Alarmzeichen für Demokratie
In Straßburg & Hockenheim

Hauen & Stechen

Zuerst Nachrichten aus dem Straßburg-Brüsseler Paralleluniversum. Ursel hat allen alles versprochen, mehr ging nun wirklich nicht, und natürlich hat es gereicht. In Hockenheim wurde ein Amtsträger niedergeschlagen, aber Frank-Walter sagte noch nichts...

 

Großes Demokratie-Theater in Straßburg. In der hiesigen Presse als „Der Widerspenstigen Zähmung“ verkauft. Als hätte Deutschland auch nur irgendeinen kleinen Vorteil davon, wenn von der Leyen gewählt wird, oder als wenn jede der deutschen Parteien für deutsche Interessen eintreten würde, und man daher Geschlossenheit einfordern könne. Theater eben, und alle haben ihre Masken aufgesetzt.

383 Stimmen erhielt Ursula von der Leyen, knapp 60 weniger als damals Schonklod Juncker. Vom Wähler gewählt wurde sie eh nicht, dem wurde ein Herr Weber plakatiert. Als von der Leyen aus dem Hut gezaubert wurde, hielten die meisten Deutschen sie spontan für ungeeignet und für eine Fehlbesetzung. Ungerührt beschwor von der Leyen das EU-Parlament gleich in allen Sprachen, die sie sprechen kann. Please, please, S'il vous plaît. Und die Parlamentarier werden sich gedacht haben: Wer weiß, ob danach was Besseres kommt?

Die Liberalen (nein, da gibt nicht die Lindnerpartei den Ton an, sondern der Neo-Liberale Macron!) haben im Gegenzug Lagarde als EZB-Chefin bekommen. Die Lindner-Liberalen hätten sich eigentlich gegen das Leyen-Theater aussprechen müssen, weil die das freie Internet in Zukunft eher auf chinesische Art betreiben möchte, aber bei Lindner gilt der alte Schrödersatz: Hätte, hätte, Fahrradkette.

Dem EU-Osten versprach Ursel, die Flüchtlingsverteilung erst einmal auf Deutschland zu beschränken, den EU-Grünen besseres Klima und den EU-Sozialisten ganz viele neue und alte Posten. Dem Süden signalisierte sie die Übernahme der deutschen Arbeitslosenversicherung in ganz Europa bei deutscher Finanzierung.

Natürlich muss man bei dem zurückliegenden Medientheater zwischen deutschen und nicht-deutschen Sozialisten (grün wie rot) unterscheiden. Die einen sind als vaterlandslose Gesellen bekannt, die anderen nicht. Außerdem spielen die deutschen Genossen kaum eine Rolle in der EU mit ihren läppischen 15%, und die Grünen werden nur von unseren hauseigenen Medien wichtig gemacht, in der EU sind sie ein parlamentarischer Fliegenschiss.

Jedenfalls hat das EU-Parlament gezeigt, dass es noch nicht reif ist, einen eigenen Weg zu gehen, und es hat abgenickt, was der EU-Rat von ihm forderte. Vielleicht gut so. Man soll es mit der Demokratie nicht übertreiben. Das dürfte auch Wlad in Moskau so sehen, und Donald nimmt die komische EU eh nicht ernst.

 

Noch ein Alarmzeichen für unsere Demokratie

Dem SPD-Oberbürgermeister von Hockenheim, dem Genossen Dieter Gummer, ist das widerfahren, was jedem droht, der in deutschen Städten nachts noch auf der Straße ist: er musste das Zusammenleben mehr schlecht als recht neu aushandeln, und fand sich nach einem Einzelfall im Krankenhaus wieder. Zwar ermittelt die Polizei „in alle Richtungen“, aber so viel ist denn doch schon bekannt: Der Täter „ist etwa 40 Jahre alt, 1,65 Meter groß, dunkelhäutig und schlank. Er hat kurze schwarze Haare, trug eine schwarze Hose, eine rote Jacke und sprach Deutsch mit leichtem Akzent“. (Diese Details finden Leser übrigens nicht beim Spiegel, der ist zur Zeit noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt.)

Jedenfalls dürfte Gummer der Überfall wohl noch einige Zeit zu schaffen machen, gerade für einen Spezialdemokraten sind solche Fälle doch eher Phantastereien von Rechts. Ob hier der Trost eines Experten vom Westdeutschen Rotfunk (WDR) hilft? Seit die Zahlen von Vergewaltigungen sprunghaft angestiegen sind, beruhigt der studierte Pädagoge (kath. Religion und Sport) Christian Lüdke die Vergewaltigungsopfer: ein solches „wird dann später ein anderes Leben führen, als sie ohne diese Vergewaltigung geführt hat, aber dieses Leben muss nicht unbedingt schlechter sein, es ist einfach nur anders.

Genosse Gummer hat wohl noch Glück gehabt (jedenfalls mehr als viele andere Opfer spezialdemokratischer Justiz- und Integrationspolitik), so dass hier nicht auf die in solchen Fällen üblichen Trauerworte vom evangelischen Wanderprediger Bedford-Strohm zurückgegriffen werden muss: „Vielleicht wäre sie noch am Leben, wenn sie aus dem Mißtrauen heraus gelebt hätte. Aber wäre das das bessere Leben gewesen?“

Von Frank-Walter, dem Einseitigen, liegt noch kein Statement vor, so dass wir auch hier auf eine ältere Aussage zurückgreifen müssen: „Wenn heute die Repräsentanten unserer Demokratie, allen voran die Ehrenamtlichen, wenn Bürgermeister und Kommunalpolitiker beschimpft, bedroht und tätlich angegriffen werden – dann ist das ein Alarmzeichen für unsere Demokratie.“

3 comments

  1. Frank B. 17 Juli, 2019 at 00:06 Antworten

    Wieder mal super beobachtet. Nur das mit der Fahrradkette kam meines Wissens nicht vom Gas-Gerd, sondern vom Steinbrück. Spielt aber auch keine Geige.

  2. Ostfale 17 Juli, 2019 at 15:27 Antworten

    Von Frank-Walter dem Einschlägigen werden wir wohl zur Causa seines Genossen Gummer nichts zu hören bekommen können. Ich hoffe darauf, sonst müßte man evtl. den Hut ziehen, daß er doch die Kurve gekriegt hat. Nun ja, vielleicht erleuchtet ihn diesbezüglich der gute Kleingeist des Hockenheimrings und schiebt ihm stickum einen Joker in den Ärmel. Es ist ja auch heute noch so – die dümmsten Bauern haben immer die dicksten Kartoffeln. Der Grüne Robert hat sie zwar nur im Socken, aber die Damenwelt ist, gerade deswegen, weiter frenetisch. Wer weiß, was Fränkyboy noch so alles im Scheuer hat.

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