Frau Brüschtle geht als Einhorn

nicht mit partei und Fraktion abgesprochen!

Das Leben ist kein Wunschkonzert, und in Merkeldeutschland schon mal gleich gar nicht. Wer hätte da gedacht, dass ausgerechnet eine Politikerin der SED-Nachfolgeorganisation aus dem Gau West uns heute die Trübsal vertreibt?

 

Wir befinden uns in Schwäbisch Gmünd, Baden-Württemberg, wo gerade eine Gartenschau eröffnet wurde, was natürlich immer ein willkommener Anlass ist, Brauchtum, Kunscht und Politik auf eine gemeinsame Bühne zu stellen. Für Heimat- und Parteipresse ein eher langweiliger Pflichttermin mit dem winkenden Minipräsi Winfried, Lokalmatadoren und Kindern in Bienenkoschtümen. Wenn da nicht Frau Brüschtle gewesen wäre. Frau Brüschtle (der Oberbürgermeister hatte versprochen, ihren Namen nicht zu nennen) kam als Einhorn verkleidet, angetan im Wesentlichen nur mit bunter Farbe, sie erschien quasi nackt.

Nein, was für ein Spässle! Der OB schob die Nackte wie eine Trophäe vor sich her, Winfried lächelte, die Brüschte bebten, selbst die Kinder hatten ihre Freude mit dem freundlichen Einhorn, kannten sie ein solches doch nur aus Bilderbüchern, die noch nicht der Zensur zum Opfer gefallen sind.

Aber musste der OB denn unbedingt überschwänglich herumposaunen: „So sehen bei uns im Ostalbkreis Stadträtinnen aus!“ Schnell wussten alle, dass Frau Brüschtle gar nicht Frau Brüschtle heißt, sondern Cynthia Schneider, und Stadträtin der Linkspartei ist. Der Geschäftsführer der Remstal Gartenschau versuchte schnell sich aufregende Gemüter zu beruhigen. Heiligs Blechle, es is doch nix gwäse! Eine Nackte? „Das ist gar nicht so aufgefallen.“

Der Minischterpräsident mahnte, „wir sollten nicht bei jedem Ereignis fundamentalistische Debatten führen“. Aber die Linke fürchtete wohl um ihr Image als biestig-verkrampfte Linksspießerpartei und machte sofort bekannt: Der Auftritt als Einhorn „sei mit Partei und Fraktion nicht abgesprochen gewesen.“

Hört, hört!

„Ich habe die Sorge, dass viele unserer Straßen und Brücken diesen Belastungen nicht gerecht werden.“
(Deutscher NATO-Admiral Manfred Nielson zum geplanten Großmanöver 2021)

„Der Ehrgeiz kommt sicher von meinem Vater.“
(Noah Becker, 25, TV-Shirt-Designer und DJ)

„Was machen wir zum Beispiel mit den Ringen des Saturn?“
(Astrophysiker Martin Elvis, der sich um die interplanetarische Umweltzerstörung durch Bergbau im All sorgt)

Die, die Ihr von Facebook kommt: Wegen der Mammaephobie von FB haben wir ohne Foto auf unsere Homepage verlinkt. Tragt Euch in die Aboliste ein, dann kommen alle Beiträge ohne Umwege auf die Email.

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.