„Demokraten an die Arbeit!“

Nun ist die Stunde der Presse-Kommentatoren und Gesundbeter der „demokratischen Parteien“. Die Inhalte sind altbekannt, so dass wir sie hier nicht wiederholen. Wir konstatieren immerhin eine Rückkehr der Kinderstube – CDU-Schulze gratulierte dem AfD-Wahlsieger Siegmund. Und wir gratulieren dem Wahlsieger SPD (plus 0,9%) und schließen uns dem Aufruf Ralf Stegners an: „Demokraten an die Arbeit! Jetzt erst recht!“


Wahl-Siegerin SPD-Bärbel kündigte an, Biggest Loser Fritz (-19,9%) bei seiner politischen Wortwahl (sprich seiner „schädlichen Rhetorik“) beraten zu wollen, damit die CDU nicht noch weiter untergeht. Der arme Fritz wiederum kommentierte das Wahlergebnis etwas wirr mit den Worten, die Bundesregierung werde dafür sorgen, dass das Grundgesetz weiterhin gelte. Na, wenn die Bundesregierung sonst nichts zu tun hat.

SPD, Grüne und Linke gewinnen Briefwahl, beziehungsweise kommen nur durch die Briefwahl ins Parlament. Vielleicht sollten die „demokratischen Parteien“ die Urnenwahl verbieten…

Diverse aus Wokistan beklagen den niedrigen Frauenanteil bei der AfD und sind sicher, dass ein Regieren ohne Frauen wie Bas, Prien, Hubig, Reem Alabali-Raovan oder Doro Bär möglich, aber sinnlos sei.

Donald Trump veröffentlichte die erste Hochrechnung aus Sachsen-Anhalt und ein Putin-Beauftragter kommentierte, die Deutschen hätten gesprochen, und „Deutschland ist erwacht“. Staatsanwaltschaft Bamberg, übernehmen Sie!

Müssen wir uns den Namen Sepp Müller merken? Der bis dato weitgehend unbekannte CDU-Fraktionsvize im Bundestag hatte Schwurbelfritz nach der Wahl dazu verdonnert, hundertmal in sein Aufgabenheft zuschreiben: Die Mehrheit will keine linke Politik mehr.

Söder auf der Kirmes. Beim traditionellen Gillamoos lassen es die bayerischen Parteien in den Bierzelten krachen, aber wir mussten die KI bemühen, um etwas über die Stimmung zu erfahren. Die Bayern-Medien zitierten zwar brav, was der ein oder andere so gesagt hatte, aber während sonst jede Gaudi, jedes Hallo und alle Rummtatas ordentlich dokumentiert wurden, lasen wir diesmal nichts.

Die KI hingegen berichtete bei der AfD  von einer „bombastischen Feierlaune“ und „frenetischem Jubel“, bei der CSU hingegen herrschte eher stille Einkehr wie am Aschermittwoch. Söder unternahm eine erste Absetzbewegung von Merz. Die CSU sei „kein Ableger von Berlin, kein Filialist“, und ist damit nicht für Wahlergebnisse in Restdeutschland verantwortlich.

Morgen vielleicht: Kann Ulrich Siegmund mit CDU-Überläufern oder BSW-Unterstützung Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt werden? Wird die Briefwahl nochmal überprüft?

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1 Kommentar zu „„Demokraten an die Arbeit!““

  1. Natürlich wird die wieder einmal auffällig von der Urnenwahl (mit einem satten Ergebnis der AfD von 51,2 %) abweichende Briefwahl mit einem von der AfD verlorenen Kopf-an-Kopf-Duell mit der CDU um die 24 % und einem konsequenten Anstieg aller grün-linken Parteien nicht oder jedenfalls nicht ernsthaft überprüft werden. Sowas ist in „Unserer“ von derartigen Anomalien der Wahlergebnisse seit Langem zehrenden „Demokratie“ nicht vorgesehen. Bestenfalls sei an das Schicksal der vom BSW angefochtenen Bundestagswahl von Anfang 2025 erinnert. Eine Auszählung der Stimmen oder gar eine Entscheidung über den Einspruch ist dort noch lange nicht in Sicht. Vielleicht tut sich ja, wenn`s eh nicht mehr darauf ankommt, irgendwann am Ende der Legislaturperiode noch was. So viel zum Zustand des rechtsstaatlich besten Dentschland, das wir je hatten.

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