Der X-Account des Bundeskanzlers sucht noch die passenden Formulierungen, dafür fand wenigstens Markus Söder sofort die richtigen Worte für den plötzlich und unerwartet mit 55 Jahren in Berlin verstorbenen Chef der Freien Wähler: „ … Hubert Aiwanger war ein echtes Mannsbild, ein starker Bayer, ein guter Wirtschaftsminister und ein warmherziger Mensch. … Er ruhe in Frieden.“
„Einer weniger“, postete zeitgleich ein Vorstand der „Linken“ in Hannover, mit „Der Tag wird immer besser“ kommentierte ein Grüner aus NRW den Tod des bayerischen Politikers, die sogenannte „Partei“ kalauerte: „Berlin 1:0 Bayern. Ihr könnt uns dann jetzt den Söder schicken.“ Das „Demokratie Fördern Netzwerk“ fand, nun sei die „Zeit für die Freien Wähler sich von rechtem Gedankengut zu distanzieren“, erschrak aber beim kurzen Nachdenken darüber, wer einen eigentlich finanziert – „Demokratie leben“ und damit die Bundesregierung – über die eigene, szenegefällige „Courage“.
(Lesenswerter Nachruf auf Hubert Aiwanger hier; ausnahmsweise ohne Bezahlschranke)
Sicher, einer muss den Dreck weg machen und die Akten ordentlich ablegen, und damit ist der „fleißige und strukturierte“ (Presse) Thorsen Frei vielleicht der richtige Mann, in diesen Zeiten die Unionsfraktion zusammenzuhalten. Aber sollte man ihn auch auf das einfache Volk loslassen? Besser nicht. Nachdem Frei den Bürgern mitteilte, sie sollten in der nächsten Zeit den Gürtel noch enger schnallen, sagte ihm das Volk, was es von ihm und seiner „dreisten, verlogenen Bande“ hält. „Wer hier den Gürtel enger schnallen muss, sind genau diese politischen Nullnummern“, fluchte ein anderer, der bereits vorsorglich mehrere Bademäntel für sich und seine Familie angeschafft hatban will. Oder war es der, der sich über die „widerlichen Halsabschneider, die Ukraine und Migranten ohne Limit finanzieren“, echauffierte?
Großrazzia im Morgengrauen gegen tunesische Koksbande in Berlin. Ja will die Polizei die Koalitionsverhandlungen sabotieren?
Wahlwerbespot der SPD im Homeland NRW. Zeigt Menschen bei der Arbeit. Nur wussten die fleißigen Leut‘ nicht, dass sie für einen SPD-Spot gefilmt wurden. Die Partei entschuldigt sich. Da kann doch die SPD nichts dafür, dass sie keine Malocher mehr kennt!
Nach den Angriffen auf Kühlsysteme in Supermärkten nun Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge in Europa. Mindestens 20 Maschinen wurden am Donnerstag umgeleitet Wie? Nein nicht Alfred E. Neumann (US-Magazin MAD), sondern Peter R. Neumann (Politologe) sieht eine „koordinierte hybride Aktion“. Es gäbe aber keine Belege für eine Beteiligung Russlands. Gehst nochamal gucken, Professore…
2 Kommentare zu „Hubert Aiwanger +“
„Einer weniger“ und „Der Tag wird immer besser“, so die ruchlose Reaktion linker Troglodyten auf den Tod von Hubert Aiwanger. Gleichen Kalibers die gewohnt infame, vermeintlich lustige Entgleisung El Hotzos: „Die Horrornachrichten reißen nicht ab: Markus Söder wurde lebend in München aufgefunden.“
Der Verlust der Scham als untrügliches Zeichen des bei uns mittlerweile galoppierenden Schwachsinns zeigt sich indessen allerorten, nicht nur als Ausbund boshafter Hetze und ruchloser Menschenverachtung.
So präsentiert die Pyjamawerbung von Lidl für 8-10 Jährige ungerührt das Konterfei eines schnurrbärtigen Migranten, die darob aufflammende Kritik wird mit dem argumentativen Passepartout bzw. Offenbarungseid des Rassismus und der häufig altersunabhängigen Werbung quittiert.
Doch schwachsinniger geht`s offenbar noch immer wie bei der derzeit hochbrisanten, schlicht ins Pornographisch-Idiotische umkippenden Frage, ob sich Boris Palmer eines sexuellen Übergriffes in der Beletage gegenüber der im Souterrain sich freiwillig seiner Nöte annehmenden Samantha Hilsdorf schuldig gemacht haben könnte.
Außer der selbstredend über allem stehenden, schlicht auf Welt- und Klimarettung erpichten Groß- und Hochmoral können also auch Bösartigkeit, Minderbemitteltheit und Schamlosigkeit hierzulande Höchstwerte der allseits sorgsam kultivierten Dekadenz für sich in Anspruch nehmen.
Die einen lassen die Korken knallen,
die anderen müssen die Gürtel enger schnallen …
… und immer sind es die zuerst Genannten, die von den anderen verlangen, noch ein bisschen mehr Verzicht zu üben und das natürlich für eine gute Sache. Dabei wäre es doch eigentlich die Aufgabe der Verzichtseinforderer, alles dafür zu tun, dass es endlich wieder bergauf geht.
Solange sie den Umfang ihrer Gürtel nicht reduzieren müssen, werden sie wohl weiterhin solche Parolen heraus posaunen, anstatt das Ruder herumzureißen …
… Gute Nacht!
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