Von Verbrechern und Verrückten

Luisa bedauert • Räuber „als Frau verkeidet“ (?) • der Fall Pelosi • der Fall Bhakdi

Nein, nicht die üblichen Verdächtigen, sondern etwas völlig anderes: Luisa Neubauer ist „traurig“ über den „Vorfall“ in Berlin, bei dem Rettungswagen wegen grüner Straßenblockierer zu spät zum Einsatzort kamen. Aber das ist halt so im Krieg. Wollte sie nicht auch mal Pipelines sprengen?

„Uhrenräuber hatte sich als Frau verkleidet“ schreibt der Spiegel und erzählt seinen Lesern: „Als Frau verkleidet verschaffte ein Mann sich und seinen beiden Komplizen Zugang zu einer Nobelboutique am Kurfürstendamm.“

Ist es nicht neuerdings sogar gesetzlich verboten, einen als Frau verkleideten Mann als einen als Frau verkleideten Mann zu bezeichnen? Hat der nicht ein Recht darauf, als Frau angesprochen zu werden? Wenn schon der Spiegel nicht mehr durchblickt…

 

Der Fall Pelosi

Bei der Aufklärung von Straftaten, die in ihr Täter-Opfer-Schema passen, ist niemand so schnell wie die Spezialdemokraten. Das gilt für Fälle von Groß Strömkendorf (Esken: der Merz hat mitgezündelt) bis San Franzisko, wie Sie sogleich sehen werden.

Komisch, aber zunächst interessierte die merkwürdige Geschichte im Hause Pelosi ausgerechnet die Freunde schmutziger Details beim hiesigen Boulevard  kaum, obwohl ein Promi in der Hauptrolle vorkommt.

Nun denn also. Um halb drei morgens geht bei der Polizei ein Anruf (911) von Paul Pelosi, Ehemann von Nancy Pelosi (Sprecherin des US-Repräsentantenhauses), ein, in seinem Hause befinde sich ein Mann, den er nicht kenne, der David heiße und ein Freund sei. Konfus? Das dachte sich die Polizistin auch und zwei Minuten später waren Einsatzkräfte am Tatort. Die fanden, eingelassen von einem dritten (unbekannten) Mann, Paul Pelosi und David um einen Hammer ringend vor. Auf die Aufforderung, die Waffe fallen zu lassen, reagierte Paul sofort, David nutzte offenbar die Gelegenheit und verpasste Pelosi unter den Augen der Polizei ein paar Hammerschläge.

Weil Paul der Gatte der linken Nancy Pelosi ist, war für Hillary Clinton und ähnliche Kaliber der Fall schnell klar: Ein Rechtsradikaler, ein Trump-Anhänger, wollte Nancy ermorden, oder wie es neuerdings heißt, er wollte sie fesseln und befragen, und wenn sie lüge, mit dem Hammer bestrafen.

Nun heißt der Festgenommene tatsächlich David, kommt aber wohl eher aus dem linken Umfeld (von Gay Pride bis Black Lives Matter) und spricht angeblich sogar mit Engeln.

Und während sich der Vorhang langsam schließt, bleiben viele Fragen offen. Etwa: Trugen David und Paul nur noch Unterhosen? Elon Musk twitterte (und löschte wieder): Es besteht eine winzige Möglichkeit, da könnte mehr hinter der Geschichte stecken als das, was man auf den ersten Blick sieht („There is a tiny possibility there might be more to this story than meets the eye...“).

 

 Der „Fall“ Bhakdi

Der Faktenfinder Gensing empört in der Tagesschau im Januar 2022: „In sozialen Medien kursiert weiterhin ein Video des Mikrobiologen Sucharit Bhakdi, in dem er behauptet, die Impfungen gegen Corona seien wirkungslos.“

Inzwischen liegen in den Spitälern mehr Geimpfte als Ungeimpfte, aber das kann einen Faktenfinder der Tagesschau nicht erschüttern, er bleibt bei dem, was auch Karl Lauterbach oder Christian Drosten immer so sagen. Was durch den Umstand erleichtert wird, dass sämtliche Gesundheitsstatistiken, sagen wir mal, unvollständig sind.

Auch die Nebenwirkungen der Impfung, die bei Twitter zum Hashtag „Plötzlich und unerwartet“ führten mit einer Sammlung von ohne vorherige Anzeichen Verstorbenen im besten Alter, dürfte Faktenfinder kaum verunsichern. Aber nun haben sie dank der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig Holstein das Totschlagsargument schlechthin in die Hand bekommen: Die klagte Bhakdi an wegen „Volksverhetzung“ und „Antisemitismus“.

Die Staatsanwaltschaft Kiel hatte zunächst keine strafwürdige Volksverhetzung oder Holocaust-Relativierung erkennen können und stellte die Ermittlungen ein – aber wofür haben wir denn eine Generalstaatsanwaltschaft!?

 

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