Der dritte Mann

Todenhöfer, Kandidat der Hasen. Talk im Hangar. Copy & Paste-Politik

Alle reden von Annalena, Armin und Olaf – aber was ist mit Jürgen? Dem Kanzlerkandidaten vom Team Todenhöfer? Da ist es Herrn Fleischhacker von Talk im Hangar (Servus TV) hoch anzurechnen, dass der den Herzenskandidaten vieler junger Frauen in seine Sendung einlud.

„Haben Sie überhaupt eine Chance?“ wollte Fleischhacker zunächst mal wissen, und Jürgen Todenhöfer konnte nachweisen, dass ja. Eine Umfrage unter 10.000 Repräsentativen habe ergeben, dass immerhin 30% der Befragten angaben, ihn zu kennen, und bei einer weiteren Umfrage sich 9% vorstellen könnten, ihn auch zu wählen. Das würde dann insgesamt wohl nicht mal für 5% reichen, aber wir müssen gestehen, dass unsere Kompetenz nicht im Rechnerischen liegt, und wir das außerdem aus dem Kopf zitieren. Jedenfalls bestätigte der junggebliebene Greis (80) mit schwarzer Lederjacke und schwarzen Sneakers, dass vor allem junge Frauen auf ihn stehen, außerdem ist das Team Todenhöfer im Durchschnitt 30 Jahre alt. Dazu muss man wissen, dass Todenhöfer einer der letzten war, der mit Michael Jackson (+ 2009) eine Kopfkissenschlacht veranstaltet hatte, und sowas prägt die Jugend.

Das Einschalten (heute 22.10 Uhr Wiederholung) lohnt in jedem Fall, auch wegen Stefan Aust und seiner Kollegin Anna Schneider. Den engstirnigen Coronaiker von der Süddeutschen kann man unter Folklore abbuchen, vor allem, wenn man bedenkt, dass bei deutschen Talkshows nur Leute wie Bartens herumsitzen.

Ganz am Ende kommt ausführlich der Plagiatsforscher (eigentlich „Medienwissenschaftler“) Stefan Weber zu Wort, der bei Annalenas Buch inzwischen auf „100 plus Fundstellen“ kommt, bei Armins auf 17. Offensichtlich boomt die Ghostwriter-Branche, die mittels Copy & Paste einem jeden zu literarischem Ruhm zu verhelfen verspricht.

Inzwischen kopiert die Branche wohl auch schon Redemanuskripte. So habe Scholz 2015 eine Rede gehalten mit denselben Phrasen wie ein Jahr zuvor der unsägliche Gauck zu einem völlig anderen Thema. Nun gut, der Gauckler ist evangelischer Pfarrer, das passt durch die Jahrhunderte.

 

Von Wowi zu Dowi

Berliner Abitur-Aufgabe 2021:

2004 verkaufte SPD-Bürgermeister Wowereit (Wowi) die Berliner GSW (65.000 Wohnungen) an „Heuschrecken“ (der alte Holzmichel Müntefering, SPD) für 400 Millionen Euro, zehn Jahre später übernahm die Deutsche Wohnen die GSW von den Heuschrecken für einen umgerechneten Kaufpreis (Aktientausch) von 1,7 Milliarden und nun kauft Wowereit-Nachfolger Müller 14.000 Wohnungen von Deutsche Wohnen (zurück) für kolportierte 2,4 Milliarden Euro. (zitiert nach Tagesspiegel)

Frage: Wer hat nun ein Geschäft gemacht? Wer zahlt jedes Mal drauf? Und was hat das mit der SPD zu tun? 

Apropos: Kopf an Kopf-Rennen bei den Berliner Senatswahlen. Jetzt nochmal alle anfeuern: „Dok-tor Gif-fey! Dok-tor Gif-fey!“ (Wie meinen? Für uns hat Franziskas Doktortitel Ewigkeitswert wie unser Titel „Dottore“ beim Italiener um die Ecke...)

 

Hey Corona!

Bestimmt haben Sie’s auch gelesen: Party im frommen Münster nur für Genesene und Geimpfte – und trotzdem haben inzwischen 83 der rund 380 Gäste Corona. Höchste Zeit für eine Frage an unseren Lieblings-Wirrologen Professor Karl L.

83 Infizierte trotz 2G. Spricht das gegen 2G?

„Nein, klar dafür. Ohne 2G wären viel mehr Partybesucher schwer erkrankt. Das Beispiel zeigt, dass Normalität erst mit viel höherer Impfquote denkbar ist.“ (Karl auf Twitter)

Er ist einfach großartig!

P.S.: Wir widersprechen Karl nur ungern und mit dem allergrößten Respekt. Aber niemand der Münsteraner Feierbagage ist „schwer erkrankt“, die sind lediglich infiziert. Und warum wurden Geimpfte und Genesene überhaupt noch groß getestet, wenn doch die Impfung und die Infektion schützen? Antworten darauf vielleicht morgen, wenn es wieder heißt: Dumme Fragen an den klugen Professor Karl.

 

Vor Festspielen (Fußball, Oper, etc.) in Bayern bei Anwesenheit des Söderus Maximus Augustus eingeführte Ehrbezeugung:

Ave Söder! Die Geimpften grüßen dich.

 

Zum siebten Mal geht ein „Deutscher Fernsehpreis an den Staatskomödianten Jan Böhmermann: Er hebe, zitiert der Spiegel die Jury, Satire auf ein „neues Anspruchslevel“.

Beispiel:
„Der Innensenator von Hamburg, Andy Grote, möchte nicht Pimmel genannt werden. Erstaunlich bei jemandem, der Andy heißt. Kann er doch eigentlich froh sein.“

Hohoho. Brüll. Schenkelklopf. (Fast so gut wie Didi Hallervorden)

 

13 comments

  1. Peter 17 September, 2021 at 20:34 Antworten

    Und warum wurden Geimpfte und Genesene überhaupt noch groß getestet, wenn doch die Impfung und die Infektion schützen?
    Vermutung: Einer hat sich – warum auch immer – testen lassen. Nachdem das Ergebnis öffentlich war mußten sich alle anderen ebenfalls testen lassen. Irgendwie muß man doch die vierte Welle herbeitesten.

  2. Putzi 17 September, 2021 at 20:42 Antworten

    Fanden sich wohl keine anderen Deppen, die einen Fernsehpreis haben wollten, außer der Persona non grata Jany Mann der Böhmer! Nicht das der Jany auch bald so wie der Andy betitelt wird oder wird er das schon?

  3. Krufi 17 September, 2021 at 21:35 Antworten

    Ach der Klabauterbach. Der ist doch wirklich reif für die geschlossene Anstalt. Wer diesem Menschen noch eine Bühne gibt für sein Geschwafel und seine Fehlprognosen, muss geisteskrank sein.
    „Aber niemand der Münsteraner Feierbagage ist „schwer erkrankt“, die sind lediglich infiziert.“ Moment mal, infiziert heißt doch in dem Fall bestimmt nur positiv getestet, oder??

    „Ave Söder! Die Geimpften grüßen dich“. Da ich mich eher in der Rolle von Asterix und Obelix sehe, wird die Ehrbezeugung bei mir leider nicht stattfinden!! Zudem kann ich leider bei Veranstaltungen von 3G, 2G und 1G als Zutrittsvoraussetzung nicht teilnehmen. Ich habe leider nur 1G = Gesund, aber danach wird ja leider nicht gefragt!! Wäre gerne im Herbst in die Fürther Stadthalle zu Bruno Jonas und Erwin Pelzig gegangen.

    Schade, lieber Herr Paetow, dass Sie nicht im Fernsehen präsent sind. Denn dann wäre ein „Deutscher Fernsehpreis“ an Sie gegangen. Sie heben mit den SPAETNACHRICHTEN und der Blackbox die Satire fast täglich auf ein „neues Anspruchslevel“, da kann Herr Böhmermann nicht mithalten. Aber wahrscheinlich hätten Sie den Preis eh aus bestimmten Gründen abgelehnt.

  4. Putzi 17 September, 2021 at 22:22 Antworten

    Aus ZDF Magazin Royale wird dann ZDF Spät-Nachrichten Royale! Na Wunderbar, nur ob Herr Paetow das mitmachen würde? Dann gäbe es aber wirklich Satire und nicht diesen hingerotzten Humor aller Böhmimännchen!

  5. Franck Royale 17 September, 2021 at 23:31 Antworten

    Zur Berliner Abitur-Aufgabe 2021: Zunächst würde ich meinen, die Sozis haben nicht 14.000 Wohnungen gekauft, sondern Wählerstimmen. Desweiteren gehe ich doch davon aus, daß die 65.000 Wohnungen damals kleine 10qm-Schließfächer im Plattenbau waren, die gekauften Wohnungen nun aber großzügige 250qm Domizile in bester Lage. Da haben sich die “Heuschrecken” so richtig von den Sozis über den Tisch ziehen lassen. Bekomme ich jetzt eine (Berliner) 1+?

    In Münster finden sie bestimmt noch einen “Ungeimpften” der für das ganze Schlamassel verantwortlich und auf den Marktplatz getrieben werden kann (idealerweise jemand aus dem Dunstkreis der Schwefelpartei). Oder galt bei der Party vielleicht die “2G-Regel”, aber eben nicht für Corona?

  6. W. Hoffmann 18 September, 2021 at 09:32 Antworten

    2G ist völliger Blödsinn. Offiziell genesen ist man nämlich nur, wenn man einen positiven PCR-Test hatte. Der ist ungefähr soviel wert wie ein italienischer 1000-Lira Schein. Die tatsächlich Genesenen (Laborbestätigte Antikörper im Blut) sind lediglich Ungeimpfte. Also: es darf nur noch 1G-Veranstaltungen geben. Dann sind die Geimpften alleine und können fröhlich Impfdurchbrüche zelebrieren.

    • Krufi 19 September, 2021 at 16:08 Antworten

      „morituri“ heißt ja übersetzt „die Todgeweihten“. Nach Aussagen einiger Wissenschaftler müssen die „Geimpften“ mit dem Tod rechnen, wenn die sich einen Corona-Wildvirus „einfangen“ (Zytokinsturm). Also kann man die „Übersetzung“ mit „die geimpften“ stehen lassen.

  7. J. Edermann 19 September, 2021 at 12:52 Antworten

    Der 80-jährige Dr. Todenhöfer hat sich verdammt gut gehalten, besser als die Rolling Stones, das muss ihm der Neid lassen. Ich habe gerade mal nach “Jugendfotos” von ihm gefahndet, auf die Schnelle aber nur eines gefunden, und zwar bei Wikipedia (Wahlplakat von 1980). Meiner Erinnerung nach war er einer der bestaussehenden Abgeordneten im Bundestag. Wenn es nach der Optik ginge, würde ich ihn oder die Grünen wählen, denn Todenhöfer oder Plapperinchen sehen allemal besser aus als Scholz oder Laschet. Aber wer wählt eine Partei wegen der Optik ihrer BT-Kandidaten? Na… ? So ganz wenige werden das wohl nicht sein, denke ich. Aber bei mir geht’s nicht nach der Optik. Team Todenhöfer wähle ich jedenfalls nicht, obwohl in dem Programm von Todenhöfers “Gerechtigkeitspartei” einiges enthalten ist, das mir zusagt, zum Beispiel:
    – Finanzierung der Parteien durch Großspenden verbieten
    – Abschaffung der Kirchensteuer
    – Vereinfachung der Steuergesetzgebung
    – Drastischer Bürokratieabbau
    – Drastische Steuererleichterungen für den Mittelstand
    Mir fehlt da noch: – Begrenzung der Amtszeit des Bundeskanzlers auf zwei Legislaturperioden.
    Naja, man wird wohl in jedem Parteiprogramm etwas finden, das einem zusagt, sogar im Programm der SED und der Linksgrünen.

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