Sag mir quando, sag mir wann…

Heute mussten wir einiges dazulernen. Wer „Straße von Hormus“ sagt, muss künftig auch „Straße von Bab al-Mandab“ in seinen Sprachschatz aufnehmen. Diese Passage zum Roten Meer wird nun auch von Iran-Freunden kontrolliert. Zudem erfährt der Zeitplan für den (eigentlich längst gewonnen) Krieg gegen den Iran eine kleine Änderung. Donald schwebt als Finale nunmehr der November vor. Außer die Iraner halten noch länger durch.

Offenbar hat niemand in unserer politischen Führung über die Konsequenzen seines Tuns und seines Geredes bei heiklen Themen nachgedacht.

Grummeln in der SPD, nachdem Genosse Stegner andeutete, die 100 Milliarden deutschen Steuergelder für die Ukraine seien womöglich ein „Giftcocktail für die demokratischen Parteien“. Noch verstehen die meisten Sozis den Zusammenhang nicht wirklich. Ihnen ist wichtiger, die geplanten Kürzungen bei der „politischer Bildung“ zurückzunehmen, um jungen Menschen zu erklären, warum sie niemals AfD wählen dürfen.

Kanzler Fritz muss jetzt erstmal die stellvertretende CDU-Generalsekretärin Christina Stumpp loswerden, aber die will nicht gehen, wenn er ihr kein entsprechendes Verbesserungsangebot macht. Es ist nicht leicht, gutes Personal zu finden. Mehr Glück hat er mit 33 CDU-Abgeordneten aus Brandenburg, die ihm trotz aller Wahlniederlagen „das letzte Mal die Hand reichen“ wollen. So sieht Treue aus! Nach 4,9 % in MeckPomm wird nachverhandelt.

Wenn es etwas vermeintlich Gutes über das Wirken des Kanzlers zu berichten gibt, erschallen bei Bild die Posaunen und Trompeten. So soll Fritz in Mohammed bin Zayed Al Nahyan von den Vereinten Arabischen Emiraten einen neuen Freund gefunden haben, der ihm mit 40 Milliarden unter die Arme greift. Der Scheich will damit, erklärt Bild seinen naiven Lesern, „qualifizierte Jobs schaffen, die Energieversorgung sichern und Lieferketten stabilisieren“. Und nicht etwa durch Energiekrise und Steuerpolitik in die Knie gezwungene deutsche Unternehmen billig kaufen.

Es ist grundsätzlich lobenswert, wenn Bild derzeit kaum kein gutes Haar am haarlosen Kanzler lässt (Chefin Horn; Kolumnist Martenstein, etc.), aber wenn sie gleichzeitig gegen die AfD hetzen, was wollen die Springer-Leute dann? Kanzler Klingbeil? Kanzler Wüst. Die alte Merkel zurück?

Ein wenig erklärungsbedürftig ist das, was Außen-Johann unter Asyl versteht. Denn die paar Hunderttausend „wehrfähigen“ Ukrainer in Deutschland sollen nun an die Front expediert werden. Was ist mit den Millionen Syrern?

Überhaupt die Wortwahl unserer politischen Führer. Wenn Pistorius sagt „Wir stehen buchstäblich im Fadenkreuz Moskaus“ kann er froh sein, dass der Wlad kein Netanjahu ist, sonst wäre er schon weg vom Fenster.

(Symbolbild.)

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1 Kommentar zu „Sag mir quando, sag mir wann…“

  1. Außerhalb des alltäglichen Wahnsinns sei in ehrendem Angedenken sowie in verbleibender Fremdscham kurz daran erinnert, dass exakt heute vor einem Jahr der charismatische amerikanische Freiheitskämpfer Charlie Kirk im Alter von nur 32 Jahren bei einer seiner zahlreichen Diskussionsveranstaltungen auf einem Universitätsgelände in Utah einem hinterhältigen Anschlag zum Opfer fiel und anschließend ungerührt im Deutschen Staats-TV noch posthum in schlimmstmöglicher Weise verunglimpft wurde.

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