CDU jetzt „gefühlte“ Volkspartei

Also sprach Friedrich Merz nach den Wahlen in Berlin und MeckPomm: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen“. Er hat es natürlich nicht so schön formuliert wie das Frauenkollektiv, das Berthold Brechts Texte geschrieben hat, sondern so: „Wir werden uns über die Konsequenzen noch lange zu unterhalten haben.“

Na, dann unterhaltet euch mal schön in der Union, bis dann im April bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Schleswig-Holstein der Sack endgültig zugemacht wird. Wahrscheinlich können dann auch die Ergebnisse der vorgezogenen Bundestagswahl (wir tippen: November) in die Unterhaltung einbezogen werden.

Fritz war am Wahlabend etwas voreilig, als er sagte: „Ich bin dankbar, dass wir von den Sozialdemokraten hören, dass sie an der Koalition in Berlin festhalten wollen.“ Denn wir hören von der Bärbel, jetzt müsse erst mal über Rente, Pflege und Gesundheit gesprochen werden.

Gott, wie gerne hätte Friedrich Merz diese Sätze ins Publikum gerufen: „Wir sind Sieger. Wir sind Macher. Wir sind ein Team.“ Aber das wäre natürlich glatt gelogen. Nein, Firas, der Sohn von Clan-Chef Issa Remmo – die Delikte des Remmo-Clans werden nicht mal mehr erfasst, und nur die größten Coups (Goldmünzen raub, „Grünes Gewölbe“, Geldtransporter-Überfall) schaffen es in die Presse – bejubelte mit diesen Worten den Sieg der Linkspartei, formerly known as SED. Und offenbar haben die Remmos ihren Teil dazugetan. So versprach Remmo Junior dem SED-Abgeordneten Ferat Koçak vor der Wahl: „Wir sind ein Teil von etwas ganz Großem. Wir stehen zusammen, wir halten zusammen und wir kämpfen gemeinsam für unsere Ziele.“ Eines dieser Ziele: Polizeiarbeit soll „wo immer dies möglich ist, durch Soziale Arbeit ersetzt oder zumindest ergänzt werden.“ Kannste nicht erfinden.

Bürlün, Bürlün, ich steh` auf Bürlün. Berlin ist nach der Wahl-Intifada gesichert linksextrem und deutschfeindlich. Aber es ist nicht alles schlecht. Braucht Pleite-Bürlün Olympia? Eher nicht. Und die Linkspartei kann das eingesparte Geld bestimmt sinnvoller verwenden. Die Springerpresse befürchtet nun wachsenden Antisemitismus, weshalb die SPD und Grünen noch ein wenig herumeiern, bevor sie in Berlin wieder zu Blockparteien werden. Die Grünen lassen sich extra von Michel Friedmann (früher CDU und Paolo Pinkel) einen Koscherstempel verpassen.

Elon Musk hatte recht: Nur die AfD kann Deutschland retten. Nun auch in MeckPomm stärkste Partei.

Ein Prosit der Gemütlichkeit! In besseren Zeiten hätte Dominik Krause, Münchens neuer Gaylord, bestimmt mehr Aufmerksamkeit bekommen, nachdem er den Wiesneinzug vorzeitig beenden musste (Kreislauf; war zu warm).

Die Süddeutsche feiert dafür einen gewissen Benjamin Shultz als KI-Experten. Der externe „Doktorand für digitale Innovation“ der Hochschule Neu-Ulm fand (in seiner Freizeit oder als Teil der Promotion?) im Netz 30.000 Clips mit Frauen, deren Dirndl höher fliegen – gefilmt am Teufelsrad, einer (sehr beliebten) Drehscheibe, die immer schneller rotiert, eben damit den Damen die Röcke fliegen. Die Münchner Gleichstellungsstelle hatte in diesem Jahr dafür gesorgt, dass die leichtbekleideten Dekopuppen etwas zünftiger daherkommen als in den vergangenen Jahrzehnten. Und wer traute sich heuer als eine der Ersten aufs drehende Rad? Ricarda Lang! Jedenfalls hatte sie mehr Spaß als Merzens Fritze in Berlin.

Verwandte Artikel

1 Kommentar zu „CDU jetzt „gefühlte“ Volkspartei“

  1. Die Wahlen im September haben gezeigt,
    dass sich die politische Waage neigt …

    … und zwar in eine Richtung, die hoffen lässt, dass konservative Werte in Zukunft wieder ein Übergewicht bekommen werden. Wenn dem tatsächlich so ist, gibt es vielleicht auch ein Zurück zur Vernunft. Zudem könnte damit das Ruder eventuell herum gerissen werden, das uns jetzt noch hin zum Abgrund lenkt. Die Chancen stehen gut, optimistischer in die Zukunft blicken zu dürfen …

    … Gute Nacht!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

SPAET-Nachrichten abonnieren

Wenn Sie bei neuen Beiträgen benachrichtigt werden möchten, können Sie Ihre E-Mail-Adresse hier eintragen.

Nach oben scrollen
Consent-Management-Plattform von Real Cookie Banner