Was sollen wir trinken?
Diese Hitze, so ein Durst

Ganz Deutschland fragt sich:

Einen Katzensprung von Würselen (Weltstadt mit berühmtem Martin-Schulz-Spaßbad) entfernt liegt Geilenkirchen (der Name ist Programm). Geilenkirchen durfte immerhin ein paar Stunden lang den Titel „heißester Hotspot“ im Homeland NRW und darüber hinaus tragen, ...

 

... dann meldeten sich Bonn und andere NRW-Townships mit ihren Temperaturen ebenfalls für den Titel an. Endlich ist das Homeland NRW mal ganz weit vorne! Gut gemacht, Armin, es geht voran.

Ebenfalls im Homeland NRW liegt das verschlafene Borken, und die offizielle Temperatur ist uns nicht bekannt. Dafür aber sind erste Auswirkungen der Hitzewelle zu konstatieren. Die Polizei verhaftete einen Serientäter in Flagranti. 90 Einbrüche sollen auf sein Konto gehen, 11 hat er bereits gestanden, trotzdem musste die Polizei ihn laufen lassen. Das Amtsgericht entschied: keine U-Haft. Klingt eindeutig nach Sonnenstich beim Amtsrichter.

Unter die Diagnose Sonnenstich dürfte die Berichterstattung über eine Kita in Sachsen, die nach einem Schweinefleischverbot angeblich unter Polizeischutz steht, nicht fallen. Das sind ganz normale, wetterunabhängige Mainstream-Fake-News. Die Wahrheit: „Es ist nicht richtig, dass es dort Polizeischutz gibt oder gab“, teilte Leipzigs Polizei dem Portal „Publico“ auf Anfrage mit.

Das AKW Grohnde (Niedersachsen), das Wasser aus der Weser für die Kühlung nutzt, muss den Reaktor herunterfahren. Der Fluss ist zu warm. Für die Grünschnäbel-Partei ist das doch eine gute Nachricht, oder?

 

Tricks gegen Armut

Es wächst zusammen, was zusammen gehört. Mit der Erkenntnis „Nun nähert sich der Westen dem Armutsrisiko des Ostens an“, bereitet die Welt ihre Leser auf die Zukunft vor. Leider fehlten Tipps für Wege aus der Armutsfalle. Wir empfehlen: Religion wechseln, drei Frauen heiraten und viele Kinder machen. Leben wie Abboud Sweid im Homeland NRW. Der wird erst arm, wenn wir alle arm geworden sind...

 

Merkel wieder solo?

Da kann Angela Dorothea Merkel froh sein, dass sie nicht Präsidentin oder Präsidentschaftskandidatin in den USA ist. „Hillary Clinton: Wie krank ist sie wirklich“ wurde rauf und runter spekuliert, als die öffentlich zitterte. Und wie oft wurde bei Donald Trump gefragt: „Zoff im Weißen Haus?“, weil Melania mal nicht bei einer Reise dabei war. Bei Merkels Sauer-freiem Auftritt in Bayreuth wurde nicht gefagt: „Merkel wieder solo?“

 

Im dunklen Blätterwald

Bei dem Wetter können wir ruhig mal einen kleinen Abstecher in den tiefrot-dunklen Teil des Blätterwaldes unternehmen. Und siehe da, bei der linken taz fanden wir ein Interview mit einem gewissen Wilko Zicht, vorgestellt als Wahlrechts­experte und Bremer Grünen-Parlamentsreferent. Der sagt zur Trickserei der Altparteien in Sachsen (Auszüge):

Nach allem, was wir wissen, hätte die AfD-Liste zur sächsischen Landtagswahl nicht gekürzt werden dürfen.
...

Letztlich hat sich der Landeswahlausschuss recht engstirnig in formalen Fragen verheddert, die sich so gar nicht stellen.
...

Es ist nicht verboten, eine Liste auf mehreren Versammlungen zu wählen. Zulässig ist sowohl eine bloße Fortsetzung der ersten Versammlung als auch eine neue Versammlung zur Änderung oder Ergänzung der auf der ersten Versammlung beschlossenen Liste.
...

Schlimmer ist, dass die AfD nun gute Aussichten hat, eine erfolgreiche Wahlprüfungsbeschwerde einzureichen. In letzter Konsequenz könnte das bedeuten, dass der Landtag neu gewählt werden muss.

Oder die Sachsen entscheiden sich, ihre AfD-Kandidaten nicht über Listen, sondern direkt ins Parlament zu wählen.

 

Tag 25 der SPD-Chefsuche

Die Genossen sollten sich schämen. Inzwischen haben sich im Homeland mehr Männer und Frauen als Diverse (nämlich 27) umtragen lassen, als die SPD Chefkandidaten auf die Resterampe bringt.

 

Apropos Super-Hitze. Leserin *** schrieb auf FB, dass es sogar in der Täterätä, wo es sonst nicht so viel gab, ach, lesen Sie selbst:

Von Hitze kann man eigentlich erst reden, wenn es mindestens 3 Wochen ohne Unterbrechung heiss ist. Auch das haben wir schon gehabt unter sozialistischen Bedingungen, da war das Wasser nach einer Woche knapp.

Wir haben es überlebt, die Welt ist nicht untergegangen aber viele haben es wohl vergessen.

Wir lernen: Hitze ist nicht jedermanns Sache. Hitze im Sozialismus, Gott bewahre!

 

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