Greta kommt zum Abendmahl

Die jüngsten Narreteien

Greta erscheint in Rom und Franz überlegt noch: Füße waschen, Abendmahl? Oder doch nur Fototermin? Brauchschweigs Staatsanwälte sind plötzlich ganz mutig, und die Bahn lernt vom Bundeskriminalamt...

Seien wir ehrlich, die meisten Kinder lernen doch gar nicht mehr, was es mit der Karwoche auf sich hat, geschweige denn mit dem Gründonnerstag (in Rendsburg wurde jetzt ein nichtmuslimischer, deutscher Schüler tatsächlich verurteilt, weil er nicht in die Moschee gehen wollte, so gaga sind unsere Juristicos bereits).

Vielleicht ändert sich das Unwissen aber schlagartig. Denn in Rom wird spätestens am Gründonnerstag Greta Schölefrö erwartet, und Franz von Rom überlegt noch: mit Füße waschen, Abendmahl, oder doch nur Fototermin? Jedenfalls werden nach den Ferien auch viele deutsche Kinder fragen: Was ist denn nun der Gründonnerstag (oder wie Greta sagt „Skärtorsdagen“), und was hat der mit den Grünen zu tun? Wir verraten an dieser Stelle nur so viel: Im Lateinischen heißt dieser Tag tatsächlich „dies viridium“, was wörtlich mit „Tag der Grünen“ übersetzt werden muss. Jedenfalls sind Franz und Bischof Marx und Bischof Koch sicher, dass an jenem Tage das letzte Abendmahl stattgefunden habe. Außerdem hat Leonardo ein schönes Bild dazu gemalt. Andere sagen anders. Die „Grünen“ waren im Mittelalter „Büßer“, „dürres Holz“, das durch Erlass von Kirchenbußen am Gründonnerstag wieder erblühen konnte. Und wie immer wurden diese verschiedenen Dinge dann fein durcheinandergemsicht, so dass am Ende der „Gründonnerstag“ dabei herauskam. Wäre doch gelacht, wenn aus dem dürren Holz, den Pfaffen und der Greta-Erscheinung von Rom nicht ein neues Narrativum, wenigstens aber eine neue Narretei, entstehen würde.

+++ Greta kommt natürlich mit dem Zug, und das führt uns zur Deutschen Bahn. Dort haben die ehemaligen Politiker, die sich jetzt Manager nennen, mit dem gleichen Trick, der auch unsere Kriminalstatistiken glänzen lassen, ihre Erfolgsbilanzen aufgehübscht. Sie lassen einfach gestrichene Züge nicht mehr in der Statistik auftauchen, und schon ist Bahn insgesamt wieder fast pünktlich.

Die mutigen Söhne Braunschweigs

+++ Unsere Politiker hören nicht auf, unsere Städte in Klein-Kalkuttas zu verwandeln, das Geld wird knapp, das Verbrechen blüht – da muss, kurz vor den Europawahlen, eine andere Sau zur Ablenkung durchs mediale Dorf getrieben werden. Enteignungen eignen sich hierzu nur bedingt, hat man festgestellt, weil viele Wähler durch die niedrigen Zinsen selbst vermeintliche Immobilienbesitzer wurden. Besser ist irgendwas mit VW. Jedenfalls macht die Staatsanwaltschaft Braunschweig mächtig Wind und will den Ex-Boss Winterkorn anklagen. Wenn die Staatsanwälte nicht auch im rot-schwarzen Niedersachsen weisungsgebunden wären, könnte man glatt an Martin Schulzens Gerechtigkeit glauben. Aber so? Wer oder was wohl dahintersteckt? Der lange Arm der Amis? Gut, Winterkorn war schon ein frecher Kerl, der auch den Politkern all die Verachtung entgegenbrachte, die er anscheinend für alle empfindet, die keine Schraube irgendwo reindrehen können. Aber auch gegen den neuen Chef, Diess, wird ermittelt, und der macht doch schon brav das E-Männchen...

Es operiert: die Claudia

+++ Tolle Idee aus dem Homeland NRW: Dort sollen in Zukunft Abiturienten mit Empathie statt Einser-Abi zum Medizinstudium kommen können. Das heißt dann wohl, dass eine Claudia Roth direkt Chefärztin werden könnte, Empathie heuchelt sie jedenfalls im Überfluss.

+++ Merkel räumt im Kanzleramt auf und lässt Bilder von verdächtigen Künstlern abhängen. Wieder heißt es also in Berlin: Wir übergeben den Flammen der Verachtung die Werke von Emil Nolde, Erich Käst... ach nein, der ist diesmal nicht dabei....

 

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