Sowas kommt von sowas her

Das Gleichnis von der Biene, und was unsere Politker daraus gelernt haben

Der Papst hat angekündigt, nach Moskau und Kiew zu reisen, um im Krieg zu vermitteln. Müsste er nicht zuerst nach Washington, wenn er etwas erreichen will?

Heute beginnen wir mit dem Bienen-Gleichnis aus der Bibel. Der Mao-Bibel. Ob das Gleichnis nun tatsächlich in der Mao-Bibel steht, können wir nicht abschließend beurteilen, denn wir lesen sowas nicht. Aber die Geschichte hat sich genauso zugetragen und das Gleichnis zeigt, dass sowas von sowas kommt, und ausgerechnet die Grünen, von denen nicht nur Stuttgarts Kretschmann ein treuer Anhänger des Großen Führers aus China war (?), wandeln trittsicher auf den Spuren desselben. Vielleicht, weil der Große Führer keine Fehler machte.

Also: Während des „Großen Sprungs nach vorne” (ein Euphemismus wie das Gute Kita Gesetz) sollte die Ernährungsproduktion deutlich erhöht werden, weshalb die uneinsichtigen Schädlinge (etwa die Spatzen) ausgerottet werden mussten wie die Viren bei der No-Covid-Politik.

Nachdem die Spatzen eliminiert waren (was offenbar leichter war als bei den Viren), vermehrten sich in der Folge die Getreideschädlinge explosionsartig, was zu Ernteausfällen führte. Hm. Also wurden nun Spatzen importiert. Zusätzlich gingen die Chinesen gegen die Insektenplage mit heiligem chinesischem Ernst und Pestiziden vor. Dem fielen dann die Bienen zum Opfer. Und nochmal Hm. Denn ohne Bienen gibt es keine Bestäubung und ohne Bestäubung keine Ernte. So rücken nun Jahr für Jahr Chinesen als Bestäuber in die Obstbaumplantagen und Felder aus und bestäuben die Pflanzen per Hand.

Die damalige Vorgehensweise der Kommunisten in China erinnert fatal an den „Großen Sprung nach vorne“ unserer Regierung bei Rohstoffmangel und Klimabekämpfung: Gasversorgung abgeklemmt, dafür Notstromaggegate empfohlen. Oder bei der Arbeitsmarktpolitik (Türkenimport als Fluggepäckträger). Oder bei der Coronapolitik (siehe unten).

 

Übrigens. Auch wenn die Felder bei uns in hoher Blüte stehen, droht eine Lebensmittelkrise. Denn Millionen Hektar werden für Biosprit genutzt (Klima!). Nun will das grüne Umweltministerium „deutlich weniger Nahrungs- und Futtermittelpflanzen in die energetische Verwendung im Verkehr zu lenken“, denn, so der grüne Cem, „bei der Wahl zwischen Teller, Tank oder Trog ist für mich klar: Teller first“. Bon Appetit.

 

Die Corona-Sommerwelle ist in vollem Gange, schreibt die Welt, und wir wissen nicht, ob Coronawelle nun schon ein festgeschriebenes Synonym für Grippewelle meint oder nicht, da uns, wie dem RKI, leider die Daten fehlen. Jedenfalls fällt in den Kliniken das geboosterte Personal krank aus oder muss in Quarantäne.

Etwa in Schleswig-Hohlstein. Unser Kanzler hat einen Bruder namens Jens, der als Vorstandsvorsitzender des Kieler Universitätsklinikums als begeisterter Anhänger des Corona-Predigers Karl Lauterbach wirkt. Ungeimpfte Pfleger und Ärzte kommen ihm nur durchgetestet ins Haus, und stolz nennt er Zahlen, die man nicht mal vom SPD-Parteitagen mehr kennt. Über 97 Prozent der Belegschaft sind geimpft.

Schade, dass die Impfungen nicht wirken. Derzeit sind mehr als 200 Pflegekräfte und 70 Ärzte "wegen Corona-Infektionen" nicht einsetzbar, Stationen wurden geschlossen. Trotzdem gilt für Jens wie Karl wie Olaf: Die Partei, die Partei, die hat immer recht. Ohne Impfung wären vielleicht 201 Pfleger und 71 Ärzte nicht einsetzbar. Bestimmt, oder? Wer weiß das schon besser?

 

In der Hauptstadt des Verbrechens werden die Notfallwagen knapp, weil eine bestimmte Klientel die Notfalleinrichtung grundsätzlich nicht als Hilfe in höchster Not, sondern als Serviceeinrichtung unseres Gesundheitssystems interpretiert. Ein Berliner Polizeigewerkschafter: „Wir erleben Menschen, die mit gepacktem Koffer auf der Straße stehen, auf den Rettungswagen warten und deren Angehörige dann mit dem eigenen Pkw hinterherfahren.“ Ach wie schön ist Allemannda.

 

Das weiß niemand besser als die Familie Al-Zein in Leverkusen, die dort eine Villa mit 300 Quadratmetern Wohnfläche bewohnt und nebenbei Sozialleistungen in Höhe von einer halben Million kassierte. War ganz leicht.

Kaum ausgefüllte Formulare, unvollständige Adressen und abweichende Unterschriften verursachten bei der Behörde keine Zweifel, notierte die Welt. Und das Jobcenter in Leverkusen ist sich keiner Schuld bewusst: „Entscheidend ist für uns, dass der Antrag unterschrieben ist. Wer ihn ausgefüllt hat, ist uns gleich.“ Auch wenn Fragen zu Einkommen und Vermögen unbeantwortet blieben – so what? Nachahmung empfohlen!

Hinzu kommen nun die Kosten für einen umfangreichen Prozess, bei dem es eher nebenbei um Sozialbetrug geht (daher die obige Empfehlung), sondern hauptsächlich um Geiselnahme, Steuerhinterziehung, schwere Körperverletzung, Geldwäsche, Erpressung und Zwangsarbeit. Es drohen bis zu 15 Jahre Haft? Da sind viele Anwälte vor!

 

Das Graffiti an der Wand: Der Dollar steht auf einen 20-Jahres-Hoch gegenüber dem Euro, kurz vor der Parität, bei 1.02.

 

 

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