Weil kaum einer Sven Schulze kennt, und wer ihn kennt – etwa als Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Spitzenkandidat der dortigen CDU – nicht viel von ihm hält, setzt die Partei auf einen 90-jährigen, der aus dem Fenster stieg und nun Wahlkampf macht (frei nach Jonas Jonasson).
Zwar schauen sich gerade mal 600 Leute jeweils die Auftritte des rüstigen Wahlkämpfers Didi Hallervorden an, aber weil in jeder Veranstaltung Vertreter der Geschwätzpresse eifrig jedes Wort mitschreiben, weiß nun jeder, der es wissen will, dass der komische Didi sich vor allem über die (Bundes-) CDU, sowie den SPD-Pistorius lustig macht. Und es ist ja auch nicht von der Hand zu weisen, dass die Kriegsanstrengungen von Merz & Pistorius, wären sie nicht ernst gemeint, eigentlich zum Lachen sind. Die von Röschen, Annegret und Christine endgültig der Lächerlichkeit preisgegebene queere Truppe mit Schwangeren-Panzern und Kasernen-Kitas soll nun eine Freiheit verteidigen, wo es sie (wieder einmal) gar nicht gibt. Oder wie Hallervorden, etwas strenger, vorsang: „Kriegstüchtig sollen wir sein, so wie vor 90 Jahren. Zur Hölle sollen sie fahren, die das von uns verlangen“
Das gefällt offenbar den Gästen, wenn sich auch manche fragen, wie das dem Schulze helfen könnte. Schlichte Wähler werden im September enttäuscht sein, dass ihr Didi auf keinem Wahlzettel steht. Wenigstens ist der Sven selbst ein rechter Spaßvogel. Er (Demoskopen sehen die CDU bei 24%) befinde sich in einem „Kopf an Kopf Rennen“ mit Ulrich Siegmund (AfD 41%), ist sein bisher bester Gag.
Mit dem eigenen Jet ging’s am Samstag nach Lanzarote zur Staatsvilla „La Mareta“ – inklusive Pool, Tennisplatz und privatem Zugang zum Meer, empört sich Bild über den urlaubenden sozialistischen Staatschef Spaniens, Sanchez, aber womöglich ist da etwas durcheinandergekommen. So habe Sanchez kein Privatflugzeug, behauptet die (mit Vorsicht zu genießende) KI.
Was uns eher irritiert: Alle Mitgliedstaaten der EU sichern Spanien ihre volle Unterstützung zu und finden, dass Sanchez das Ceuta-Problem muy buen gelöst habe und zurecht erst mal Ferien mache. Das widerspricht nun leider den Fakten, also steht zu fürchten, dass die EUler eine Orientierungsansprache von höchster Stelle bekommen haben. Max Otte auf X: „Jetzt beginnen Marokko, die USA und Israel, die Verursacher der Krise, die Ursachen zu vernebeln.“
Marokko hat anscheinend seine Marokkaner in großer Zahl heim ins Reich geholt, aber die Schwarzafrikaner großzügig den Spaniern überlassen. Darunter solche, die „mit früheren Haftstrafen in Europa prahlen“. Aber, so die vorgeschriebene Formulierung, stünden diese „nicht für die große Mehrheit der Migranten“. Schleuser bieten bereits Jet-Ski-Überfahrten aufs spanische Festland, und zudem meldet der englische Telegraph, dass sich eine große Zahl Migranten in umgekehrter Richtung über den Ärmelkanal auf den Weg machen: aus Großbritannien nach Frankreich und weiter nach Spanien. Dort locken noch schnellere Einbürgerungen als in Schland.
Mehr als „1.000 Juristinnen und Juristen“ fordern ein AfD-Verbot, meldet die Tagesschau, darunter seien „Anwälte, Richter und Staatsanwälte“. Nun gut, Schleuser-, Scheidungs-, und „Flüchtlings“-Anwälte können fordern, was sie wollen, wie Zahnärzte, Schornsteinfeger oder Dönerbuden-Betreiber. Weisungsgebundene Staatsanwälte, die tun müssen, was „die Politik“ ihnen sagt, können mit abstrusen Wünschen ihrem Dienstherren vorauseilenden Gehorsam signalisieren, das ist zwar charakterlich fraglich, aber dienstrechtlich einwandfrei. Wenn aber der Neutralität und Unparteilichkeit verpflichtete Richter eine solche Verbotsforderung unterschreiben, gilt der kürzeste Witz in der Türkei – „Die Türkei ist ein Rechtsstaat mit einer unabhängigen Justiz“ – wohl auch inzwischen hierzulande.
7 Kommentare zu „Nonstop Nonsense“
Es kommt einem fast so vor,
als fehlte’s im Wahlkampf nicht an Humor …
… also im sachsen-anhaltinischen Landtagswahlkampf. Da mischen Humoristen kräftig mit. Und zwar solche, die tatsächlich ihre Brötchen als professionelle Spaßmacher verdienen. Man sah, hörte und las ja davon.
Über die anderen, die meist unfreiwillig die Lachmuskeln des Wahlvolkes strapazieren, wird man nicht immer ins Bild gesetzt.
Lachen ist bekanntlich gesund. Deshalb bleibt zu hoffen, dass uns das Lachen am 6. September nicht im Halse stecken bleibt, weil …
… Gute Nacht!
Mehr von Kater Moritz –
SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
https://www.katermoritzspricht.de
Didi soll das riesige Wählerpotentzial in Pflegeheimen ansprechen und dafür hat man ihm dort einen Platz zugesichert.Wer würde dafür nicht Nonstop Nonsens erzählen?Will er Sven für seine Neuauflage seiner Show aufbauen?Es sei denn,Sven holt mit Hilfe von Verfassungsschutz,Spd Richtern und Wahlausschüssen noch mächtig auf.Dann wird er der MP der ( Schm)Herzen.Sollen die Kaulitzbrüder nicht( angeblich nur einmalig,sagt der Staatsfunk😂) „Wetten dass“ moderieren?Also,alles ist möglich im demokratischen 🇩🇪.
Da wollen wir dem kritischen Absatz über die linken Juristen mal ein Loblied auf diese Gruppe entgegensetzen. Schupelius überschreibt heute seinen Kommentar auf Nius mit „Warum kehren die Syrer nicht zurück?“. Das ist sprachlich Quatsch- die meisten können nicht nach Syrien „zurückkehren“, weil sie noch nie dort waren. Erinnern Sie sich noch an den Oberleutnant Franco A., der 2017 verhaftet wurde, weil er ein Attentat verüben wollte? Und man dann festgestellt hat, dass der in Offenbach geborene Soldat, der kein Arabisch spricht, als syrischer Flüchtling registriert wurde. Um wie viel einfacher war es da für Libyer, Tunesier, Algerier und Marokkaner! Nach Schätzung des BAMF vom März 2017 sind 60% der Asylbewerber ohne Papiere eingereist (um die Bevölkerung nicht zu verunsichern, gibt es dazu keine Statistik). Wenn das BAMF als Behörde sagt 60%, kann man wohl locker von 80% ausgehen. Also waren mit Sicherheit die meisten unserer „Syrer“ in ihrem Leben noch nicht in Syrien.
Wenn einer dieser „Syrer“ eine deutsche Maid kennenlernt und sie heiraten will, hat er ein Problem: er muss eine Geburtsurkunde vorlegen. Aus Syrien bekommt er keine, weil er dort nicht geboren ist, aus Tunesien (unterstellen wir mal, dass er von dort kommt) würde er zwar eine bekommen, das würde dann aber selbst die gutmütigen deutschen Behörden irritieren: Neuer Name, neues Geburtsdatum, neuer Geburtsort. Als macht man eine sogenannte Handschuhehe in Mexiko: Man heiratet durch Stellvertreter in Mexiko. Dazu muss man vor dem deutschen Notar eine Vollmacht für den mexikanischen Stellvertreter ausstellen – dazu reicht das von deutschen Behörden ausgestellte Personaldokument. In Mexiko muss der Stellvertreter nur die Vollmacht vorlegen. Diese Ehe wird bei uns anerkannt (BGH 29.9.2021 – XII ZB 309/2). Laut OLG Jena (27.5.2021 – 3 W 9/21) kommen derartige Fälle gehäuft vor. Das setzt Beratung auf Champions-League-Niveau voraus. Die Asylindustrie hat richtig gute Leute.
Eine ähnliche Vorgehensweise stelle ich mir vor, wenn ein demokratisch ernannter Dorfschulze aus dem rumänischen Hinterland einem hiesigen Schutzsuchenden ein Dokument ausstellt, in dem er diesem mittels Kartoffeldruck-Stempel und amtlicher Unterschrift bescheinigt, dass er der Vater von (sage wir mal zwei-drei) Kindern sei. Und, Simsalabim, fließt das Kindergeld ins befreundete Ausland.
Das schöne ist, dass der Schutzsuchende noch zwei bis drei andere Dorfschulzen in zwei drei anderen Hinterwalddörfern in Rumänien oder Bulgarien kennt.
Ach, es kann doch alles so schön sein in diesem famosen Rechtsstaat.
Und zu Didis unterirdischer YouTube-Performance zwecks Diffanmierung von Ulrich Siegmund kein Sterbenswörtchen? Da ist Danisch schon weiter.
Gnade mit dem alten Mann…
Lustig finde ich auch die Zahlenspiele mit den in Ceuta ankommenden Migranten . Es ging bei 40 000 los , über 60 000 und die neueste Zahl war jetzt 100 000. Die 40 000 werden wohl die sein , die Marokko zurückgeführt hat, mit dem Rest darf sich jetzt die EU beschäftigen , die lungern dort herum , am Strand scheint reger Betrieb zu sein. Ab und zu redet mal ein Reporter mit einem wo man hören kann , daß vorerst keiner dran denkt den Rückwärtsgang einzulegen, die wollen ins gelobte Land koste es was es wolle, die Schleuser freuen sich schon auf gute Geschäfte , kann man sich ja vorstellen. Ende offen , mal sehen wie die Lösung aussieht.
Was den Schulze in Sachsen Anhalt geritten hat, ausgerechnet Hallervorden für seinen Wahlkampf zu engagieren ist mir schleierhaft, der einzige Punkt wo die beiden übereinstimmen ist die Verhinderung eines. AfD Ministerpräsidenten , und ob das funktioniert kann man bezweifeln . Im gesegneten Alter von 90 Jahren sollte man klüger sein und sich auf so eine Aktion nicht einlassen , dadurch kann man seine Popularität in den Keller schicken .