Kann man noch nach Deutschland reisen?
Ehrliche Antwort? Nein.

Stolz und Vorurteil

+++ Neun Tourismusverbände rufen zu „Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz“, weil, so hat der „Welt“-Redakteur Sönke K. herausgefunden, sich „mehr und mehr Touristen“ inzwischen die Frage stellen: Kann man noch nach Deutschland reisen? Ehrlich? Eigentlich nicht. Denn „mehr und mehr“ Touristen müssen in ihren Heimatzeitungen viel über Rassismus lesen. Dabei hat es diese kleine Meldung noch nicht einmal in die Weltpresse, ja nicht einmal in die Tagesschau geschafft: Eine Gruppe von 20 bis 30 Jugendlichen hatte der Polizei zufolge in dem Bahnhof gegen 21 Uhr randaliert und Reisende angepöbelt. Bahn-Mitarbeiter mit Steinen beworfen. Großaufgebot der Polizei griff ein. Ein Polizist schwer verletzt. Ja, diese „Jugendlichen“, von denen die „Welt“ schreibt. Einer war 27 Jahre alt, quasi forever young. Und dass die Jugendlichen allesamt AfD-Mitglieder waren stand auch nirgends. Beim nächsten Mal dann doch besser recherchieren, Freunde!

Jedenfalls – unterbrechen Sie nicht, was hat Amberg damit zu tun? – haben der Deutsche Tourismusverband (DTV), die Deutsche Zentrale für Tourismus, der Deutsche Reiseverband (DRV) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband  in gemeinsamer Heimarbeit – nein, Mia aus Kandel gehört auch nicht zum Thema! – den Hashtag #jazuweltoffenheit entwickelt. Besuchen Sie Deutschland, so lange es noch steht (na gut, um Amberg sollten Sie dann vielleicht doch einen Bogen machen, wie überhaupt um Hauptbahnhöfe im Dunkeln, und beachten Sie die No-Go-Schilder, an denen die Verbände bestimmt auch schon basteln... +++

+++ Richtige Entscheidung im Homeland NRW – der Evelyn Burdecki-Preis für bahnbrechende Erkenntnisse geht an Bärbel Höhn von den Grünen für ihre Theorie, dass es im Moment so kalt sei, weil der Golfstrom nicht mehr richtig funktioniert. +++

+++ Hören wir ein Dankeschön aus dem Township Berlin für die vielen Milliarden Länderfinanzausgleich aus Bayern? Und wie erklären unsere Bundes-Juristen diese Finanzierung der Berliner Verschwendungssucht, wo doch das Hauptziel des Finanzausgleichs laut Grundgesetz die „Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse“ ist und nicht: einer ist dumm und fleißig, der andere arm und sexy? +++

+++ Wir haben natürlich nicht alle Zeit der Welt wie Richter Beier aus dem Homeland NRW, daher der Fall knallkurz: Afghane Seyed ersticht „Flüchtlingshelfer“ José bei nächtlicher „Aussprache“ weil der „Flüchtling“ immer „eine der Freundinnen“ des Flüchtlingshelfers belästigte. Afghane klein, Flüchtlingshelfer groß. Daher Notwehr. Der Afghane habe „mit der Flasche zugeschlagen – und damit zunächst das „mildere Mittel“ zur Verteidigung eingesetzt“, begründete Richter Beier eine halbe Stunde lang den Freispruch, außerdem sei „ein rechtswidriger Angriff des Geschädigten (des Toten) zu bejahen, er wollte den Angeklagten verprügeln.“ Also, der Mordgeneigte brachte eine Flasche mit zur Prügelei – tödlich war allerdings das Messer, mit dem Seyed sechsmal zustach. Ach so, ein Messer hatte er praktischerweise auch dabei. Aber das tut nichts zur Sache. Nur eines bleibt bei den Ausführungen des Richters absolut nicht nachvollziehbar: Seine Aussage, das Urteil sei „für die Angehörigen nicht nachvollziehbar“. Warum nicht? +++

+++ Bei der Berichterstattung über den Fall lernten wir, was Juristen während des Studiums so lernen, damit sie mal so vorbildlich urteilen können wie Richter Beier: „Wenn ich im Rollstuhl sitze und jemand klaut mir die Kirschen vom Baum, dann ist es Notwehr, wenn ich auf ihn schieße.“ Außer natürlich, der Kirschenklauer lebt noch nicht so lange hier... +++

+++ Löw zu Real Madrid und Merkel zum IWF? Zwei gute Ideen für Deutschland. +++

+++ Hubertus Heil plant „Respekt-Rente“. Jaja, schöner Name, das. Apropos Namen: Mehr Sorgen macht uns, dass HH in einschlägigen Kreisen 88 genannt wird. Ist das nicht verboten? +++

(Das Foto ist natürlich ein SYMBOLbild und zeigt nicht den schönen Bahnhof von Gelsenkrichen!)

 

 

 

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