Wir konnten „das“ nie schaffen

Heute viel später, weil doch gestern Frohnleichnahm (Schreibweise der Christlich Sozialen Union in Bayern) war und wir wohl zu lange gefeiert haben. Außerdem tun unsere Politiker ja auch nix (halbwegs Vernünftiges). Die Presse holt wieder die Merkel hervor. Die will nicht länger bestreiten, dass ihr „Wir schaffen das“ eine glatte Lüge war. Jeden Tag zehntausend neue Menschen aufzunehmen, „das hätten wir gar nicht bewältigen können“. Aber man kanns ja mal versuchen.

Man kann das alles sogar ein ganz klein wenig positiv sehen. Immerhin gibt es heute eine neue Partei. „Die AfD ist entstanden vor dem Hintergrund meiner Politik in der Eurokrise“, so La Merkel. Und wenn die Leute damals auch noch nicht begriffen hatten, dass sie durch den Umgang mit der Eurokrise wieder mal über den Tisch gezogen wurden, schaffte Merkels Migrationspolitik endlich Fakten: „Natürlich hat meine Entscheidung mit dazu geführt, dass die Umfragewerte für die AfD wieder gestiegen sind.“ Bravo. Jetzt noch ein paar Monate Fritz, dann kann die Heilung beginnen.

Gabor Steingart, früher mal wichtige Medienstimme, jetzt Media Pioneer, wanzt sich an Friedrich Merz heran mit einem Trost: „Ein Blick in die Geschichte zeigt: Auch Kohl, Schröder und Merkel erlebten schwierige erste Amtsjahre.“ Die Künstliche Intelligenz bringt schnell Klarheit: „Friedrich Merz schneidet nach seinem ersten Amtsjahr in den Umfragen deutlich schlechter ab als Helmut Kohl und Gerhard Schröder im gleichen Zeitraum ihrer Kanzlerschaft. Während alle drei Regierungschefs nach rund einem Jahr mit massiver Unzufriedenheit und Krisen zu kämpfen hatten, bricht Merz historische Negativrekorde. Merkel startete Ende 2005 mit dem Amtsantritt der Großen Koalition in einem ungewöhnlich positiven Umfeld. stiegen ihre Beliebtheitswerte in den ersten Monaten sogar noch weiter an, sodass sie zu Beginn 2006 die Liste der beliebtesten Politiker anführte.“

Deutlich tiefer im Sumpf steckt Albion. Nachdem ein irrer Migrant (Sikh) einen 18jährigen Studenten niederstach, verhaftete die Polizei – das Opfer, das daraufhin starb. So what, sagte das woke Britannien. Außerdem habe der Sikh gesagt, er sei „rassistisch beleidigt“ worden. Aber die auch bei uns gebräuchliche Beschwichtigungstour der Medien funktionierte nicht mehr. Die Bürger von Southampton hatte genug von der Zwei-Rassen-Politik. Dunkles Opfer: Kniefall, weißes Opfer: Shit happens. Die Justiz reagierte in diesem Fall mal schnell und beruhigend: Lebenslang für den Täter.

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