Aus dem Leben eines Taugenichts

Die grüne Romantik des Weltuntergangs

Freitag, der Dreizehnte, Lützerath. Fachgerecht und fürsorglich presslufthämmerten Beamte Klimatrottel vom Beton oder befreiten sie mit der Flex von Stahlträgern, an die sie sich festgeklebt hatten. Die Dummköpfe hatten nämlich nicht bedacht, dass es im Januar nachts recht kalt werden kann, und mit der Temperatur sank auch die Aufsässigkeit.

 

Inzwischen war aus Schweden Greta angereist und beklagte vor ehrfürchtig lauschenden Journos die „Polizeigewalt“. Damit ist eigentlich alles gesagt, und wir können uns dem Akademischen zuwenden.

 

Passend ist hier Eichendorffs Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“, die vor zweihundert Jahren den (Lebens-)Künstler feierte, der die Tage abenteuerlustig auf sich zukommen lässt, für Individualität und Freiheit steht, und sich von den vorgegebenen Verhaltensmustern der arbeitenden bürgerlichen Gesellschaft distanziert. Richtig, wir reden von Robert Habeck, der zwar unseres Wissens nach keine Geige spielt, gleichwohl Mitglied der Künstlersozialkasse sein dürfte und einem Wirtschaftsbild des spätromantischen 19. Jahrhundert anhängt – damals wurde übrigens auch das Elektroauto erfunden, bevor es als untauglich in der Versenkung verschwand.

Auch Habecks Leben lässt sich als einzige Poesie betrachten. Studium der brotlosen Künste und doch Minister eines Schlüsselressorts, das können nur Dichter erfinden. Aber der Weg war kein leichter, sondern mitunter dornig und schwer. Hoffnungslosigkeit und Zukunftsangst – das kenne er noch aus seiner Jugend, so der überfliegende Robert zum abgestürzten Spiegel, und nun seien dieselben Sorgen wieder da.

„20-Jährige überlegen heute, ob sie überhaupt Kinder kriegen wollen“, sagte Habeck, der trotz Zukunftsängsten immerhin vier Kinder zeugte. Dass er und seine Parteigänger in Presse, Funk und Fernsehen die Kinder erst verrückt gemacht haben mit ihren Weltuntergangsphantasien kam weder ihm noch dem Spiegel in den Sinn.

 

Leseempfehlung für Literaturfreunde: „Houellebecq, das Ende des Abendlandes und eine abgesagte Anzeige“ bei TE.

 

Karls „Deppe“

Wie dumm muss sich der ICE-Schaffner vorkommen, der am 1. Februar seine Ansage von der Maskenpflicht abliest, und am 2. Februar nicht mehr? Was beides nichts mit Corona zu tun hat, sondern nur mit Lauterbach.

 

Kleine Paschas, große Zicken

Also erzählte Friedrich Merz, CDU, bei Lanz über den Schulalltag engagierter Pädagoginnen, nachdem ein jugendlicher Westasiate (Phänotyp) in Ibbenbüren seine Lehrerin abgestochen hatte: „Und dann wollen sie diese Kinder zur Ordnung rufen und die Folge ist, dass die Väter in den Schulen erscheinen und sich das verbitten. Insbesondere, wenn es sich um Lehrerinnen handelt, dass sie ihre Söhne, die kleinen Paschas, da mal etwas zurechtweisen.“ Kleine Paschas? Da zickte Manu Schwesig (vor langer Zeit von Parteigenossen als „Küstenbarbie“ angemacht), Merz würde Migrantinnen und Migranten pauschal beschimpfen, was schon deshalb Unsinn ist, weil Migrantinnen in Merzens Aussage gar nicht vorkommen. Ganz präzise hätte Merz „kleine und große Paschas“ sagen müssen, aber noch hat er sich da nicht korrigiert. Er hat auch seine Aussage insgesamt nicht entschuldigend zurückgenommen, was nun wirklich überraschend ist.

 

Wussten Sie, dass die Anne-Will-Talkshow (ARD) für „gelebte Pluralität“ steht und dem „Publikum bei der Meinungsbildung“ hilft? Das behauptet jedenfalls steif und fest ein NDR-Bonze anlässlich der Ansage, dass die Show am Ende des Jahres eingestellt wird. Sie werden schon einen anderen Comedian finden. Böhmermann? Das ZDF würde ihn wohl leichten Herzens gehen lassen.

Nachtrag:

Och nööö. Wehrministerin Christine Lambrecht will sich beruflich verändern, wenn das mit den Rentenbezügen geklärt ist. Welche Frau soll den Job nun machen? Die bärbeißige Esken? Das hätte mehr Drohpotential als Panzer, die funktionieren...

 

 

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