Die Journaille und die Frage: Wie schreibt man das jetzt wieder halbwegs schön? Denn also monologisierte Trump auf dem Nato-Gipfel: Die Iraner sind „böse und kranke Menschen“, „sehr gefährlich“, „Falschspieler“, „verrückt“, „Abschaum“, „nicht richtig im Kopf“, die Spanier „schlechte Menschen“, „schreckliche Partner“, mit denen „wir nichts mehr zu tun haben wollen“.
Hm. Den Iran hat Trump gleich mal wieder bombardiert, und gegen Spanien einen vollständigen Handelsstopp angeordnet. Und wir wollen auch nicht vergessen, dass die dänische Ministerpräsidentin schwor, Grönland gegen Trump zu verteidigen. Unser Kanzler Fritz fasste abschließend zusammen: „Meine Erwartungen an diesen Gipfel in Ankara sind wirklich mehr als erfüllt worden.“
Kenner der Merzschen Weltsicht erstaunt das weniger als sein Tweet nach dem blamablen Aus der Fußballmannschaft. Denn Merz sieht sich offenbar als eine Art Heeresleiter Ost der Nato, und glaubt nach den Trumpschen Tiraden noch felsenfester, dass „Russland keine Chance hat, diesen Krieg zu gewinnen“, womit er natürlich den seines Freundes Selenskyjs meint. Der bekam 70 Milliarden zugesprochen, das ist zwar nur die Hälfte dessen, was er gefordert hat, aber ein Anfang.
Juristische Puristen mögen anmerken, dass die Ukraine überhaupt nicht in der Nato ist, dass also eine solche direkte Kriegseinmischung auf einem Nato-Gipfel, wenn sie auch nicht unbemerkt bleiben dürfte, doch eher diskret behandelt werden sollte, aber hier hat ausnahmsweise nicht der Jurist das Wort.
Kann es sein, dass Merz bei Rinderrippchen, Seebarsch mit Artischocken und Weinblättern, gar nicht in den Sinn gekommen ist, dass der Gipfel gar nicht um ihn, die Nato-Osterweiterung und die Kostenverteilung im Bündnis ging, sondern um etwas ganz anders? Überraschenderweise sagte Trump, er sei „überhaupt erst aus Respekt zu Erdogan“ nach Ankara gekommen. Denn bei der Neuordnung des Nahen Ostens spielt nämlich die Türkei eine entscheidende Rolle. Eine starke Türkei kann sogar Trumps schwierigen Partner Netanjahu ein wenig kleinhalten.
Wozu gibt es eigentlich geschätzt 2.500 Moscheen in Deutschland, wenn doch der Moslem betet, wo immer er seinen Gebetsteppich ausrollen kann? Etwa am Straßenrand, wo ein Busfahrer in Landshut auf seiner Route eine fromme Pause einlegte. Oder in einem Kinosaal in Bremen, den vier Mohammedaner zur gottgefälligen Verrichtung nutzten.
Ein aufsehenerregendes Finale im Prozess um die Lösung eines Immobilienproblem in der Türkei, bei dem der Erblasser sein vorzeitiges Ende fand. Die Presse schreibt: Der 16-jährige Messerstecher („Deutschtürke“) drohte den Richtern „Ich werde euch alle töten.“ Seine ebenfalls verurteilte Mutter lag zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Boden des Gerichtsaals. Sie hatte offenbar einen Kreislaufzusammenbruch erlitten. Eine mitangeklagte Schwester des 16-Jährigen hyperventilierte.
Übrigens. Die „Patentante“ des Mörders von Stade soll im norddeutschen SPD-Milieu untergetaucht sein.
1 Kommentar zu „Déjà vue“
„Die „Patentante“ des Mörders von Stade soll im norddeutschen SPD-Milieu untergetaucht sein.“
…mit freundlicher Unterstützung der deutschen Justiz.