Herbert streift durchs Homeland NRW

Tatütata

 

+++ Der offensichtlich unter politischem Somnambulismus (Schlafwandeln) leidende Innenminister vom Homeland NRW, Herbert Reul (CDU), hat mal wieder mit einem seiner Streifzüge durchs Homeland ordentlich Wind gemacht. Er störte Shisha-Raucher in Essen, schaute in einer Diskothek vorbei, und dann noch hier und da. Wie immer wird er dabei von zahlreichen Hundertschaften der Polizei begleitet, und, so schreibt ein Begleitjourno, er hat Glück gehabt: „Die Polizei kann sich mit personeller Übermacht und konsequentem Auftreten zumindest Respekt verschaffen.“

Das Homeland ist längst, wie Crazytown Berlin, eine Hochburg libanesischer (und anderer natürlich auch) Clans, in der das „Recht“ nur noch eingeschränkt gilt. Bei der nun von viel Tamtam begleiteten Razzia ging es angeblich „um Schwarzarbeit, Geldwäsche, illegale Arbeit, unverzollten Tabak und Alkohol sowie mögliches Diebesgut“. In Wirklichkeit um politische Aufmerksamkeit der in Wahrheit Hilflosen. Dass einige Hundert Kilogramm unversteuerten Tabaks gefunden wurden, freut den Zoll und ärgert vielleicht den Paten, aber mit seinem Gerede von einer Durchsetzung der „Null-Toleranz-Strategie“ kann Reul gerade mal seinen Chef Laschet beeindrucken. Mensch, Herbert, google mal „Zero Tolerance“ und „New York“, da lernste was. Und deinen Spruch „Bei uns gilt nicht das Gesetz der Familie, sondern das Gesetz des Staates“, widerlegt dir doch bereits das nächstbeste Amtsgericht. +++

+++ Frank-Walter, der Spalter aus Schloss Bellevue, hat anscheinend anstelle seiner üblichen Neujahrsansprache vor dem Diplomatischen Korps in Berlin mit dem Botschafter des Papstes in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, gemeinsam eine politische Messe gelesen. In den internationalen Beziehungen scheine Fairness zunehmend abhandenzukommen, predigte Frank-Walter, und er bezog sich damit natürlich auf den Unsäglichen, den Belzebub in Washington. Die „Nullsummenlogik eines ‘jeder für sich’, oder schlimmer noch: eines ‚jeder gegen jeden‘ habe an Einfluss gewonnen.

Stattdessen sollten "freie und souveräne Staaten gemeinsame Regeln finden", salbaderte der Spezialdemokrat, ein Satz, den man auch nach mehrmaligem Lesen nicht versteht. Was liest der Mann nur für Bücher?

Der Erzbischof segnete dann die Waffen der NATO und der Bundeswehr für ihre „positive Rolle in der Förderung des Friedens, vor allem mithilfe des Dialogs (hä?)“. Natürlich wurde um mehr „Flüchtlinge“ gebetet, sowie für „Umweltschutz zur Bewahrung der Schöpfung“ (neueste Wortschöpfung aus dem Vatikan). Nun ist uns der Nuntius recht wurscht, aber haben wir einen Psychologen in der Nähe von Schloss Bellevue, der mal nach Frank-Walter sehen kann? +++

+++ Robert Habeck twittert nicht mehr, was aber der Attraktivität des Mediums keinen Abbruch tut. Wir verweisen an dieser Stelle auf eine lustige Betrachtung von Archi W. Bechlenberg bei achgut. Auszug:

„Die Milliarden für die Integration wurden in diesem Land erwirtschaftet und wurden niemanden weggenommen.“ Die Tweets von Maas sind häufig derart bizarr, dass eine ebenfalls bei Twitter irrlichternde Parodie auf ihn namens Meiko Haas nicht selten für den wahren Heiko gehalten wird: „Wegen des #Schneechaos werde ich meinen Besuch in #München absagen müssen. In der Nacht gab es 30cm Neuschnee und meine Personenschützer haben Angst mich darin zu verlieren. Sicherheit geht vor.“ Original oder Fälschung?

Dann zeigt Horst Seehofer seine Digital-Kompetenz. Weiter bei achgut:

Ich mag mir kaum vorstellen, was ein gestandener Politiker wie Horst Seehofer schon alles im Leben vor Augen gehabt hat, ist er doch nach jüngster Aussage „sehr im Internet unterwegs“ und das bereits „seit den 80er Jahren!“ +++

+++ Eine lange Geschichte in der Welt über Chicago zur Zeit der Prohibition, Al Capone. Titel „Allein in Chicago zählte man fast 700 Morde im Jahr“. So where ist the news, baby? Im Jahr 2016 gab es in Chicago, wo lange Obama Gutes tat, 762 Morde... +++

 

 

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