Der Deutsche Ethikrat und die Moral

Big Pharma und Alena Buyx

Wer, etwa als regelmäßiger Gast in Staatsfunk-Talkshows, brav und gesinnungsfest der Spezialdemokratie die Stange hält, der wird auch belohnt. Wie Cerstin Gammelin vom Süddeutschen Beobachter, die nun als neue „Sprecherin“ Frank-Walter, dem Spalter, zu Diensten sein darf.

Auch seine Privatsekretärin Dörte wird belohnt. Die darf sich nun wohl gehalts-, in jedem Fall aber rentensteigernd „Staatssekretärin“ nennen und wird Chefin des Bundespräsidialamtes. Frank-Walter, großer Frauenförderer, der er ist (als Außenminister „entdeckte“ er einst Sawsan Chebli), hat nun in seinem Amtssitz 4 plus 4 eingeführt. Vier Männer und vier Frauen sollen unseren Genossen Präsidenten auf seinem neuen Weg mit „noch mehr Bereitschaft, in die Kontroverse zu gehen“ begleiten. Kall, mei Drobbe!

 

Es gibt bekanntlich Schul- und Universitäts-Fächer, für die die wenigsten geschaffen sind, weil die Hoffnung aber zuletzt stirbt, können viele Überforderte nur durch entsprechende Klausuren ausgesiebt werden. 90%ige Durchfallraten schrecken dann letztendlich doch die ab, die besser etwas anderes studieren sollten – oder überhaupt nicht.

Germanistik gehörte bislang nicht zu diesen Hard-Core-Disziplinen. Außer in Vechta. Nur 4 von 185 abgegebenen Klausuren galten als bestanden. Obschon es sich um eine Online-Klausur handelte mit Multiple Choice und Lückentext-Fragen, bei der Lösung durfte das Internet (Google) verwendet werden. Eine Studentin beklagte sich, dass nicht nur Lernen (und Nachschlagen), sondern auch „die gedankliche Beschäftigung mit dem Thema“ verlangt worden sei. Unerhört.

Die Bewertung wurde in Absprache mit dem Justiziariat vom Prüfungsausschuss annulliert. „Mittelfristig“, so die „Universität“, soll ein zusätzliches Lehrangebot geschaffen werden, in dem Studierende Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens lernen. O Mann!

 

Der Deutsche Ethikrat und die Moral

Nicht dass sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen hätte bei ihren Talkshow-Auftritten, allerdings kennt man Alena Buyx seither als Vorsitzende des „Ethikrates“, einer Einrichtung, die sich toll anhört. Der Ethikrat soll nämlich „ein unabhängiger Sachverständigenrat sein, der die ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und blablablabla....

Unabhängig? Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx, Medizinprofessorin der Technischen Universität München, bezieht nicht nur von staatlichen Stellen wie dem Bundesforschungsministerium und dem Ethikrat Geld – seit Jahren profitiert die 44-Jährige auch von Fördermitteln pharmanaher Institutionen wie dem britischen Wellcome Trust, berichtet die Welt.

Das Vermögen der Stiftung (45,77 Milliarden Euro) steckt zu einem großen Teil in Unternehmen, die Covid-19-Impfstoffe, -Medikamente und -Diagnostika herstellen.

Von Buyx stammt die Ideen vom „Impfen als Akt der Solidarität“, den sich die Spezialdemokraten flugs zu eigen machten auf dem Weg zur Impfpflicht. Auch die Warnung vor Triage-Situationen und einer Überlastung des Gesundheitssystems – Aspekte, die später für zahlreiche politische Maßnahmen eine maßgebliche Rolle spielen sollten, stammen vom „Ethikrat“.

Inzwischen weiß sogar Karl Lauterbach, dass es nie zu einer Überlastung des Gesundheitssystems gekommen ist.

Follow the money dürfte noch einiges zutage fördern...

Übrigens: Auf seine ganz spezielle Eigenart machte ausgerechnet Markus Söder schon vor einiger Zeit darauf aufmerksam, was von solch einem Ethikrat zu halten ist, als er seinen eigenen in Bayern gründete, bei dem jeder, der eine andere Meinung als Söder vertrat, direkt entfernt wurde.

 

Ein Dokument, das der US-Politikwissenschaftler Joshua Shifrinson gerade gefunden hat, passt jetzt nicht so ganz zur Stimmung der Selbstgerechten und Wahrhaftigen bei der „Sicherheitskonferenz“ in München und der ständigen Kriegstreiberei in vielen Medien, aber von der Zeit her, da passt’s. Weil doch den Russen angeblich nie zugesagt wurde, die Nato nicht nach Osten auszuweiten. Nun belegen die Notizen des deutschen Diplomaten Jürgen Chrobog von 1991: „Wir haben in den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen deutlich gemacht, dass wir die Nato nicht über die Elbe hinaus ausdehnen.“ Upps.

 

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