Die „Neue Normalität“:
Masken auf! Maul halten!

Schluss mit Öffnungsdiskussionsorgien

Also Freunde, so geht das doch nicht! Gerade mal ein paar Wochen zuhause sitzen und dem Kontostand beim Schmelzen zusehen, und schon wird überall gemault? Der eine will dieses gelockert wissen, der andere jenes. Da sagt Frau Merkel ganz klar: Diese Öffnungsdiskussionsorgien sind nicht hilfreich! Außerdem sind Orgien (mit mehr als drei Teilnehmern) sowieso verboten.

Nur weil der Jens Spahn sich mit zehn Mann in einen kleinen Fahrstuhl presst, will der Jens Lehmann (Torwart a.D.) Bundesligaspiele mit Publikum erlauben? „Entgegen der Meinung von Experten und den Vorgaben aus der Politik“, wie die FAZ entrüstet kommentiert. Jetzt könnte der Lehmann anführen, dass es halt sonne Experten und sonne Experten gibt, er könnte sogar hinzufügen, dass es gerade das Wesen der Wissenschaft sei, unterschiedlicher Meinung zu sein, aber damit würde er nur zeigen, dass er noch nicht in der „Neuen Normalität“ (Erfindung der Bundesregierung) angekommen ist: Da zählen nur die Experten aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Sogar ein Vize-Präsident des Bundestags hat es noch nicht verstanden. Angela Merkel maße sich Regelungskompetenzen an, die sie nicht habe, schimpft Wolfgang Kubicki von der FDP. Zuständig seien laut Infektionsschutzgesetz die Bundesländer: „Auch die Bundeskanzlerin steht nicht über dem Gesetz.“

Hier irrt der Kubicki. Merkel hat mit der Wahl von Bodo, dem Ramelow, klar bewiesen, dass sie über dem Gesetz steht. Da braucht die FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg jetzt auch nicht mehr zu maulen, „dass sich diejenigen offenbar entschuldigen müssen, die auch mal Zweifel äußern und hinterfragen: welche Maßnahme ist noch verhältnismäßig oder nicht“. Der Zug ist abgefahren. Zu spät ist zu spät.

Überhaupt ist jetzt mal Schluss mit den „Öffnungsdiskussionsorgien“, die sind „nicht hilfreich“ hat Frau Merkel gesagt. Zum Diskutieren gibt es das Parlament und das hat Corona.

Die SPD hat’s kapiert. Die diskutiert ja schon von Haus aus nicht, die fordert bloß, und das hat Frau Merkel erlaubt. Wo die SPD die Macht hat, muss sie weder diskutieren noch fordern, da macht sie einfach. Wie in Malus Rheinland-Pfalz, wo Zoos und Shopping-Malls wieder öffnen sollen. Die SPD will dort auch erlauben, dass Parteiveranstaltungen wieder stattfinden könnten. Mit Schnittchen. Und Bier. (Schlau: So könnte die Zahl der Mitglieder erhöht werden.) Achtung: Das gilt natürlich nicht für alle Parteien.

 

+++ In Hamburg lassen sich linke Demos leider nicht verhindern, das weiß der rotgrüne Senat. Deshalb gibt es jetzt für alle, die bei einer Demo festgenommen werden, und die womöglich wegen fortgesetztem Widerstand gegen die Staatsgewalt in den Knast müssen, ein neues Handy gegen die Einsamkeit. Das ist Solidarität!

+++ Wo die Linken disziplinlos wie Kita-Kinder randalieren, zeigt Pegida, wie’s geht. Nach „konstruktiver Abstimmung mit der Versammlungsbehörde und dem Gesundheitsamt“ habe man vom Gericht eine Sondergenehmigung bekommen. Es seien „Atemschutzmasken für alle Teilnehmer sowie FFP2-Masken für alle Ordner sowie Schutzhandschuhe und Desinfektionsmittel besorgt worden“, hieß es. Weil die Veranstalter dennoch davon ausgingen, dass heute nur wenige Hanseln erscheinen würden, gaben sie dem Treffen das Motto „80 für 80 Millionen“.

Hmm. „Beobachter in sozialen Netzwerken“ schreibt die Welt, hätten daraufhin beobachtet, dass in dem Motto zwei Mal die Ziffer 8 vorkommt, wie in dem Satz „Acht Kunden kaufen acht frische Fische“, und damit, so die Bevölkerungs-Beobachter, „werde womöglich versteckt auf die Zahl „88“ verwiesen“.

Ach Gottchen, ja, meldet sich der alte Historiker in uns, heute ist ja der 20. April.

Wie die Gedanken so schweifen. In zwei Tagen läuft die Frist für die schriftliche Urteilsbegründung im Fall Beate Zschäpe ab, die vor zwei Jahren wegen zehnfachen Mordes, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und schwerer Brandstiftung zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Wenn die Richter übermorgen nicht abliefern, ist die vorgeschriebene Frist verstrichen, und alles geht von vorne los.

 

3 comments

  1. Tobi K. 21 April, 2020 at 08:51 Antworten

    Die Staatsratsvorsitzende wie man sie kennt. Sobald ihr etwas gegen den Strich geht, wird die alte Kinderlose grantig. Aber bei dem Wort “Orgie” aus ihrem Mund bekomme ich ganz schlechtes Kopfkino …

    Doch eines hat diese Krise ganz klar gezeigt: Wir brauchen keine staatlich subventionierten Gender- und Geschwätzperlen, keine Diversitätsforderer, keine Feministinnen, keine dummquatschenden Politologen, Soziologen, Geisteswissenschaftsheinis und Migrationsforscher. Und besonders offensichtlich wird: WIR BRAUCHEN KEINE GRÜNEN !!!

  2. Köpf 21 April, 2020 at 21:18 Antworten

    ETIAM SI OMNES, EGO NON

    Pech für Pegida!

    Hätte sie das Treffen denen gewidmet, die schon etwas länger im Tranformationsgebiet leben, wäre der Ärger mit Beobachtern aus den asozialen Netzwerken vermeidbar gewesen: Bei einem Anteil nicht autochthoner Jetztebendaseiendet von 25 Prozent schrumpft die deutsche Verfügungsmasse auf 61,5 Millionen Menschen. Von daher hätten 61 Hanseln (m/w/d) als Repräsentanz völlig ausgereicht und niemand hätte wieder ein Haar in der angeblich braunen Suppe entdecken können …

    Im übrigen großes Lob für die spitzfindige Feststellung der Redundanz des Merkelverdikts mit dem Orgienverbot mit mehr als drei Teilnehmern!

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