Casino-Sozialismus mit „Wumms“

Olaf & Angela drehen das große Rad…

Da staunen die Berichterstatter, ob sie nun der SPD nahestehen, der SPD oder der SPD. Selten habe man erlebt, dass sich jede Regierungspartei so wohl zu fühlen scheint mit dem, was man vereinbart hat, lobt der Spiegel – und das sollte uns den kalten Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Eine „Überraschung“ sei der Koalition gelungen, findet ein Autor in der Welt, auch wenn er nicht recht glauben mag, dass die Damen „tatsächlich auch nur ein Paar Schuhe mehr kaufen, weil diese dann statt 100 Euro nur noch 97,48 Euro kosten“. Und die FAZ wagt den zaghaften Hinweis, „was das Konjunkturpaket dem Land bringt, wird man erst in einigen Monaten wissen“.

Sind’s 130 Milliarden oder etwas mehr? Wer weiß das schon genau? Das jüngste Buben-Stück im Rahmen der großen Transformation heißt jedenfalls „Mit Wumms aus der Krise kommen” (Olaf Scholz) und sogar Franken-Söder lobt: „Es ist ein mudiges, aber kein dollkühnes Brogramm.“ Man kann es auch als Casino-Sozialismus beschreiben: Zocken mit anderer Leute Geld – was rauskommt: egal.

Am besten hat uns übrigens die Mehrwertsteuerreduktion von 19 auf 16 Prozent gefallen, nicht weil wir Anhänger der These sind, dass ordentliche Steuersenkungen der beste Konjunkturmotor sind, sondern weil sich in diesem speziellen Fall wieder einmal unsere Theorie beweisen lässt, dass wir von Narren regiert werden. Denn die MwSt-Senkung gilt nur von Juli bis Dezember, und auf eine solche Idee kann nur jemand kommen, der in seinem Leben niemals einer ehrbaren Beschäftigung etwa im Einzelhandel nachgegangen ist.

Jedenfalls müssen die 340.000 Einzelhändler ab dem 1. Juli ihre Kassensysteme umstellen, und gegebenenfalls die Preise im Regal umetikettieren. Und am 1. Januar alles wieder zurück. Ähnliches gilt für die 180.000 Gastronomiebetriebe. Millionen Leasingverträge müssen um- und wieder umgeschrieben werden. Waren, die mit einer 19%igen Belastung eingekauft wurden, können nun nur mit einem 16%igen Aufschlag weitergegeben werden. Sollte ein pfiffiger Händler die Wiedererhöhung auf 19% im Januar jetzt schon programmieren lassen – abwarten! Wir sind absolut sicher, dass da bestimmt noch das ein oder andere Prozent dazu kommt.

Mancher Buchhalter dürfte also demnächst verrückt werden und nur noch für eine Anschluss-Verwendung in einer der Regierungsparteien geeignet sein. Und der Verbraucher? Der spart dann bares Geld, wenn „die Händler die Steuersenkung auch auf ihre Waren und Dienstleistungen umschlagen“, weiß die kluge Bild-Zeitung. Wenn nicht, dann nicht.

Von Saskia, der schwäbischen Hausfrau der SPD, bekommen die Kiddies übrigens eine neue Playstation und ein paar Spiele, wenn die Eltern die 300 Euro Kinderprämie weitergeben. Wenn nicht, dann nicht.

Der Rest der Milliarden wird intern hin- und hergeschoben. 5 Milliarden zur Bahn, ein paar Milliarden in die Sozialversicherung, ein paar Milliarden in die EEG-Umlage für den grünen Strom.

Natürlich kommt die Pädagogik nicht zu kurz: E-Autos und Ladestationen sollen gefördert werden, damit in Zukunft mehr Pendler lernen, statt mit dem Auto mit Bus oder Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Oder mit einem E-Auto von Tesla oder Renault.

Mit der Überschrift „Ausgebrannt!“ zeigt der Spiegel den deutschen Automobilkonzernen schon mal freudig den Stinkefinger, wahrscheinlich weil man da sauer ist, dass immer weniger Automobilanzeigen geschaltet werden.

Wer soll das bezahlen? Wer hat so viel Jeld? Na, der Wähler natürlich, der hat das ja auch bestellt. Und da fragen sich Experten immer noch: Wie und warum sind die Maya untergegangen?

Und hier eine News-to-Use (eine Nachricht, die Nutzen bringt):
Geh'n sie mit der Konjunktur, nehm'n sie sich/ ihr Teil sonst schäm' sie sich/ und später geh'n sie nicht/ zum großen Festbankett.

DDR 2.0. Not macht erfinderisch
Die Automobilkonzerne der Welt wissen natürlich, dass Verbrennermotoren den Elektroautos deutlich überlegen sind (oder haben Sie schon mal einen IS-Kämpfer im Tesla gesehen?). Aber was sollen sie machen, leben doch sozialistische Politiker rund um den Globus ihre Klimaphantasien aus. Deshalb erfanden die Autobauer schon vor Jahren das Hybrid-Fahrzeug, um Verbraucher und Sozis gleichzeitig glücklich zu machen.

Nun lasen wir in der Welt, eine Studie habe ergeben, dass das Ladekabel bei etlichen Leasing-Dienstfahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb selbst nach Zehntausenden Kilometern nicht ein einziges Mal benutzt worden war. Der Verbraucher, pfiffsch wie die Sachsen in der Tätertä!

 

11 comments

  1. chris 4 Juni, 2020 at 20:38 Antworten

    “Wumms”, welcher scholz+friend hat sich denn diese Verkaufe wieder einfallen lassen?
    Der wichtigsten Volkswirtschaft der (sie finanzierenden) Eurozone ist das Überleben soooo wichtig, dass man dafür bereit ist so ungefähr das Privatvermögen eines Jeff Bezos zu investieren. Sehr sehr mutig! Muss man ja nur als Wumms verkaufen, die wissen ja, Psychologie ist alles, und der Michel lässt sich wirklich alles verkaufen, wie die Coronawochen soeben bewiesen haben.

    Die Wirklichkeit sieht so aus, dass Merkelchen wegen Virus-Verschrecktheit alle die eben nicht so irre systemrelevant sind, einfach über die Wupper gehen lässt, Pech gehabt!

  2. treu 4 Juni, 2020 at 21:11 Antworten

    Man weiß schon gar nicht mehr, was man zuerst tun müßte, auswandern, in einen Steuerstreik eintreten oder zumindest aussteigen, um diesen Räubern und Wegelagerern keinen Cent mehr für ihre absurde Steuerverschwendung und schmarotzerhafte Selbstbedienung zu schenken…
    Man kann irre werden, an diesem Land, seiner Regierung, Politik und dessen Bürgern, die sich weiter alles klaglos, feige, devot und obrigkeitshörig vom neufeudalen Hofstaat gefallen lassen.

    • Rüdiger 5 Juni, 2020 at 07:53 Antworten

      Meine Frau und ich sind beide Mitte 50 und hatten bereits vor Jahren unsere ganzen hart erarbeiteten Ersparnisse vor den Augen und Händen des Staates in Sicherheit gebracht. Wir haben vor zwei Jahren unsere Vollzeitjobs gekündigt und machen beide nur noch Minijobs auf 450€-Basis mit jeweils 10 Stunden die Woche. Wir zahlen weder Steuern noch GEZ und bekommen sogar noch etwas vom Amt dazu und die Miete wird zum Großteil übernommen. Wir rackern nicht mehr bis 67 oder 70 und lassen uns ausquetschen. Und sollte der Euro scheitern, dann ist uns das auch wurscht. Über 90 Prozent unserer Ersparnisse sind längst nicht mehr in Euro im Ländle. PS: Nein, wir haben kein schlechtes Gewissen bei der Sache 🙂

  3. Die rote Null 4 Juni, 2020 at 21:38 Antworten

    Stellt die Bezeichnung “dauergrinsender Dorfdepp aus Hamburg” eigentlich eine justitziable Beleidigung dar?

  4. Luisa Nemeth 4 Juni, 2020 at 22:14 Antworten

    “Die Macht-Eliten scheinen mE dermaßen coronisiert zu sein, dass sie nichts und niemand mehr heilen kann”. Und wir zahlen noch horrende Summen an Pflegegeld?????!!!!! Sie verschwenden nicht nur unsere hart erarbeiteten Steuer-Euronen, sie hinterlassen uns Überziehungskredite, Pump,Pump,Pump.

  5. August Klose 5 Juni, 2020 at 09:32 Antworten

    Ach, die Preise werden ab 1. Juli um drei Prozent steigen, es steht dann nur 16% drauf und am 1. Januar nochmal um drei Prozent, wenn wieder 19 % draufsteht. Wetten?

  6. Paula 5 Juni, 2020 at 09:56 Antworten

    Warum nur musste ich bei der 300 € Kinderprämie sofort an den Syrer mit seinen 4 Ehefrauen und 23 Kindern (Stand 2016) denken?

    Zum Thema Mehrwertsteuersenkung fällt mir auch nur ein, dass gerade der Einzelhandel jammert und jammert, weil die Kunden einfach weg bleiben. Die haben nämlich null Bock auf Shopping mit Mundschutz, Desinfektion und permanenten Appellen, Abstand zu halten. Die 3% weniger kann sich unsere Regierung in die Haare schmieren, bei den Preiserhöhungen von Kleidung/Schuhen gegenüber 2019.

    Erschreckend, für wie dumm doch der Bürger gehalten wird.
    Meine Glaskugel sagt mir übrigens, dass die Autoindustrie auf ihren Elektroautos sitzen bleibt. Dumm gelaufen….

  7. Klauspeter 5 Juni, 2020 at 11:53 Antworten

    Heute Morgen im DLF durfte ich mich an er Aufklärung der Scholz-Lüge und dem KGE-Slogan durch die Kanzlerin erfreuen. Die Milliarden/Billionen aus der Bazooka und dem Wumms lagen nicht , wie behauptet oder insinuiert, auf dem Sparkonto der Regierung, sondern sind die Schulden der künftigen Generationen. Wer hätte das gedacht, nachdem Olaf mit den Geldbündeln nur so um sich geworfen hat, dass ihm die Kanzlerin so in den Rücken fällt. Aber womöglich gilt die Ehrlichkeit von Merkel ja einem höheren Ziel: dem Standbild der gütigen, klugen Landesmutter, für das ARD und ZDF gestern schon mal den Sockel geschaffen haben. Ich glaube, Merkel kann bei beiden Interviews beides, die Fragen und die Antworten; sie musste sich nur die Stichworte merken.

  8. ETIAM SI OMNES, EGO NON 5 Juni, 2020 at 16:21 Antworten

    Eskens Saskia, die fleischgewordene Antifa-Stalinorgel, wird vermutlich versuchen, sich die Attacke auf die Sparkonten der über ihre Zwangsabgaben Bürgenden auf ihre Fahne zu heften; schließlich ist sie Vorsitzende der Sozidilettantenpartei, die nach ihrem Verständnis ihrem ungeliebten PG Bubi Scholz vorschreiben kann, wie das “Historische Rettungspaket” (Südwestpresse) auszusehen hat. Ihr Triumphgehabe auf Twitter zum Ergebnis der 36-stündigen GroKo-Runde (der Berg kreißte und gebar eine Ratte) hätte in punkto Polarisierung und Sprachschatz der Mediamarktwerbung zur Ehre gereicht.

    Wer glaubt, dass die Steuerreduktion zum Jahresende nur zurückgenommen werden wird, dürfte sich kräftig geschnitten haben! Erinnern wir uns doch alle höchst angesäuert an 2005, als die von der CDU vorgeschlagene Erhöhung des Steuersatzes um 2 % auf 18% vor der Wahl von der SPD zunächst vehement als unsozial abgelehnt wurde, während man sich bei den Koalitionsverhandlungen im Zuge eines wundersamen Sinneswandels der SPD urplötzlich auf eine Steigerung. um 3 % auf 19 % einigte.

  9. irgendwer 9 Juni, 2020 at 12:19 Antworten

    Damals noch in der WiWo zur Bonpflicht:
    “… Mittendrin: das Start-up Locafox, ein Hersteller von Kassensoftware, an dem die SPD-Beteiligungsgesellschaft ddvg über ihre Tochter „2 Welten Investment“ maßgeblich beteiligt ist. Die Konstruktion wirft eine entscheidende Frage auf: Profitiert die SPD über ihre unternehmerische Beteiligung von einer Regelung, die sie politisch mit umgesetzt hat? …”

    Dass ein Hersteller von Kassensoftware von einer temporären Kassenumstellung massiv profitieren würde, ist heute aber so abwegig wie damals.

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