Das TV hat seine Bilder, die die SEDler direkt in Forderungen („Alle aufnehmen“) ummünzen, Die SPD verschanzt sich hinter einem ihrer Lieblingssprüche (Stegner: „Humanitäre Flüchtlingspolitik in Europa nur gemeinsam“), aber schon die Grünen halten die Klappe, und Fritz, ganz der Jurist, twittert streng, Marokko müsse, die „im Juni verordnete Rückkehrverordnung unverzüglich umsetzen“. Leider wurde im Juni nichts verabschiedet.
Die EU zeigt sich drehbuchgemäß als der aufgeregte Hühnerhaufen, der sie ist. Ober-Henne von der Leyen ordnet an: „Gefährliche Überfahrten müssen sofort aufhören. Schmuggelnetzwerke müssen zerschlagen werden. Und Rückführungen müssen schnell erfolgen, wie es unsere Regeln erlauben.“ Wobei sie nicht anordnet, sie redet bloß. Italien, Finnland, Dänemark und Tschechien denken laut darüber nach, Spanien vom Schengen-Abkommen auszuschließen.
Wie kam es zum Tag der offenen Tür in Ceuta und Melilla? Ursächlich sei ein spanisches Gerichtsurteil, dass Invasoren nicht unmittelbar zurückgeführt werden dürfen, sondern mittels Rechtsweg nach Europa einreisen dürften. Offenbar verfolgen Zigtausende in Marokko spanische Urteile. Den Rest besorgen kriminelle Schlepper und Social Media. Bleibt noch die Frage: Wer hat Marokko gesagt, lass sie raus, die freigelassenen Verbrecher, die in Marokko herumlungernden Schwarzafrikaner und Glücksritter und bring sie mit Lastwagen an die Grenze? Migration wird nicht nur von Russen und Türken genutzt, um politische Gegner zu destabilisieren.
6 Kommentare zu „Geopolitik für Anfänger“
Die erste vernünftige Frage in diesem Kasperletheater. Man möchte an 2021 erinnern. Da hatten die Marokkaner mal für 36 Stunden nicht auf ihre Jungs aufgepasst. Seinerzeit waren es etwa 10000 die nach Ceuta rein sind. Aber Sanchez hat Gelegenheit von seinen Kapriolen abzulenken
Mein Gott, da wollen uns Heerscharen mit ihrem Fachwissen aus der Patsche helfen und dann werden sie zurückgeschickt. Sie haben sogar schwimmen gelernt, nur um uns zu helfen.
Man hat sich wohl verkalkuliert. Die > 60.000 Invasoren haben einige europäische Länder aufgeschreckt und auch die internationalen Medien. Das geht jetzt nicht so wie bisher nach ein paar Tagen wieder weg. Spanien hätte sicher gerne so weiter gemacht wie bisher, d.h., wenn etwas Gras über die Sache gewachsen oder andernorts gar keine Notiz genommen worden war, die Ernte still und leise aufs Festland gebracht und einen guten Weg gewünscht für die Weiterreise nach Almania.
In den Medien hat man ja nie wieder was gehört über Ceuta und Melilla nach dem Sturm auf den Grenzzaun vor ein paar Jahren. Dabei sind laufend weitere „Geflüchtete“ hereingetröpfelt – und da Sanchez ein Herz für vom Westen unterdrückte Muslime hat wurde auch niemand zurückgeschickt.
Jetzt hat es aber eine Dimension erreicht, wo wegducken nicht mehr hilft und Europa genau hinschaut (nicht die Kommission und auch nicht Schland, aber andere). Also wird Marokko seine Kriminellen und Zugelaufenen wohl wieder zurücknehmen müssen.
Denn es geht um viel Geld. Es gibt ja den wohltätigen EU-Nachbarschaftsindikator. Über den fließen jährlich ein paar hundert Millionen Hilfen nach Marokko. Für Klima- und Migrantenschutz nochmal so viel und auch Schland lässt sich nicht lumpen und spendet zusätzlich auch noch ein paar hundert Millionen jährlich. Nicht dass Schland etwa mit Mittelentzug drohen würde, Gott bewahre, aber andere sind da etwas kleinlicher.
Auslöser des Ganzen war ja das Urteil des obersten spanischen Gerichts, dass wer über das Meer geflüchtet kommt nicht wieder ohne Aufnahmeverfahren zurückgeschickt werden darf. Kommentatoren der Regierungsmedien versuchen uns jetzt einzureden, dass es diesen Richtern um die Schiffbrüchigen ging, die nach lebensgefährlicher Fahrt im Schlauchboot das spanische Festland erreichten und da endlich in Sicherheit sind vor ihren Peinigern und vor den Elementen. Dass Spanien auch mit einem klitzekleinen Teil in Afrika liegt und man den schwimmend in 10 min erreichen kann hätten sie wohl übersehen.
Das kann glauben, wer will. Der Zank um diese Enklaven ist in Spanien so allgegenwärtig, dass das keiner übersieht. Nein, die Spanier haben dasselbe Problem wie wir: eine linksgrün unterwanderte Justiz, die sich ihre eigenen Gesetze macht und nicht nach Recht sondern nach ideologischem und moralischem Bauchgefühl urteilt. Überall dasselbe. Wer die Justiz unterwandert muss gar nicht mehr in die Regierung kommen, um seine Agenda durchzudrücken.
„…Wer die Justiz unterwandert muss gar nicht mehr in die Regierung kommen, um seine Agenda durchzudrücken…“
Könnte es etwa sein, daß die richterlichen D- und europa-abschaffer mittlerweile gefährlicher sind als die politischen?
Wie mich Ihr Geschreibsel manchmal nervt! Nach „unterwandert“ fehlt ein Komma, „muss“ – wie die Rechtschreibreform es vernünftigerweise vorschlug – mit ss, aber „dass“ dann doch lieber wie in der guten alten Zeit mit ß, Die „europa-abschaffer“ klein (im Unterschied zu den „D-abschaffern“), obwohl doch niemand Europa abschaffen will/kann, sondern nur die EU. Schreiben Sie doch einfach, wie es (noch) in Allemannda Standard ist! Der Ruin der deutschen Sprache kommt noch früh genug.
Ich weiß gar nicht, wer sich da so aufregt. Ich könnte diese Bilder jeden Tag stundenlang sehen. Bis zu jedem nächsten Wahltag! Bitte ARDZDFler: Mehr davon! Und bitte auch die „zu uns Geflüchteten, Schutzsuchenden“ aus dem Räuber- und Unterdrückerstaat Marokko weiter begleiten aus Spanien heraus bis zu den „sicheren Häfen“ in HH, BER oder sonstwo in Schland. „Wir haben Platz!“. Und jedem LinksGünRotSchwarzem Wähler bitte ein paar davon in die Wohnung. „Niemand ist illegal!“