Armin und der Zauberwürfel

Letzte Wahlgefechte – der schöne Söder – Maskenfetischisten

Zwei Tage vor der Wahl macht Allensbach im Auftrag der FAZ dem Armin nochmal Mut. Die SPD liege nur noch einen Punkt vor der Union (25%), und die SED im Nullkommairgendwasbereich über der 5%-Hürde. Gut, dass es Forsa vom SPD-Mann Güllner gibt, da werden die Genossen schönergerechnet.

Trotzdem ist Olaf im Privatjet (Klima? Was für’n Klima?) nach Münster geflogen, um den Sack zuzumachen, und Annalena lässt ein letztes Mal die Dieselmotoren ihres Wahlkampfbusses aufheulen (Elektrobusse wahrscheinlich alle im Einsatz oder in der Werkstatt). Robert geht indessen zu einem Fototermin mit den Hungerkindern in Merkels Vorgarten.

 

Leser* erwägt nach der letzten großen Fernsehrunde, taktisch zu wählen. FDP wäre nicht schlecht, um R2G zu verhindern, meint er.

Im Prinzip nicht falsch. Aber wenn die Rottotgrünen genügend Stimmen beisammen haben, ist die FDP-Stimme taktisch so viel wert wie eine AfD-Stimme.

 

Das große Finale. Wir haben schnell wieder abgeschaltet, als Tina Hassel die Maske fallen ließ. Der eigentlich eher moderate Fritz Goergen schrieb bei Tichys Einblick über die Moderation der ZDF-Frau:

„Tina Hassel lässt in ihrer giftigen Biestigkeit Frau Wissler von SED/PDS/Die Linke als verbindliches Wesen erscheinen.“

Anscheinend haben sie selbst beim ZDF Angst vor Angry Tina. Denn obwohl sie eine Frau ist (personalentscheidend!), fand sie im Juli keine Mehrheit für den Intendantenposten. Da sitzt jetzt ein Mann, der auch noch Himmler heißt.

 

Söder – wenn schon nicht Kandidat, so ist er wenigstens der Stenz. Ein Dating-Portal kürte ihn zum „attraktivsten Politiker“. Trotz Lindner mit Drei-Tage-Bart.

Übrigens: Die drei (?) Damen, die Karl Lauterbach nach seiner Frauensuche bei der Bunten geschrieben haben, müssen sich noch etwas gedulden. Er hat viel zu tun.

Desiree Nick ist aber schon mal für ein Date zu ihm nach Köln gefahren (sechs Stunden hin, sechs Stunden zurück) und könnte sich ein zweites Treffen vorstellen.

 

Wissenswertes für...

... diesmal Journalisten-Volontäre: Wie gehe ich damit um, wenn AfD-Anhänger im Wahlkampf tätlich angegriffen werden? Richtig. Am besten gar nicht erwähnen. Oder so allgemein wie möglich umschreiben, etwa so, dass es zu „einer Auseinandersetzung zwischen einem Passanten und AfD-Anhängern gekommen (ist). Dabei sei ein Wahlhelfer der Partei verletzt worden“. (SZ)

Bei einer Regionalzeitung muss es dann schon ein wenig konkreter sein, es könnte ja Zeugen unter den Lesern geben. Etwa so, dass sich ein „Konflikt im Rahmen des Aufhängens von Wahlplakaten durch Angehörige der Partei AFD gegen 10 Uhr in der Hauptstraße in Mölln gegenüber eines Eiscafés zugetragen“ hat. „Nach Angaben der AFD rammte der Fahrer eines Pkw Peugeot Kombi nach diversen Beschimpfungen das AFD Mitglied vorsätzlich.“ (Ortspresse)

Wir empfehlen, einfach die stets überparteiliche Polizei zu zitieren: Die spricht von einem „Konflikt im Rahmen des Aufhängens von Wahlplakaten durch Angehörige der Partei AFD“. Besonders der Zusatz, es müsse noch ermittelt werden, ob „ein politisch motivierter Hintergrund des Tatgeschehens vorliegt“ darf nicht vergessen werden. Die Leser lieben Behörden-Humor in kleinen Dosen.

 

Der Deutsche trägt gerne Maske, hält Mitgliedsausweise (Impfclub) bereit, und neigt wohl auch bei Wahlen dazu, dem die Stimme zu geben, der ihm ordentlich in den Allerwertesten zu treten verspricht. Ersteres legt jedenfalls eine Umfrage nahe, nach der sich 61% der Befragten gegen das Ende aller Corona-Maßnahmen aussprechen.

Wer sich nicht impfen lässt, bekommt bei Quarantäne keine Gehaltsfortzahlung mehr. Außer nicht geimpfte Beamte, die in Quarantäne müssen.

 

Fragen, die Sie (nach der Wahl) nicht öffentlich stellen sollten:

*Wenn die Maske hilft... warum eineinhalb Meter Abstand?
*Wenn Maske und Abstand helfen... warum dann Lockdown?
*Wenn alles drei hilft, warum dann Vollgas bei der Impfung mit Notfall-Zulassung?
*Wenn doppelt geimpft (um andere zu schützen), warum sind Doppeltgeimpfte dann trotzdem ansteckend?
*Wenn Durchgeimpfte Covid bekommen und übertragen können, warum bekommen die dann Impfpässe und Privilegien?

 

Krank in Berlin?

 

Alles im Griff. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht durch die Krise beim hoch verschuldeten Immobilienkonzern China Evergrande keine großen Folgen für das europäische Finanzsystem.

Evergrande? Komischer Name für eine chinesische Firma. Klingt fast so wie der Tanker, der den Suezkanal versperrte: Evergreen (in anderen Quellen und Fotos auch Ever Given).

 

Wie die Wahl ausgeht? Im Prinzip egal, besser wird’s nicht.

 

11 comments

    • Talleyrand 25 September, 2021 at 09:09 Antworten

      Nicht wählen, aber ein wenig Sand ins politische Getriebe schütten, indem man sein Kreuzchen bei der AFD macht und viele dazu ermuntert dasselbe zu tun.

  1. Reinhard Westphal 24 September, 2021 at 21:40 Antworten

    “Wie die Wahl ausgeht? Im Prinzip egal, besser wird’s nicht.”

    Kann man noch ergänzen:
    ‘Egal wer Kanzler*in wird – jede*r wird die unselige rotgrüne Politik fortsetzen.

    Und trotzdem gilt: jede*r, der*die nicht wählt, sollte ins Zwergenkönigreich der Hobbits auswandern – denn dort in der Welt der harmoniesüchtigen Träumer*innen ist er unter seines*ihresgleichen.

  2. Franck Royale 24 September, 2021 at 23:01 Antworten

    Wenn ich mir alte und neue Fotos von Lea Bonasera so anschaue: ich bin ja fast geneigt das mit dem Hungerstreik auch mal zu probieren, wenn – ja wenn am Ende nicht die Gefahr besteht, daß Anna*bert unvermittelt aufkreuzt und mir was vom Klima erzählt.

    Und ich hab noch eine Frage (vor der Wahl): Gibt es eigentlich irgendeine Regionalzeitung, die nicht den Sozis gehört?

  3. Hotte Schlag 25 September, 2021 at 08:38 Antworten

    Tina hat sich ein e und ein l gekauft.
    Verschwörungsdingens behaupten, die neuen Wahlurnen machten beim Einwerfen ein Geräusch wie ein Dokumentenschredder. Wahlgeheimnis auf links gedreht.

  4. Talleyrand 25 September, 2021 at 09:06 Antworten

    In Berlin ist man nicht “krank”. Man ist offenbar geimpft, was bekanntlich nebenwirkend zu schwerwiegenden kognitiven Störungen führen kann.

  5. Uwe Enge 25 September, 2021 at 12:14 Antworten

    Zum großen Finale bezeichnet Laschet die letzten CDU Wähler in hart aber herzlich als bildungsfern nämlich ein Bildungsdefizit. Schließlich müssen wir dankbar sein für Frauenkirche und blühende Landschaften.
    Da hat er Recht…nur verwechselt er Leuchttürme die er und seinesgleich besuchen mit der Brandung die unten tobt.
    Mal sehen wieviel diese Typen trotzdem noch wählen …und mal sehen wie viele Landkreis Meißen nachdenken und mich wählen 😉 und das ist nicht die Alternative sondern die Alternative als ERSTSTIMME.
    Egal Hauptsache ihr wählt alle… sonnige Grüße

  6. Berliner 25 September, 2021 at 14:22 Antworten

    “… FDP wäre nicht schlecht, um R2G zu verhindern, meint er. Im Prinzip nicht falsch. Aber wenn die Rottotgrünen genügend Stimmen beisammen haben, ist die FDP-Stimme taktisch so viel wert wie eine AfD-Stimme.”

    Nun – das wirksamste Mittel gegen RGR ist: beide Stimmen für die SPD oder die Grünen, damit sie so stark werden, dass sie die Linken nicht brauchen. Oder?

    Fast so gut wie “Wer AfD wählt, wählt RGR”. Wer denkt sich sowas nur aus …

  7. J. Egalwähler 25 September, 2021 at 15:55 Antworten

    Diese ganzen biestigen Typen in ZDF, ARD, Deutschlandfunk etc. können mir seit Jahren nichts mehr anhaben, weil ich ihnen weder zusehe noch zuhöre.
    Meine Wahlentscheidung (Briefwahl) verrate ich gerne: Zweitstimme für die AfD, Erststimme für den CDU-Direktkandidaten (kleineres Übel). Es kann gut sein, dass der CDU-Kandidat meine Stimme ablehnt, weil er sich nicht von einem AfD-Wähler beschmutzen lassen will (s.u.). Aber das ist nicht mein, sondern sein Problem. 😊
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    “Den Hass, den die AfD in deutsche Parlamente getragen hat, den Hass, den sie im Deutschen Bundestag in jeder Sitzungswoche artikuliert – gegen Minderheiten, mit Ressentiments – dem stellen wir uns entgegen”, sagte Laschet bei einer Wahlkampfveranstaltung im baden-württembergischen Rottenburg am Neckar. ” (tagesschau.de)
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    Mein Kommentar zu Laschet: Wenn man der AfD (und ihren 6 Millionen Wählern!) nicht den ihr zustehenden Bundestagsvizepräsidenten-Posten verweigert und die partei nicht systematisch ausgegrenzt udn dämonisiert hätte, wäre sicherlich ein weitaus friedlicheres und normaleres Zusammenleben der Parteien im Parlament und in der Gesellschaft möglich gewesen. Aber das wollte man offensichtlich gar nicht.
    Hass und Rsesentiments sehe ich vor allem bei den Linken und Grünen. Aber der Hass von Links scheint Herrn Laschet nicht sonderlich zu kümmern.
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    “Jetzt werden Todeslisten für den Montag nach der Wahl erstellt ” (Tichys Einblick, 25. Sept.2021)

    • ermatteter Wähler 27 September, 2021 at 00:32 Antworten

      Was auf jeden Fall positiv ist am heutigen Wahlausgang:
      1. Es gibt kein Rot-Rot-Grünes Albtraum-Bündnis.
      2. Die Merkel-Klatschhasen werden voraussichtlich in die Opposition verbannt. Das gönne ich ihnen von Herzen.
      Nun möge das Schicksal seinen Lauf nehmen. Alle Hoffnungen der bürgerlichen Wähler dürften jetzt darauf gerichtet sein, dass Christian Lindner den Willen und die Fähigkeit besitzt, in einer Ampel-Koalition das Schlimmste zu verhindern.

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