Wahlfälschen leicht gemacht

Wenn Dein Herz links schlägt…

Es ist kinderleicht und dient einer guten Sache, vorausgesetzt dein Herz schlägt links. Risiken und Nebenwirkungen stehen zwar auf dem Beipackzettel, sind aber aus der Praxis nicht bekannt.

Er/Sie/Es könnte Karl Kipping, Katja Lauterbach, Robert Scholz oder Olaf Habeck heißen, genaueres wissen wir nicht, weil sein/ihr Name geändert wurde. Wir wissen nur, dass er/sie/es dem Tagesspiegel erzählte, dass er bei der letzten Kommunalwahl in Brandenburg als Wahlhelfer „mindestens 50 Stimmen“ von der AfD zu den Grünen verschob. Warum?

Weil: „Mein Herz schlägt links.“ Übrigens sei der Betrug ganz einfach gewesen. „Keiner hat mich kontrolliert. Dann habe ich einfach ein paar blaue Stimmen grün gemacht.“

Etwa so: „Wenn einer der AfD-Kandidaten mehrere Stimmen erhalten hat, habe ich einfach nur eine Ziffer, die restlichen bei einem Kandidaten der Grünen abgestrichen.“

Außerdem lernen wir, die Wahrscheinlichkeit, bei Manipulationen ertappt zu werden, sei relativ gering. Klingt ein bisschen nach: Das kleine Risiko ist es doch wert, wenn es der richtigen Sache dient. Natürlich wird Paragraph irgendwas zitiert, demzufolge ein Stimmenverschieber gegebenenfalls gar ins Gefängnis käme – aber gilt das auch, wenn die Stimmen von der AfD zu den anderen verschoben werden? Wären da nicht Sozialstunden angemessen? Dürfte auf den Richter ankommen.

Bei der Landtagswahl, so ein Schlaumeier von der CDU, ein Kreiswahlleiter, wäre die Manipulation nicht so leicht, wegen des Vieraugenprinzips. Da müssten dann schon zwei Herzen links im Takt schlagen. Eine solche Paarung dürfte nicht zu schwer zu finden sein, schließlich sind Linke (grüne SED) eine dominierende Spezies in Brandenburg und Sachsen. Außerdem kann man die Manipulation gut als präventive Maßnahme verkaufen. Genau deshalb ist ja Katja/Karl/Robert/Olaf, oder wie immer der Wahlganove heißt, schließlich zur Zeitung gelaufen. Um zu warnen: Wenn der Betrug in die eine Richtung so einfach funktioniert, dann auch in die andere.

 

Gestern schrieben wir in der Blackbox:

„Biarritz? Ach Gott, Donald hatte von Anfang an keine Lust, Merkel ist auch schlecht gelaunt. Macron spielt mal wieder Napoleon. Schonklod wird sicher Boris bedrängen. Nur der Japaner schweigt höflich.“

Nun müssen wir hier korrigieren: Schonklod war gar nicht dabei. Er hatte Galle. Auch war Merkels Laune besser als erwartet. Vielleicht, weil Donald sie mit Charme besprühte.

„Sie ist eine brillante Frau“, so Donald, außerdem verstehe sie alles genau und wisse vieles schon, bevor die meisten anderen es wüssten. Woher er das weiß? Vielleicht von der NSA, die Merkels Telefon zu ihrem eigenen Schutz regelmäßig checkt? Daher hat Donald vielleicht auch seine Erkenntnis, bei der es uns eiskalt den Rücken runterlief. Ob sie ihm fehlen würde, als einzige Frau bei G7, wenn sie bald nicht mehr da sei, fragte ein Journalist. Nicht mehr da? „Sie könnte Sie überraschen“, antwortete Donald. Er wäre vorsichtig mit solchen Spekulationen. O je!

Recht hatten wir hingegen mit Klein-Napoleon Macron, der zum G7-Gipfel kurzfristig die Iraner einfliegen ließ. Nicht mal Merkel wusste davon. Trump reagierte klug, nahm sich eine Auszeit und schaute TV. Und der Japaner schwieg höflich.

Unsere Weltpresse läuft Amok wg. Regenwald. „Warum sind wir so passiv“ fragte völlig irreleitend die FAZ. In dem Aufsatz meinte ein brasilianischer Fotograf mit dem „Wir“ nämlich seine Landsleute, nicht uns alle. Außerdem: Bei allem, was mit dem Wetter zu tun hat, kann man unserer Weltpresse leider nicht mehr trauen. Unreflektiert hetzen die Pressbengels von einem vermeintlichen Aufreger zum nächsten. Kaum ist Greta auf hoher See, jetzt also die Waldbrände. Was uns dann erst recht stutzig macht. Die Weltpolitiker, die, bis auf einen, gerne auf jeden Klimazug der Schreihälse aufspringen, machten als „Soforthilfe“ gerade mal 20 Millionen Dollar locker. Das geben die in Biarritz doch schon für die Vorspeisen aus...

1 comment

  1. Otto F. 27 August, 2019 at 08:38 Antworten

    “Das geben die in Biarritz doch schon für die Vorspeisen aus…”
    Für mch der erste Lacher des neuen Tages.

    Warum sich Donald so euphorisch über Merkels Fähigkeiten geäußert hat, weiß ich auch nicht. Ich habe immer davor gewarnt, Merkel zu nah an Trump heranzulassen. Aber auf mich hört ja keiner. Merkel hat offenbar etwas Magisches an sich, das alle Tiger in Bettvorleger verwandelt.

    Trump, hau ab nach Amerika (oder sonstwohin), bevor es zu spaet ist!”

    Bei den Äußerungen von Trump lief es mir auch eiskalt den Rücken herunter. Merkel wird 2021 nicht Schluss machen mit Politik. So viel steht wohl fest. Sie hat irgendetwas vor und Trump weiß, was es ist. Wahrlich keine guten Nachrichten. 🙁

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