Montag ist „Hetzel“-Tag
und Dienstag auch, und Mittwoch...

Was vom Tage übrig bleibt

Heute wandern wir wieder mal durch den verbotenen „Blätterwald“, sprich den Spiegel, beziehungsweise schauen wir bei seiner Stieftochter Hetzel Online vorbei. Lesen Sie, was die uns heute wieder verkaufen wollten...

„Ali B. gesteht Tötung von Susanna F.“, wird überschriftet, aber gemeint ist wohl eher sein Anwalt, denn der Kurde dürfte kaum den Unterschied zwischen Tötung und Ermordung begreifen. Strafmildernd wird gleich hinzugefügt, eigentlich könne der Mörder sich an gar nichts erinnern („Ich weiß nicht, wie das geschehen konnte“), vor allem wo er doch zuvor mit der 14-Jährigen „einvernehmlich Sex“ hatte, was allerdings das Mädchen nicht mehr bestätigen kann. Subtile Vorbereitung auf irgendetwas zwischen Bewährung und Jugendstrafe?

Groß war der Jubel in der Geschichte „Frauen fahren in Berlin günstiger“, weil, wie Hetzel-Leser glauben, Lehrerinnen weniger verdienen als Lehrer und Ministerinnen weniger als Minister, weil sie eben Frauen sind. Deshalb dürfen die Mädels nun billiger mit dem Öffentlichen Berliner Nahverkehr fahren. Leider nur am 18. März, dem Frauentag mit dem Namen Equal Pay Day. Da bekommen dann wahrscheinlich auch die Berliner Busfahrerinnen genau so viel Gehalt wie die Busfahrer...

Der Höhepunkt dürfte aber eindeutig die Nachricht sein, dass Donald Trump nach Jahren harter Hetzel-Arbeit nun wirklich vor seinem Ende steht. Hundertprozentig. Echt jetzt. Denn „Vor diesem Mann muss Trump sich fürchten“. Er muss, ob er will oder nicht. „Dieser Mann“ ist dann ausgerechnet die Luftpumpe Joe Biden. Kennen Sie nicht? Macht nix. Die Geschichte ist eh eine Luftnummer...

Der politische Kompass verrutscht, das Personal teilweise prekär, da kommt dann sowas raus: Scholz „sowie Finanzstaatssekretär Jörg Kukies, Ex-Deutschlandchef von Goldman Sachs, werben für stärkere deutsche Banken“. Das heißt, die Commerzbank, die mit der Dresdner fusionierte, um noch stärker zu werden, und die Deutsche Bank, die sich aus demselben Grund die Postbank einverleibte, sollen nun miteinander durchs Leben gehen, um echte Superkräfte zu entwickeln. Glauben die Sozis. Und melden unkritisch ihre Pressbengels. Dass es nur um die Rettung von Investoren durch Staatsknete geht, haben die Hamburger noch nicht einmal ansatzweise verstanden.

Was der Hetzel aber verstanden hat:

„Die Einladung zur Geburtstagsfeier von Matthias Matussek an einzelne Kollegen war ausschließlich privater Natur und der Chefredaktion des 'Spiegel' deshalb nicht bekannt“, erklärte das Nachrichtenmagazin gegenüber DWDL.de. „Ebenso wenig hatte sie Kenntnis von der Teilnahme an der Veranstaltung. Selbstverständlich distanzieren sich der 'Spiegel' und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von rechtsextremen Gesinnungen.“

Ab sofort müssen Spiegel-Mitarbeiter, die private Feste besuchen, vorab bei der Chefredaktion (m/w/d) eine Einladungsliste einreichen.

P.S. Das Blatt bleibt mit Heft 7/2019 bei kümmerlichen 150.000 hart verkaufter Auflage. Relotius und anderen sei Dank.

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