Taube unter’m Pony?
„Jesus würde heute twittern“

Sagt Staatsdigitaldingens Dorothee, Merkels Follower, Armins Experte, Felix Austria

Wenn in „Bammbärch“ die Glocken läuten, dann hat unsere Bamberger Digitalstaatsministerin Dorothee Bär wieder was Kluges gesagt. Jesus würde heute twittern, erzählte sie einem Bamberger Kirchenmagazin, weil er hat ja auch schon „damals alle Möglichkeiten genutzt, um seine Botschaft den Menschen zu verkünden“ und binnen kurzer Zeit eine große „Followerschaft generiert“. Wir mischen uns in Glaubensfragen nicht ein, allerdings scheint das mit dem Heiligen Geist besser funktioniert zu haben. Außerdem hätten Rom oder die Pharisäer den Jesus-Account schnell gesperrt.

Apropos Digitaldingens. Tag 24 waren die ersten, die meldeten „Mehrere große Webseiten nicht erreichbar“. „Betroffen sind unter anderem Focus und Bild. Wer probiert die Webseite der Bild-Zeitung aufzurufen, muss mit der Fehlermeldung `Die Webseite ist nicht erreichbar' rechnen.“ Erstaunlich, dass die „Schwesterseite“ Welt.de nichts meldete. Ursache und Behebung des Fehlers bis 18.30 Uhr nicht bekannt. Seit 19.40 Uhr läuft’s wieder. Server-Probleme beim amerikanischen Server-Anbieter Akamai. Und wir dachten schon Big Mother is watching...

Es gibt anderes. Etwa den schmerzhaften Abschied der Presse von Dr. Angela Merkel. Überall beweint ihre Followerschaft (analog/digital/divers) Merkels „vermutlich letzten Auftritt vor der Bundespressekonferenz“ (schnüff, heul, zitter). Alles wird mitgeschrieben, während vereinzelt Tränen auf den Schreibblock fallen (Relotius-Stil!). Flüchtlinge (mehr, mehr, immer mehr), Euro (gerettet!) und Corona (schlimm, schlimmer, delta-schlimm). Alle Probleme gelöst, beziehungsweise nicht wirklich gelöst, aber darauf kommt es eigentlich auch gar nicht an, sondern „auf die Art und Weise, wie wir es machen“, die „kann Beispiel sein für andere, dem zu folgen.“ Kann. Muss nicht.

Nun beklagen ja einige, die Sirenen hätten bei der Hochwasserkatastrophe versagt, beziehungsweise seien etwa im Rheinisch-Bergischen Kreis (Homeland NRW) gar nicht erst betätigt worden. Logisch. Denn „hätten wir die Sirenen ausgelöst, während in den Medien die Berichterstattung noch nicht breit lief, hätten alle Leute die 112 angerufen“, so die Kreis-Sprecherin, die komischerweise auch Bär heißt.

 

Huihuihui...Tüüüüt

Die einzige noch tadellos funktionierende Sirene im Land, – das SPD-Modell „Karl“ – heult schon wieder: Delta sei noch tödlicher und noch ansteckender als Alpha. (Warum gibt’s das Modell Karl nicht in Hochwasser gefährdeten Gebieten?)

Hier arbeitet allerdings auch die Corona-Begleitpresse auf Hochtouren. Ein schneller Streifzug durch die Tagesmeldungen:

„Corona weltweit: Impfstoffe hochwirksam gegen Delta“ (SZ)

„Corona: WHO warnt! Sterblichkeit bei Delta um ein Vielfaches höher“ (HNA)

„England lockert die Corona-Regeln – trotz aller Warnungen aus der Wissenschaft. Die Delta-Variante könnte für eine „Tragödie globalen Ausmaßes“ sorgen.“ (FR)

Wer bei den ersten Wellen alles geglaubt hat, was dort so geschrieben stand, dürfte auch dieses Mal wieder voll auf seine Kosten kommen.

Aber wahres Vertrauen und Gesundheit, das heißt für viele längst: Jens Spahn.
„Über 50 Mio (60,2%) Bürgerinnen und Bürger sind mindestens einmal geimpft, 39,3 Mio (47,3%) haben den vollen Impfschutz“, twittert Jens wie Jesus, wenn der schon Twitter gekannt hätte, und er lässt sich auch von Professor Streeck nicht irritieren, der sagte „Der Schutz durch den Impfstoff wird überschätzt“. Oder von dem SPD nahen RND, der die Menschen mit der Frage verwirrt: Zweimal geimpft und trotzdem an Covid-19 erkrankt – wie kann das sein?“ Dabei sind dem RKI doch nur 5374 Impf­durch­brüche* seit dem 1. Februar 2021 übermittelt worden. Und was nicht übermittelt wird, gibt’s auch nicht. Fertig.

(*Impfdurchbruch: Geimpft und trotzdem krank)

 

Der talentierte Herr Schuster

Nun sind wir schon recht lange im Job, aber manche Geschichten verstehen wir einfach nicht. Etwa diese: „Laschet holt Experten für internationale Klimapolitik in CDU-Parteizentrale“ schreibt die Welt und das soll wohl bedeuten, dass der Armin das Klima ganz, ganz ernst nimmt und sich nun mit Experten umgeben will. (Motto: Klima-Experte-der-tut-was) Der Experte heißt Ruben Schuster, war Mitglied des Kabinetts des EU-Umweltkommissars Virginijus Sinkevicius in Brüssel. Das heißt, er ist ein Apparatschik der größten Klimagelder-Gauner-Organisation der Welt. Hm. Was das Klima in keiner Weise beeindrucken dürfte.

Der junge Herr Schuster, 33, (verwandt mit Katastrophen-Schuster?) – dem wir seine Beförderung von Herzen gönnen – war mal Leiter des lateinamerikaweiten Programms für Parteienförderung und Demokratie sowie Leiter des Auslandsbüros Uruguay der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sodann, wenn wir richtig recherchiert haben, studierte der Historiker und Politologe am Otto Suhr Institut der FU-Berlin, das durch die Promotion von Franziska Giffey schwer an Seriösität eingebüßt hat. Experte!?

 

Felix Austria

Österreich setzt Soldaten ein, um die illegale Migration zu verhindern, denn „die illegalen Grenzübertritte haben fast schon wieder das Niveau erreicht wie vor der Corona-Krise“, so die Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Nun sind 1000 Soldaten an den grünen Grenzen im Einsatz. Sie sehen, eine gescheite Verteidigungsministerin. Von wegen, Frauen können das nicht. Wir haben halt zweimal mit den Damen Pech gehabt.

Die meisten Migranten wollen aber eh nur durchreisen. Allein 47.231 stellten in Deutschland einen Asylantrag im ersten Halbjahr 2021 – Corona-Tammtamm hin oder her – mehr als in jedem Land mit einer EU-Außengrenze.

Auf die einfachen Fragen „Wo kommen sie her, diese eigentlich doch überhaupt nicht hier anlanden Könnenden? Und wie kommen sie her?“, sagt die Merkel-Regierung lakonisch „Verschlusssache“, und macht mit der Verhöhnung des Souveräns (unter anderem Sie, verehrte Leser) gnadenlos weiter.

Die notwendigen Fragen zur „Flüchtlings“-Situation stellte niemand von der sogenannten Qual*Itätspresse, sondern Tomas Spahn von Tichys Einblick.

 

Und morgen: Das Neue RTL. Total sauber und Schlamm befreit....

 

10 comments

  1. JG 22 Juli, 2021 at 20:17 Antworten

    In dem oben genannten Welt-Artikel steht auch: “Laschet forderte auch die Ernennung eines EU-Sondergesandten für das Klima”. Tja, was soll denn die Aufgabe eines solchen Sondergesandten sein? Ist der beim Klima akkreditiert und beschwert sich dort, wenn es einmal im Sommer zu heiß oder zu kalt ist?

  2. Michaelangelo 22 Juli, 2021 at 21:43 Antworten

    Noch ein paar Zahlen, die in den Impfwerbeformaten der Altmedien garantiert nicht auftauchen: Vor kurzem hat das Paul-Ehrlich-Institut wieder einen „Sicherheitsbericht“ zu den Covid-„Impfstoffen“ veröffentlicht, der die Zeit vom 27.12.2020 bis zum 30.06.2021 umfasst. Mittlerweile gibt’s mindestens 106.835 „Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen“, davon 10.578 schwerwiegende Fälle, davon 1.028 Todesfälle „in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung“. Warum nur so wenig? Na klar, die Dunkelziffer nicht erfolgter Ereignismeldungen ist unbekannt. Hallo Ehrlichs, wie wär’s mit einer Umbenennung in „Unsicherheitsbericht“?
    Außerdem gibt’s jetzt zu jedem Covid-„Impfstoff“ auf der Seite des PEI mindestens einen Rote-Hand-Brief, der vor teils erheblichen Arzneimittelrisiken warnt. Für Vaxzevria (AstraZynica) existieren inzwischen drei Rote-Hand-Briefe, für Janssen zwei, für das Zeugs von BioNTech und Moderna einen. Wetten, dass das nicht die letzten in diesem Jahr waren?

  3. Elfenbein 22 Juli, 2021 at 22:42 Antworten

    Früher war der Ansprechpartner Petrus. Manchmal schien das auch funktioniert zu haben, dass Erwartung und Erfüllung sich entsprachen. Find ich gut, dass es jetzt endlich einen Gesandten gibt, der direkt mit dem Klima in Verhandlung tritt. Viel Erfolg.
    Ich wusste garnicht, dass die Problemlösungsideen immer noch blöder werden können. Einen Gesandten für Katastrophenschutz hätte ich für zielführender gefunden.

  4. Frank Danton 22 Juli, 2021 at 22:56 Antworten

    Wenn sie jetzt noch malen könnten; vielleicht können sie es ja?; Herr Paetow, um diesem Moloch an Irrsinn auch noch die passende Fratze zu zeichnen, dann würden Sie unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

  5. reinerB. 22 Juli, 2021 at 23:10 Antworten

    Der RND bzw. die angeschlossen Presse- und Funkanstalten übertrumpfen sich gegenseitig mit Spritz-Meldungen. Alman darf nun z.B. richterlich erlaubt, bei McDonalds seine Schuss holen, ohne das dort eine Genehmigung für ein Hygienekonzept vorliegen muss. Boris Johnson -genesend und 2x geimpft- begibt sich in Corona-Isolation!
    Stimmt, der Alman hat das gewisse NICHTS…

  6. R.Stefan 23 Juli, 2021 at 10:10 Antworten

    Das der Herr Jesus mit Sicherheit kein Twitterer werden konnte, liegt allein schon daran, daß ihm quasi die Hände gebunden waren(ähm ans Kreuz genagelt). Allenthalben ein ebenfalls ans Kreuz genageltes SIRI(an Stelle des üblichen INRI)hätte ihm eine gewisse Kurzweil bringen können.
    Nu aber mal Butter bei die Fische-Twittern ist doch sowas von Bäh-gibt es noch größeres Leid für den Herrn, als in twitterlichen Kontakt mit Lauterbach, Chebli oder gar Lindh zu sein!

  7. Krufi 23 Juli, 2021 at 13:20 Antworten

    Zu der Aussage von dieser Frau Bär „JESUS WÜRDE HEUTE TWITTERN“ hat sich auch Hadmut Danisch geäußert. Ich zitiere: „Ergüsse der Digital-Staatsministerin Dorothee Bär. Worauf man sich als Digital-Staatsministerin eben so konzentriert. Und nein, Jesus würde heute ganz sicher nicht twittern. Jemandem wie ihm hätten Twitter und Youtube längst den Account gesperrt. Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Die Bibel könnte man heute auch nicht mehr schreiben, die würde von Verlagen und Buchhändlern boykottiert.“

    „Tag 24 waren die ersten, die meldeten „Mehrere große Webseiten nicht erreichbar“. „Betroffen sind unter anderem Focus und Bild.“ Sind das schon die ersten Ergebnisse der Übung „Cyper-Poligon 2021“? Diese Übung, bei der Konzerne Cyberattacken simulieren, ist wichtig. Angekündigt wurde sie anfangs Februar 2021 vom Weltwirtschaftsforum (WEF) und der russischen Sberbank und ihrer Cybersecurity-Tochter BI.ZONE.

    „Denn „hätten wir die Sirenen ausgelöst, während in den Medien die Berichterstattung noch nicht breit lief, hätten alle Leute die 112 angerufen“, so die Kreis-Sprecherin. Genau, man konnte die Bevölkerung doch nicht verunsichern. Die Methode des damaligen Innenministers de Maizière scheint sich zu etablieren.

  8. Kevin Zweifler 23 Juli, 2021 at 15:24 Antworten

    1. Impfdurchbruch: Geimpft und trotzdem krank
    2. Impfdurchbruch: Geimpft und DESHALB krank (oder tot)

    Ich habe von einer Person gehört, der es zwei Wochen nach ihrer (ersten) Covid-Impfung ziemlich dreckig ging. Diese Person wertete ihren schlechten Gesundheitszustand selbst als eine hoffentlich bald vorübergehende Folge der Impfung. Vier Wochen nach der Impfung war sie tot. Da denkt man sich natürlich seinen Teil. Beweisen kann man aber gar nichts, denn diese Person hatte Vorerkrankungen.
    Da viele vorerkrankte Menschen bekanntlich “an oder mit Covid” sterben (ist ja quasi dasselbe), darf man wohl auch ungestraft behaupten, dass diese Person wohl “an oder mit Impfung” verstorben ist (ist ja quasi dasselbe). Oder?

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