Unser Staatsfunk versteht nach dem angekündigten Rücktritt von Briten-Premier Keir Starmer die Welt nicht mehr und fragt sich: Warum nur, warum? Unter Starmer konnte doch immerhin „die Migration eingedämmt“ werden – nur noch 171.000 Drittweltler (entspricht einmal Oxford) seien im letzten Jahr eingereist, aber nicht einmal „das Social-Media-Aus für unter 16-Jährige konnte das Ruder herumreißen“.
Das mit der Migration klingt verdächtig wie die Argumentation hierzulande, wo Fritz auch glaubt, das Problem eingedämmt zu haben. Und dann gehörte Starmer, als dritter im Bunde (je nach Land wird anders gezählt!), zur Koalition der Willigen mit Merz und Macron. Der Sommer der Reformen hat in England wenigstens schon mal begonnen. Wer mag der Nächste sein? Mal das Orakel von Mar-a-Lago fragen, Trump hatte Starmers Rücktritt schon am Wochenende vorhergesagt.
CDU-General Carsten Linnemann ist empört, weil der neue Chef der SED/Die Linke, Lugi Pantisano, der CDU „faschistische Politik“ unterstellt. Carsten möge sich beruhigen. Sein Chef Merz malt bezüglich der AfD ständig ein Viertes Reich an die Wand, und Blutsbruder Söder ließ erst gestern wieder wissen, er sehe sich als „letzte Patrone der Demokratie“, seit der Union die Wähler weglaufen.
Wie? Nein, Luigi Pantisano ist nicht die erste „Ansprechperson Queeres Berlin“ (Entgeltgruppe E13 oder E14 TV-L), das ist sein Bruder Alfonso.
Unsere Pressbengels stürzen sich mit einer Begeisterung auf ein „Enthüllungsbuch“ in den USA, als würden sie dadurch endlich auch mal schreiben dürfen, was sie bisher nur über Wolodymyr Selenskyj gedacht, aber nicht auszusprechen gewagt hatten: „Er ist schwierig. Er ist wie ein betreuungsbedürftiges Kind für die Europäer. Und er benimmt sich wie Mr. Bean auf Crack.“ Den amerikanischen Finanzminister Bessent zitieren werden sie ja wohl dürfen.