Es liegt was in der Luft

Nancy rüstet • Habeck als Ceaușescu • Columbia-Bad oder Allgäu?

Laut Insa sagten 44 Prozent aller Befragten, sie würden „sicher oder mit großer Wahrscheinlichkeit an Demonstrationen gegen die hohen Energiepreise teilnehmen“.

Die rote Nancy (tatsächlich Innenministerin) ist auf alles vorbereitet mit Wasserwerfer, Schlagstock und Pfefferspray. So kann sie noch einen guten Eindruck hinterlassen, bevor sie sich dann vom Acker macht.

 

Ja, es liegt was in der Luft, da hat sich sogar der inzwischen staubtrockene Spiegel mal wieder ein Scherzchen erlaubt. Weil die Grünen, um die Welttemperatur exakt justieren (und nebenbei den Putin kujonieren) zu können, zunächst die Temperaturen in den Wohnungen der Bürger gradgenau einstellen wollen – Habeck plant die Drosselung von Privatheizungen – ist der Spiegel-Redakteur mal wieder ins Archiv gestiegen und hat ein passendes Beispiel aus der Geschichte gefunden: „Rumäniens Diktator ließ sein Volk einst bei einer Raumtemperatur von zwölf Grad bibbern…“

Das ist übrigens nicht gut ausgegangen für Nicolae Ceaușescu, der bei den Rumänen mal genauso beliebt war wie Robert Habeck. Der Diktator wurde füsiliert.

Angeblich war der Scherz etwas „missverständlich“, befand der Spiegel schließlich, und er wurde umgeschrieben. Komisch. Wir haben da nichts missverstanden.

 

Liegts an der Hitze? Erst Tankrabatt, jetzt „eine CO2-abhängige Klimaabgabe für Pkw-Neuzulassungen“? Öfter mal auf Karl Lauterbach hören, der die Deutschen (inkl. Parlamentarier und Regierungsmitglieder) ermahnte, viel zu trinken bei diesen Temperaturen. Und dann Marsch! Marsch! Früh ins Bett!

 

Hubertus Heil freut sich wie ein Schnitzel mit Pommes, denn schon im Januar werde die Bundesregierung ein „Bürgergeld“ einführen (statt Hartz IV). Damit soll den Stütze-Empfängern „mehr Respekt und Wertschätzung“ und mehr Geld entgegengebracht werden. Auch die Wohnungsgröße pro Person soll nicht mehr so streng ausgelegt werden.

Hä? Wundern sich die hartzenden Al Zein-Clanbrüder in ihrer Villa in Leverkusen. Dat war doch immer schon so.

 

Auch Herbert Reul, demnächst 70, Nancys Amtskollege im Homeland NRW, ist vorbereitet, allerdings auf ganz andere Probleme. Deshalb ist er auf die alten Tage noch unter die Prepper gegangen und will sofort 123 neue Satellitentelefone anschaffen, „um die Kommunikation zwischen den Sicherheitsbehörden in einer besonderen Notlage zu gewährleisten. Gleichzeitig bunkert er Sprit für die Polizei und Notstromaggregate für mindestens 72 Stunden“, damit auch getankt werden kann. Wegen der „Energiewende“, die gerade an die Wand fährt. Das sagt er natürlich nicht, Reul glaubt an einen Blackout durch böse Hacker.

 

Schöne Ferienzeit

Das ist sympathisch, dass Sie sich um das Sicherheitspersonal im Berliner Columbia-Bad Sorgen machen, verehrte Leser, aber die Mitarbeiter konnten sich in den Aussichtsturm des Freibades retten und die Tür abschließen. Sonst hätten sie allerdings mit Schlagstock, Messer und Baseballschläger der Badegäste Bekanntschaft gemacht.

 

Kanzler Olaf, der Erste, ist derweil ins Allgäu gefahren, um dem Berliner Elend für eine Weile zu entkommen. Im Berliner Freibad würden selbst seine Leibwächter alt aussehen, und er kann ja nicht für jeden Badegang gleich eine Hundertschaft anfordern.

Den schönsten Kommentar zu Olafs verdienter Verschnaufpause lieferte der alte Bild-Dichter Franz Josef Wagner, der auch aus der kleinsten Mücke noch einen Elefanten basteln kann: „Sein Urlaub scheint wie eine Botschaft. Entspannen wir uns. Irgendwie ist es toll, wie er Putin verachtet, weil er einfach in den Urlaub geht.“ Großes Wortkino!

 

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