Vom täglichen Zitronenhandel

Ohne Karl, dafür mit Heil, Kramer, Slowik und so weiter

Wir müssen ja nicht jede Zitrone endlos ausquetschen, deshalb kommt Karl heute nicht vor. Der wird ehrlicherweise auch gar nicht gebraucht.

Es gibt ja noch Hubertus Heil von der SPD. Dem ist es nicht einmal gelungen, 100 türkische Hilfskräfte für die Gepäckverladung an deutschen Airports zu organisieren, geschweige denn einen der ungefähr fünf Millionen hiesigen Arbeitslosen.

 

Lösten vier Shisha rauchende Iraker (24, 24, 25, 25) den verheerenden Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz im Juli aus? Fragt besorgt die Bild-Zeitung. Wie? Iraker? Und nicht der Klimawandel?

 

Damit hier nichts aus dem Ruder läuft, hält sich Deutschland einen Inlandsgeheimdienst, den Verfassungsschutz. Und damit hier lückenlos Verfehlungen der Bürger erfasst und verfolgt werden können, gibt’s einen solchen Geheimdienst in jedem Bundesland. Um das Rechtsstaatliche nicht völlig außer Acht zu lassen, sollen nur zum Richteramt Befähigte die Spitzeldienste leiten. Aber das muss man nicht ernst nehmen.

Stephan Kramer etwa ist eher ein bunter Hund, was aber mit Vorsicht vorgetragen wird, weil Kramer im SED-regierten Thüringen Verfassungsschutzpräsident ist und mit Sicherheit mehrere Faschismus-Keulen im Büro herumstehen haben dürfte. Aber wir sind ja nicht feige und zählen auf: Zunächst war Kramer Studienabbrecher (Jura), dann Bachelor und Master (Sozialpädagogik), mal in der CDU, mal FDP, erst Christ, dann Jude, dort wurde er schnell was beim Zentralrat, dazu kommen diverse Präsidien und Gremien bei allerlei bunten Stiftungen (Amadeu-Antonio). Nun also Verfassungsschutzpräsident, was für einen Sozialpädagogen schon eine erstaunliche Karriere ist, denn anders als etwa das Amt eines Landwirtschaftsministers, das jeder, der grünen Willens ist, ausüben kann, soll das Amt des Verfassungsschutzpräsidenten „nur einer Person übertragen werden, die die Befähigung zum Richteramt besitzt“. Soll. Nicht muss. So spitzfindig ist Kramer (und die Genossen, auf die es ankommt) denn doch.

Warum wir Kramer hier überhaupt anführen? Kramer hat gewarnt, dass es im Herbst und Winter in Deutschland zu Massenprotesten und Krawallen kommen könnte. Durch die Energiekrise könne es eine „hoch emotionale und existenzielle Krisensituation geben“, die weite Teile der Bevölkerung betreffen werde. Was die Faschisten ausnützten, und dagegen wäre „das, was wir in der Corona-Pandemie erlebt haben, wahrscheinlich eher ein Kindergeburtstag“. Aber keine Sorge, Kramer schläft nicht.

 

Es sind doch nicht alle schlecht im roten Sumpf, wie die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik (die rote Barbara) zeigt. Als sie erfahren habe, dass die raffgierige Patricia Schlesinger vom RBB auch das Abendessen, an dem sie teilgenommen habe, dem RBB in Rechnung gestellt hatte, war sie „überrascht, irritiert und menschlich wirklich enttäuscht“.

Aber nicht nur das! Wenn Barbara gewusst hätte, dass da Kosten für den RBB entstehen „hätte ich die sofort übernommen“, um die „Gebührenzahlenden“ zu entlasten. (Barbaras tiefe Enttäusching hier) Ja, es sind nicht alle schlecht.

 

Apropos „Gebührenzahlende“. Wissen Sie, was in immer noch gebräuchlichem Altdeutsch ein „Detransitioner“ ist? Richie Herron ist so etwas. Richie bereut seine Geschlechtsumwandlung und hat den britischen Gesundheitsdienst verklagt. Quasi Rolle rückwärts.

 

Ganz gleich, was jeden Tag in der Bild-Zeitung steht: In Kiew gehen die Leute einkaufen, „es sind wieder im öffentlichen Raum Blümchen gepflanzt. Die Menschen gehen in Bars, sie sitzen in Cafés, sie gehen ihrer Arbeit nach“.

Das behauptet nicht etwa der freche Telegram-Autor, der wegen der Verwendung des verbotenen „Z“ in Untersuchungshaft sitzt, sondern unsere über allen Zweifeln erhabene Nancy Faeser, die übrigens auch den Sektempfang auf dem Klitschko-Balkon bereut. Wahrscheinlich war’s wirklich Sekt und kein Schampus. Und womöglich nicht mal kalt!

 

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