Richter Haudrauf & Kollegen

Sondergerichte in Bayern – Viertes Reich – Baerbock-Weihnachtsgeschichte

Ob sich Söder und sein treuer Herrmann im Präsidentenpalast in München feixend auf die Schultern hauen? Ihr Schnellrichter in Schweinfurt hat ganze Arbeit geleistet, wenn man der Presse glauben darf. Und der Mann hatte sogar noch Humor bei der Arbeit: Einer vorgeführten „Escort-Dame“ (Bild) sagt der Richter: „Der einzige Grund, wieso ich Sie nicht einbuchte, ist, dass vorgestern Weihnachten war.“

Zwar jammern die Schweinfurter Polizisten so herzergreifend wie seinerzeit die bei den Hamburger G20-Krawallen eingesetzten Kollegen, aber man muss schon beim Staatsfunk oder den mitschwimmenden Medien arbeiten, um das alles für bare Münze zu nehmen. Einer Frau wurde unterstellt, sie habe ihre Kinder (eins wurde von der Polizei verletzt) als „Schutzschild“ benutzt, und für alle anderen war „aus der Querdenker-Szene“ noch die mindeste Beschimpfung.

Allerdings entsprechen die vier Abgeurteilten kaum dem Bild von politischen Gewalttätern, das man von bei Krawallen üblicherweise auftretenden linksradikalen Gewohnheitsschlägern kennt.

Eine rabiate Escort-Dame, ein James G.,22, den die Polizisten als „Rädelsführer“ einstuften, was mit Blick auf die vielen Spaziergänger eher unwahrscheinlich erscheint, auch beim gleichaltrigen Fabian P. dürfte kaum ein AfD-Ausweis zu finden sein. Der blutverschmierte Angeklagte Victor G., 48, sieht auf den Fotos eher wie das Opfer als wie der Täter aus. Aber nein, „schäbiger Lump“ hat der Richter wohl nicht gesagt.

Nach Augenzeugen – die bei der Mitschwimmer-Presse nicht auftauchen – hat sich die Polizei exakt so verhalten, wie es die Grünen-Politikerin Saskia Weishaupt verlangt hatte: „Polizei muss handeln und im Zweifelsfall Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen. Wir dürfen ihnen (Andersdenkenden, SP) kein Millimeter überlassen!“ Grüne Freiheit und schwarzer Sozialismus in der DDR 2.0.

 

Gute Demo, schlechte Demo

Dass unsere Journos durchaus Sympathien für Demonstranten zeigen können, wenn es denn die richtigen sind, zeigt der Bild-Bericht über „mutige Frauen“, die „zu Rufen wie ‚Gerechtigkeit! Gerechtigkeit!’ durch die Stadt zogen, andere Protest-Teilnehmerinnen“, so die Journos mitfühlend, „wandten sich gegen die generelle Diskriminierung von Frauen“. Aber dann kam die Polizei. Beziehungsweise die Taliban. Aber das kann man wahrscheinlich in Afghanistan derzeit nicht so genau unterscheiden.

 

Gibt es denn gar nichts Schönes zwischen den Tagen zu vermelden? Doch! In den romantisch gestimmten Medien wurde zur Weihnachtszeit die schöne Geschichte von Daniel Holefleisch frisch aufgekocht und serviert, derzufolge der Mann von Annalena Baerbock nun eine Auszeit nehme, um sich um die Kinder zu kümmern, weil er Annalena die Mehrfachbelastung Außenamt, Parteivorsitz und Home-Management nicht zumuten will.

Holefleisch unterbricht übrigens eine beeindruckende Karriere, deren Eckpfeiler wir kurz zusammentragen, weil Wikipedia noch nicht dazu gekommen ist. Studium (wir vermuten Politik und bisschen Völkerrecht), dann „Head of Division Corporate Contacts/Fundraising“ bei den Grünen, schließlich „Senior Expert Corporate Affairs - Deutsche Post DHL Group“, auf deutsch: grüner Lobbyist bei der Post.

Eigentlich ist die Meldung eine alte Kamelle, denn das Fachorgan für Haushaltsführung und Frauenbefreiung Für Sie wusste schon im Sommer, dass sich Holefleisch ab August eine berufliche Auszeit nehmen wolle, aber man liest es auch beim zweiten Mal gern.

 

Das Gerücht, Deutschland plane nun mit Geld, was zuvor mit Waffen nicht ganz geklappt hat – die Errichtung eines Vierten Reiches – hält sich hartnäckig, und das Bild ist ja auch zu schön. Dummerweise wäre das Vierte das erste, von dem Deutschland per se keinen Vorteil hat, und außerdem bestimmt in Deutschland offenbar jemand anders als der, von dem man das denkt. War es nicht der legendäre Horst Seehofer, der sagte: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden“?

Nun hat Polens Kaczyński das Vierte Reich wieder ins Gespräch gebracht, aber weil er die Sensibelchen in der aus teils extremen Minderheiten bestehenden Bundesregierung nicht frontal vor den Kopf stoßen wollte – er hat eher Entschädigungen fürs Dritte Reich im Kopf und fühlt sich (zu Recht) von der EU-Justiz verfolgt – schränkte er ein: Der Begriff „Viertes Deutsches Reich“ sei „nichts Negatives, da es sich nicht um das Dritte Reich, sondern um das Erste handelt (polnische Logik), also das Heilige Römische Reich Deutscher Nation“. Gott, werden sie sich im neuen Außenministerium fragen, was ist denn das nun wieder, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation? Und was hat das angerichtet?

 

Die Herren Weber (CSU) und Heusgen (CDU) zeigen hingegen, wer wohl die wahren Herren sind. „Worte bereiten Taten vor. Putin spricht von einem Genozid im Donbass, damit könnte man dann einen Krieg begründen“, so der Sprengmeister EU-Mampfred Weber (mehr zu unserem Mampfred in unserer Suchleiste), und auch der Diplomat und Geistesbruder Heusgen, der eine Anschlussverwendung als Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz finden soll, rasselt mit seinem nicht vorhandenen Säbel.

 

Unser Liebling des Monats in einem Bild:

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