Am Aschermittwoch ist alles vorbei?
Denkste!

Söderle, verfolgte Frauen, Hück gründet neue SPD, „Loriot“ und Impfstoffe

Im Grunde können die Parteigänger ganz froh sein. Zwar ist ein Politischer Aschermittwoch ohne Bier und Festzelt wie die deutsche Bahn im Winter irgendwie nix. Aber auch zwei Maß hätten aus Söder keinen Strauß machen können. Nur Corona, Corona, und „War ich nicht gut?“. Beim Satz „Die FDP wäre immer der prioritäre Partner – wenn es reicht“ schreckten manche Söderaner kurz auf, aber dann erkannten sie doch die Pointe: Für die Lindnerpartei wird’s nicht zur Macht reichen.

Schließlich kündigte Söder an, einen Corona-Kindergipfel zu organisieren und dann hieß es auch schon: Abmarsch, ins Bett!

Für die SPD ist das ganze Jahr Aschermittwoch, diesmal übernahm die olle Lambrecht aus dem Heiko-Maas-Justizministerium. Weil es über frauenfeindliche Gewalt kaum Daten gibt, nur mehr so gefühlte, plant das Justizministerium, dass „Gewalt gegen Frauen bzw. die frauenfeindliche Motivation der Täter gesondert in der Polizeilichen Kriminalstatistik“ erfasst werden, „um das Ausmaß dieser menschenverachtenden Verbrechen und Vergehen zu erfassen“.

Nein, nicht was Sie jetzt denken: Nicht körperliche Gewalt oder Vergewaltigung sollen verboten werden, sondern die SPD plant „ausdrücklich die Initiative für eine strafrechtlich zu sanktionierende, verhetzende Beleidigung“.

So eine Art Brüderle-Paragraph („Sie können ein Dirndl auch ausfüllen“) steht ins spezialdemokratische Haus. Wenn also Dorothee Bär, Laptop auf dem Schoß, der Bunten sagt:

„Wir haben uns an unseren Kindern versündigt, weil es bei der digitalen Bildung Null Komma Null vorangegangen ist.”

Und ein Blogger antwortet: Was haben Sie denn die 7 Jahre als oberste Digitaldingens der Bundesregierung so gemacht? Da greift der Brüderle-Paragraph.

Noch steht die deutsche Juxtiz wie der Ochs vorm Aktenberge, deshalb sollen im Rahmen der „juristischen Aus- und Weiterbildung“ Staatsanwaltschaft sowie Richterinnen und Richter geschult werden, um eine „menschenverachtende Motivation des Täters als strafschärfend berücksichtigen“ zu können, so ein SPD-Sprecher.

Brüderle jedenfalls säße bei solchen Gesetzen wohl immer noch im Knast.

 

Weil die SPD laut Parteienforscher „irgendwie aus der Zeit gefallen ist“, gründet Genosse Uwe Hück, Porsche-Betriebsrat, jetzt seine eigene Partei, die „Bürgerbewegung – für Fortschritt und Wandel“. Auf seinen roten Fahnen soll „Toleranz, Integrität, Solidarität“ stehen.

Nach 40 Jahren SPD-Mitgliedschaft ist dem Lackierer und Thaiboxer Hück, der wie weiland Gerd Schröder Zigarre und Brioni mehr schätzt als die Walter-Borjahns-Strickjacke, nämlich aufgefallen, dass er ein „Rettungsschwimmer“ ist, und die anderen roten Pappnasen „sind Nichtschwimmer“.

 

Kein Kommentar

*Svenja Schulze, natürlich auch SPD und Umweltministerin, meldet 2020 als das „am wenigsten mit Feinstaub belastete Jahr“. Nicht wegen Corona-Stilllegungen des öffentlichen Verkehrs, sondern „wegen der richtigen Maßnahmen zur Luftreinheit“ ihres Ministeriums.

*Elyas, 20, aus der Frankfurter Partyszene, der am dortigen Opernplatz eine Wodka-Flasche auf Polizisten schleuderte, wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt, „weil er noch bei seinen Eltern wohnt“. Strafe: Er soll das Buch „Deutschland im Blaulicht“ lesen, in dem eine Polizeibeamtin ihren Alltag schildert. (Lachen Sö nöcht, Pfeiffer! Sö sönd albern!)

*Die europäische Raumfahrtbehörde ESA ermutigt „ausdrücklich“ Frauen und Menschen mit körperlichen Behinderungen, sich als Astronauten zu bewerben. +++ Bombe bei der Lidl-Zentrale, drei Verletzte. +++ Bei Twitter trendet #TeamAntifa

 

Loriot wird niemals alt.

Neulich im Impfzentrum. „Probieren Sie doch mal diesen Impfstoff, gnädige Frau. Und?“
Frau, leicht beduselt: „Wirkt wie der erste...“
„Falsch. Wie der zweite. Einer wie der andere. Das ist Qualität.“

 

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