bezeichnung Sau oft liebevoll gemeint. Und man kann sicher sein das in der Karnevalszeit, in den vielen kölner Kneipen genau dieses modifizierte Liedchen eine Renaissance erlebt.

  5. Michael 31 Dezember, 2019 at 09:20 Antworten

    Das zeigt auch wieder die ganze blinde Hetze von links. Denn die Omas der Kinder, die da gesungen haben, waren zu Zeiten des zweiten Weltkrieges höchstens gerade geboren, wenn überhaupt. Wie kann man sie da überhaupt für die Zeit damals verantwortlich machen? Nachdenken ist ja definitiv nicht der Linken Ding und mit Zahlen haben sie es ja auch wohl nicht so. Es ist eine Schande, dass wir mit unseren Zwangsgebühren solche Leute noch finanzieren müssen.

    Kann man nur hoffen, dass die Krankheit von Dannys Oma vererblich ist und dass er ein langes, langes Leben haben wird – erste Anzeichen scheine ich da aber schon zu erkennen.

  6. Paula 31 Dezember, 2019 at 10:18 Antworten

    Primitiver, respektloser, abwertender (Jung gegen Alt) geht es eigentlich nicht mehr. Oder doch?

    Ansonsten:
    “Guten Rutsch in die 20er Herr Paetow!” 🍾🍀😁
    Bleiben Sie gesund und bereichern Sie uns weiterhin mit ihren treffenden, humorvollen Berichten über diesen Irrsinn, diesen Selbsthass einer Minderheit, der sich in unserem Land 🇩🇪 breit macht, wie die Mehltaupolitik der GroKo. Denn: Alles hat mit allem zu tun. Bestimmt auch, dass die Medien Merkel zur beliebtesten Politikern küren – wollen.
    Was wiederum bedeutet, dass die Deutschen NICHT regiert, sondern weiterhin nur verwaltet werden wollen. In diesem Sinne: Das Jahr 2020 wird verheissungsvoll!

  7. Georg Kraut 31 Dezember, 2019 at 10:21 Antworten

    …. solche Meldungen wie “Ich hab die Einzugsermächtigung widerrufen.” und “Ich zahle nur noch, wie ich gerade lustig bin.” haben seit zwei Tagen enorm zugenommen.

    Tja… das ist wohl so. Aber Worte und Taten sind nicht immer deckungsgleich. 🙂
    Im Zweifel werden die öffentlich-rechtlichen Medien ihren stets zunehmenden Gebührenappetit dann einfach damit begründen, dass sich die Kosten für die Eintreibung der Zwansgbebühren dramatisch erhöht haben. 🙂

    • Tobi K. 31 Dezember, 2019 at 18:53 Antworten

      Aber wer zahlt denn heute überhaupt noch GEZ? Migranten sind ausgenommen, Hartz4-Bezieher sind ausgenommen, Minijobber sind ausgenommen, Rentner mit Grundsicherung sind ausgenommen, Studenten sind ausgenommen, …. Und je mehr dieser Staat die Wirtschaft ruiniert und Arbeitslose schafft, umso mehr werden von der Zwangabgabe in Zukunft befreit sein. Das System Staatsfunk wird auch so eines Tages kollabieren. Wir können (und müssen) es nur beschleunigen 😉

  8. Elmar 31 Dezember, 2019 at 19:16 Antworten

    Für diesen Abschaum aus der Umgebung von Dortmund will der WDR noch mehr Geld haben. Man sollte am besten nicht darüber nachdenken, wenn man an seiner Gesundheit interessiert ist.

  9. Plebs 2 Januar, 2020 at 19:01 Antworten

    Der Journalist Gunnar Schupelius bekam die Tage (von den üblichen Verdächtigen) sein Auto abgefackelt. Man stelle sich vor das wäre einem gewissen Danny H. widerfahren. Sondersendungen, ein Brennpunkt in der ARD (bestimmt vom WDR), Liveübertragungen. Vermutlich hätte er vom Buprä eine Einladung ins Bellevue bekommen. Aber Schupelius hat’s nicht so mit Umwelt- und Nazisäuen. Insofern ist auch die Meinungsfreihet nicht in Gefahr, gell Herr Restle?

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