Natürlich hat Sahra Wagenknecht kurz darüber nachgedacht. Mit 57 Ministerpräsidentin in Thüringen, das ist doch was! Und ihr Oscar wird ihr vorgerechnet haben, dass mehr ja nun nicht mehr drin ist, seit Sahras BSW seine Wähler mit einem Bündnis mit der CDU vor den Kopf gestoßen hatte.
Aber der Traum ist zerplatzt, bevor er Wirklichkeit werden konnte. Auf Höcke, der ihr das Danaer-Geschenk auf dem Silbertablett hingehalten hatte, wäre Verlass gewesen, seine AfDler hätten Sahra den Ministerpräsident-Wanderpokal (steht jetzt bei CDU-„Dr.“ Voigt) übergeben, aber das Bündnis Sahra Wagenknecht heißt längst „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“, und da hat die Sahra nichts mehr zu sagen.
Nein, nein, nein! Es kann doch nicht die Wahrheit sein, dass ausgerechnet die Gerechtigkeitspartei SPD die größte Errungenschaft des Sozialismus in der BRD – 37 Wochenarbeitsstunden, bezahlt wie 40 – einfach so über den Haufen wirft, nur weil das Geld nicht reicht! Und dann sollen von 170 unentbehrlichen Genossen im Willi-Brandt-Haus nur noch 145 bleiben? Wo bleibt da die Solidarität? Mitgliedsbeiträge erhöhen! Ministergenossen müssen Partnerschaften übernehmen! Statt zwei vollbezahlte Parteichefs können sich auch zwei eine Stelle teilen! Und dann mal Kickback-Modelle andenken: Jede dank der SPD vom Staat finanzierte NGO schiebt einen Teil der Kohle an die Partei zurück.
Übrigens. Den bald freigestellten Genossen kann man keinen Vorwurf machen. Auf ihren Parteischulen wird halt nicht gelehrt, dass die Arbeitslosenzahlen steigen, wenn man die Fabriken kaputt macht. Unser großes Herz zwingt uns aber, den von der Ausradierung betroffenen Genossen einen Trick aus NRW nahezubringen. Einfach 17 Jahre krankmelden (Psychodoktoren gibt’s in der Partei bestimmt genug, die da gern gefällig sind).
Bravo! Jetzt nimmt sich auch Bild den Mauerschützen vor, der es sich mit SED/SPD-Hintergrund beim Bundesgrenzschutz bequem gemacht hatte und jetzt sogar als Polizeifunktionär an der Abschaffung der Demokratie arbeitet.
Wieder SPD-Niedersachsen: Justizministerin Kathrin Wahlmann reist gerne, zuletzt nach Singapur, nach Estland und Lettland, Belgien, Österreich und natürlich nach Frankreich. Inklusive Spesen kostete das den Steuerzahler mehr als 88.000 Euro, schimpft die Niedersachsen-CDU. Aber Genossin Kathrin hat eine gute Ausrede. Alle Dienstreisen hätten „einem klaren Ziel gedient und konkrete Ergebnisse gebracht“. Etwa Work-Life Balance, und nur wer reist, kann auch was erleben! Außerdem steht auf den Spesenquittungen ganz klar „Digitalisierung der Justiz“, oder „geplanter Neu- und Umbau der JVA Hannover samt Hochsicherheitsgebäude“. Und deshalb muss man zwingend nach Singapur, Estland, Lettland, Belgien, Österreich und natürlich nach Frankreich. Kann doch nun wirklich jeder nachvollziehen!
Ausgerechnet der Mann der Bilder! Nun haben alle in den USA dieses Bild im Kopf: Wie der Donald in Ankara die Präsidentenmaschine besteigt und dann, husch, husch, mithilfe eines Catering-Containers zu einer anderen Maschine gefahren wird, um einem „Angriff des Iran“ auszuweichen. Als wenn die Perser amtierende Gegner ausschalten, wo immer sich eine Gelegenheit bietet. Schon jetzt glauben 65 Prozent der Amerikaner, das Land „befinde sich auf dem falschen Kurs“, womit wohl eher „der falsche Krieg“ gemeint sein dürfte.
1 Kommentar zu „Der traurige Absturz der Sahra W.“
Höcke wusste ganz genau, warum er sein Angebot an Sarah Wagenknecht und nicht an Katja Wolf gerichtet hat. Die hätte vermutlich ja gesagt, bevor Höcke ausgeredet hat. Und so dumm ist der Björn nun auch wieder nicht.