Natürlich sind die Kleinen ein Spiegelbild der Großen. Wer mit Eliten von Fritz bis Bärbel, vom grünen Felix bis zum roten Lars, von Heidi bis Luigi gesegnet ist, der darf sich auch über Kinder nicht wundern, die nicht rechnen oder lesen können. Von daher sind die Pisa-Ergebnisse (deutsche Schüler statistisch blöder denn je) keine Überraschung.
Das zeigt schon die Reaktion der CDU-Bildungsministerin Prien. Ja, es hat was mit Zuwanderung zu tun, deucht ihr, aber man konnte doch nicht ahnen, dass man sich auf eine heterogene Schülerschaft würde einstellen müssen. Denn schließlich „gebe es eine ganze Reihe anderer Länder, wo Zuwanderung im Bildungssystem deutlich besser verläuft“. Da springt ihr der deutsche PISA-Studienleiter behende bei: Singapur, Japan, Estland oder Korea haben die leistungsstärksten Bildungssysteme. Und er singt das altbekannte Lied vom „sozial privilegierten und benachteiligten Jugendlichen“. In Japan, Estland oder Korea leben demzufolge wohl nur Millionäre.
Wer nicht lesen kann, da waren sich die Bildungsforscher und Ministerialen einig, bringt auch keine Lösungskompetenz für irgendwas außer Ersatzradwechseln auf den Tisch. Quod erat demonstrandum. So verkündet Prien allen Ernstes: „Rettungskonzepte liegen auf dem Tisch.“ Leider ist kein Geld da.
Angeblich kann die Jugend brutto nicht von netto unterscheiden. Das gefällt der Regierung, da kümmert sich dann das Finanzamt drum. Aber selbst einem sozial benachteiligten Schüler ist klar: Wenn du nur 200 Euro in der Tasche hast, kannst du kein neues iPhone kaufen. Da weiß SPD-Lars natürlich mehr. Weil sein Schein-Chef Fritz gerade ein wenig schwächelt (Kommunikationsprobleme), nutzen er und seine Genossen von der SPD die Gelegenheit, Fritzens Reförmchen rückgängig zu machen, bevor sie auf den Weg gebracht wurden. Neu lackiert: Reformen ohne Sozialabbau. Dem sozial benachteiligten Schüler bleibt nur, die Differenz zum Kaufpreis seines Handys zu stehlen, Lars nimmt dafür Kredit auf. Nicht in seinem Namen, sondern in Ihrem, verehrte Leser, und in meinem. 200 Milliarden fürs nächste Jahr sollten es schon sein.
Die altmodische Gewaltenteilung ist in der modernen Gesellschaft längst zur Gestaltenteilung geworden. Legislative, Exekutive, Judikative – ein jeder Repräsentant hat einen Volksfrontschein in der Tasche. Von daher sagte sich Sachsen-Anhalts Sven Schulze, was soll der Geiz, ich kann doch auch in meiner Person als Ministerpräsident die Exekutive und als Fraktionschef im Parlament die Legislative vertreten. Von den 15 Stimmhansels der Union meinten immerhin sieben: So nicht! Was zwar den Sven nicht stoppte, aber die Chancen von Ulrich Siegmund auf Parteiabweichler der CDU bei seiner Ministerpräsidentenwahl erhöhen dürfte. Dann wäre auch Sven aus dem kleinen Verfassungsdilemma raus.
10 Kommentare zu „Sie können nicht lesen und rechnen“
„Von daher sind die Pisa-Ergebnisse (deutsche Schüler statistisch blöder denn je) keine Überraschung.“
Ich glaube dabei nur nicht an Zufall oder Versehen. In zwei Weltkriegen konnte man Deutschland wirtschaftlich nicht brechen, weil die Deutschen traditionell kreativ und fleißig waren. Nach dem zweiten Weltkrieg war zumindest der Westen bald wieder wirtschaftlich auf hohem Niveau. Selbst wenn mit einer AfD-Regierung das Bildungsniveau wieder erhöht wird dauert es Jahre, ehe wir wieder auf einem normalen Stand sind.
Mit dem Rechnen, Lesen und Schreiben,
muss man’s wohl nicht übertreiben …
… diesen Eindruck gewinnt man zumindest, wenn die immer schlechter werdenden PISA-Ergebnisse publiziert werden. Ein Land, das es offensichtlich nicht schafft, den Heranwachsenden eine vernünftige Bildung zu vermitteln, hat schlechte Karten für die Zukunft …
… Gute Nacht!
Mehr von Kater Moritz –
SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
https://www.katermoritzspricht.de
Eine Frau Brantner hat vor einiger Zeit im Bundestag erklärt, dass ggf. auch Analphabeten diesem erlauchten Gremium angehören können.Man sieht, es wird daran gearbeitet.
Gendern tut es auch. Schülernde lernen * Sternchen und den Kampf gegen rechts. Recht so!
Möglicherweise schon längst erfolgreicher als es scheint?
Bei der Gelegenheit ein kleiner Exkurs ganz allgemein zum Analphabetismus: Denken wir einmal nicht nur an komplette Analphabeten, die übrigens oft durchaus kreative und sehr intelligente Menschen sein sollen, sondern an die weitaus schwerer zu identifizierenden anders strukturierten funktionalen Analphabeten, die möglicherweise eher den Blendern zuzurechnen sind.
Inklusion, inzwischen fast schon gewalttätig anmutend, von allen, die nicht bei 3 auf einem Baum sind, und einfache Sprache, also eine allgemeine Senkung des Niveaus statt „Förderns durch Fordern“, inzwischen leider weithin zu finden, tun ein Übriges. Insofern ist die Genderei, weil aufgrund von Unlogik schwer zu lernen, vielleicht sogar einmal hilfreich, falls sie nicht nur geistige Ressourcen bindet.
Just glaubte man noch, der fair dem Gewinner gratulierende MP von Sachsen-Anhalt könne als rühmliche Ausnahme von dem Treiben der sonst wieder einmal „Wüst“ Amok laufenden und nach einem Verbot der Opposition schreienden Union herhalten, muss man sich schon wieder eines Schlimmeren belehren lassen. Der amtierende MP lässt sich mal kurz, Gott weiß warum, auch noch kurzfristig zum Fraktionsvorsitzenden wählen, womit dann wenigstens die letzten Zweifel an der allerorten fortschreitenden Aufhebung der Gewaltenteilung bis hin zur Gestaltenteilung beseitigt sein dürften.
Ruchloser geht halt immer in unserer leibhaftigen Demokratie, die getreu auf den Pfaden der immer hemmungsloser totalitär agierenden EU wandelt, die jederzeit und nicht zuletzt bei unliebsamen Wahlentscheidungen (Rumänien lässt jüngst grüßen) nicht lange mit fürsorglichen Gegenmaßnahmen auf sich wird warten lassen.
Gewaltenteilung, das ist doch nur irgendeine Theorie, die irgendwo mal schriftlich fixiert wurde. Papier ist geduldig und man kann nicht alles lesen. Entscheidend ist die Praxis, und da hat der Sven gelernt, dass mal ab und zu einer Gewaltenteilung erwähnt, dass aber die Gesetze keinesfalls von der Legislative gemacht werden, sondern dass die Exekutive sich für ihre Gesetze eine Verabschiedung bestellt. Langes Gequatsche ist nur Zeitverschwendung. Nur wenn die Oposition (nicht die AfD natürlich, sondern andere linke Kollegen) eine kleine Korrektur wünschen wird pro forma noch etwas diskutiert.
Das ist so in Fleisch und Blut übergegangen, dass der Sven überhaupt nicht merkt, dass es sich nicht schickt, gleichzeitig Exekutive und Legislative zu sein. Er nimmt lediglich ein Gewohnheitsrecht wahr.
Bildung? Wozu?
Lesen und schreiben? Warum?
„Ich nix spreche Deutschland“.
Wo Sozialamt?
Wir haben eine Frau Bildungsminister? Donnerwetter! Was man in den Spaetnachrichten alles erfährt. Übrigens, im GG steht, daß der Bundeskanzler die Minister ernennt. Damals kannte man noch das generische Maskulinum.
Alle,wirklich alle,können mit Bürgergeld,Rundumversorgung und Null Abschiebung (eine Spezialität aus Köln)rechnen.Anträge oder Widersprüche gegen das Jobcenter können per KI und Siri erledigt werden.( Welt: Künstliche Intelligenz sorgt in deutschen Jobcentern für eine massive Welle an teils seitenlangen Widersprüchen gegen Bürgergeld-Bescheide).So läßt es sich leben.Warum also in der Schule Zeit,Schweiß und Arbeit für Bildung verschwenden?