Das doppelte Deutschland

Wer ist das Volk?

Ausgerechnet am Tag der deutschen Einheit müssen wir feststellen: Es gibt längst wieder zwei Deutschlands. Das eine, Paradies der Bonzen und Pfaffen, feierte sich selbst in Hamburg mit Gottesdienst und Laber-Rhabarber in der Elbphilharmonie.

Für die Bevölkernden hatte man allerlei Info-Zelte in der Hamburger Innenstadt aufgestellt, mit Themen wie auf einem Erweckungsparteitag der Grünen. Weil auch nirgendwo Fahnen auf den Anlass der Staatskirmes hinwiesen, dürfte der den noch nicht so lange Hierlebenden auch völlig verborgen geblieben sein. Aber wenigstens gabs auch Veganes, Würstchen und Fisch im Angebot, schließlich kamen „rund um Rathaus und Binnenalster einem Sprecher zufolge mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher zusammen“.

In der Kirche saß zusammen, was zusammengehört, so passte etwa zwischen den schmalen Fritz (CDU) und die nicht so schmale Ricarda (Grüne) neben ihm kein Blatt Papier. Das Protokoll hatte stundenlang Panik geschoben, weil Gas-Gerd sein Kommen angekündigt hatte und nun geklärt werden musste: Wo setzen wir die Schröders hin? Chef Olaf hatte zuvor fürs Fernsehen mit sorgfältig ausgelosten Bürgern „diskutiert“ und in ungewöhnlicher Offenheit ein paar Staatsgeheimnisse ausgeplaudert („Ich esse gerne Fischbrötchen“), außerdem könne er nicht immer auf den Tisch hauen bei der Regierungsrasselbande „ohne dass die Faust Schaden nimmt“, wofür eine mitleidige Bürgerin vollstes Verständnis hatte: „Danke, dass Sie so bedächtig sind.“

Wir haben jetzt bei unserem Genossen Präsident Frank-Walter nichts gefunden, was für die Geschichtsbücher taugt, dafür soll Chef Olaf das letzte Wort zur Feier haben: „Wir verdanken dem Mut der Ostdeutschen viel: Sie schenkten unserem Land seine Einheit in Frieden und Freiheit.“

Hätten vor 33 Jahren schon Figuren wie Ricarda Lang, der dicke Omid, Baerbock, Habeck, Merz, Scholz, Faeser oder Eskens den politischen Ton angegeben, wären viele Ostdeutsche wohl stumm zuhause geblieben, statt lautstark mit Deutschlandfahnen auf der Straße die Wiedervereinigung zu fordern.

Hatten wir erwähnt, dass in Hamburg die Deutschlandfahnen wohl aus waren? Jedenfalls gab es kaum welche zu sehen. Anders in Berlin, wo 80.000 Bürger den Tag der deutschen Einheit mit einem Fahnenmeer feierten, dafür aber von Bonzen und Pfaffen verschont blieben. Das war das andere Deutschland. Das Deutschland der Herzen.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger.
Auch die CDU/CSU ist mit an Bord

Es pfeift mittlerweile schon Elon Musk vom Twitterdach, dass sogenannte Seenotretter mit finanzieller Hilfe des deutschen Staates tausende Einwanderer nach Italien bringen, und damit „natürlich auch ungewollt (hahaha) den menschenverachtenden Schleuserbanden deren Geschäft ermöglichen“, wie CDU-Wadephul kritisierte, der plötzlich und unerwartet findet, dass „dafür kein deutsches Steuergeld verwendet werden“ sollte.

Der Grüne Julian Pahlke klärt nun all die auf, die deshalb der Union ihre Stimme geben wollen: „Die Unterstützung der zivilen Seenotrettung ist nicht von der Bundesregierung, sondern dem Bundestag beschlossen worden.“ Im Haushaltsausschuss sei die Förderung mit Stimmen der Union zustande gekommen.
Drum prüfe, wer sich vier Jahre nach der nächsten Wahl bindet, ob er nicht was Besseres findet...

Volksfest Wiesn

6,5 Millionen Maß Bier. Vor Corona waren es 800.000 Maß mehr. Dafür gab es 80 Prozent mehr Einsätze wegen Kokainkonsum auf der Wiesn (ist wohl inzwischen billiger als die Maß).

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