Ohne den Staatstreich im vergangenen Jahr – Merz verschaffte der neuen Regierung mit dem abgewählten Parlament ein „Sondervermögen“ von einer Billion Euro – wäre Fritz wohl hauptsächlich auf dem Golfplatz und Lars & Bas würden hauptberuflich von Stuhlkreis zu Stuhlkreis, von „Arbeitsgruppe“ zu „Arbeitsgruppe“ der SPD stolpern. Natürlich reicht den Sozialisten trotzdem das Geld nicht. Im nächsten Jahr sollen 200 Milliarden „Neuverschuldung“ hinzukommen.
Der Löwenanteil (36 Prozent) ist für „Arbeit & Soziales“ vorgesehen, also hauptsächlich für Neubürger und SPD-Altlasten. Als Begründung wird allerdings Putin ins Feld geführt (Verteidigungsetat: 110 Milliarden). Klingbeil: „Man kann sich gegenüber Putin nicht mit der schwarzen Null verteidigen.“Aber mit der roten Null (Pistorius), oder wie? Außerdem will die SPD wieder mal Brücken, Straßen und das Bahnnetz reparieren. Weshalb die nichtrauchenden und trockenen Bürger bestimmt nichts gegen die Erhöhung der Tabak- und Alkoholsteuern einzuwenden haben dürften. Mehrwertsteuererhöhung wird dann im September beschlossen. Versprochen. Schließlich müssen im nächsten Jahr 115 Millionen Euro für Zinsen ausgegeben werden. Pro Tag.
Die „Mannschaft“ hatte sich bekanntlich geweigert, mit einem Spektakel von den Steuererhöhungen und der Haushaltsblamage abzulenken. Wie gut, dass auf den Donald Verlass ist. Der wollte einen US-Spieler trotz Rot-Sperre auflaufen lassen und rief den für seine Offenheit in solchen Fragen bekannten Infantino an. Und siehe da, Rot-Sperre aufgehoben. Schließlich, so Donald, glaube er nicht, „dass es ein Foul war (was zur roten Karte geführt hatte), und ich kenne mich mit solchen Dingen aus“. Also nicht mit Fußball offensichtlich, denn Donald wusste nicht mal, was eine Rote Karte bedeutet. Aber er kennt sich mit seinen Pappenheimern aus:„Ich habe mit einem Mann gesprochen, der hoch angesehen ist – und dessen Ansehen sich verzehnfacht hat.“ Damit soll wohl Infantino gemeint sein. Aber hoch angesehen? Und meint er, sein Ansehen habe sich verzehnfacht? Oder seine Einkünfte?
Als die Antifa ihr Demokratiezerstörungswerk in Gang setzen wollte, waren die AfD-Abgeordneten längst in aller Herrgottsfrühe sicher in die Halle gebracht worden, und der Parteitag konnte beginnen. Hat die Polizeiführung etwa den SPD-Innenminister im Dunkeln gelassen oder ist der seinen radikalen Parteifreunden in den Rücken gefallen? Aber so wurde der AfD-Parteitag in Erfurt doch noch ein „großes Fest der Demokratie“ (Katrin Göring-Eckardt). Die Delegierten, taktisch im Morgengrauen angereist, absolvierten die Wahl des neuen Vorstands mit Bravour, und den zu spätgekommenen Antifanten blieb nur noch, leere Feldwege und Autobahnen zu blockieren. Einige Trottel klebten sich an Schienen der Straßenbahn fest, deren Betrieb längst eingestellt war.
Der weithin unbekannte Bundesumweltminister Carsten S. (SPD) nutzte die Gelegenheit, sich als Antifant ein wenig bekannt zu machen, auch der Benjamin der Partei, Generalsekretär Tim, marschierte mit, ließ sich aber vorsichtshalber von vier Leibwächtern begleiten. Man weiß ja nie bei den Genossen. DGB-Chefin Fahimi musste ihren 7er BMW verlassen und zum DGB-Tummelplatz laufen – Unverschämtheit!
Die Linkspostillen Zeit und Spiegel waren offenbar etwas enttäuscht vom Tagesverlauf und berichteten auf kleiner Flamme. Verständlich. Gewalt gegen Polizisten und Journalisten von JF oder Apollo – What‘s new, pussycat? Und so ein Parteitag selbst ist ja per se stinklangweilig. Anträge, Abstimmungen, Anträge, Abstimmung. Ist Chrupalla abgestraft, weil er nur zwei Drittel der Stimmen bekam? Ist Ulli Siegmund der wahre Liebling der Partei? Da geht es doch bei linken Parteitagen bunter zu, mit Transen und Clowns, mit viel Geschrei und Gesang.
1 Kommentar zu „Nehme, was du kriegen kannst“
Wenn der große Häuptling spricht,
zählt die rote Karte nicht …
… das Ganze hat zwar ein Geschmäckle, ist aber auch zum Schmunzeln. Ein Anruf genügt, um die rote Karte vergessen zu machen.
Seit per Videobeweis und Ferndiagnose jede Schiedsrichterentscheidung annulliert werden kann, ist es ja mittlerweile egal, wie der Schiri pfeift. Früher trafen er und die Linienrichter die Entscheidung. Wenn denen mal ein Irrtum unterlief oder sie einer der beiden Mannschaften mehr zugeneigt waren, dann musste das hingenommen werden.
Das war (meiner Meinung nach) jedoch zehnmal besser, als die heutige technische Totalüberwachung der Spiele …
… Gute Nacht!
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