Bekanntlich will Kanzler Friedrich Merz „alles in seiner Macht Stehende tun, um die AfD zu verhindern“, weil aber recht wenig in seiner Macht steht – nicht mal die geschredderten Spezialdemorkaten hören auf das, was er sagt, muss auch die Justiz ran: So ermittelt die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau gegen den Kabarettisten Uwe Steimle wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“.
Der durchaus lustige Uwe Steimle (unvergessen seine Honecker-Imitationen) hatte sich bei einer AfD-Veranstaltung über die gebenedeite Merkel und ihr Konterfei, das im Kanzleramt aufgehängt wurde, lustig gemacht mit den Worten: Warum sie sich ausgerechnet im Stehen habe malen lassen? „Weil sie ahnte, sie wird bald sitzen.“ „Im Moment hängt sie erst mal.“ Und wenn der Nagel breche, „dann stellen wir sie an die Wand. Also uns wird schon was einfallen.“ Hahaha.
Zu Kanzler Fritz fiel ihm ein: „Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“ Eindeutig „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ (Paragraf 126 des Strafgesetzbuches).. Also nicht eindeutig, aber in der DDR hätte es für ein paar Jahre Bautzen („Staatsfeindliche Hetze“) gereicht, in der noch dunkleren Zeit fürs Fallbeil (Heimtückegesetz). Steimle kann, wenn der richtige Richter gefunden wird, bis zu drei Jahre kriegen. Und die AfD, deren Spitzenkandidaten womöglich geschmunzelt haben, wird natürlich verboten.
Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass sich der richtige Richter nicht auf die Schnelle finden lässt (nobody is perfect, nicht mal „unsere Demokratie“), deshalb veranstaltet der Thüringer Landtag (Regierung CDU und SED-Abspaltung BSW) eine „Anhörung zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren“ (AfD in Umfragen bei 40%). Als Kronzeugen wurden aufgerufen: Linke, Linksextremisten und ein paar andere. Und damit es nicht zu langweilig wird – Spaß muss schließlich sein – der Komiker Hape Kerkeling, der wegen der AfD Berlin verlassen hat (AfD bei 18%) und nach Köln gezogen ist (AfD unter 10%).
Kerkeling könnte trotz der gefühlten Bedrohungslage unter Umständen nach Berlin zurückkehren. Wenn die Petition „Hape Kerkeling als Bundespräsident“, die bis Mittwochmorgen rund 137.000 Unterstützer zählte, noch mehr Unterstützer findet und die Possenreißer und Freunde aus dem Unterhaltungsmilieu, die bei der Wahl zum Bundespräsidenten ein entscheidendes Wörtchen mitzureden haben, für ihren Hans-Peter votieren. „Ja, das traue ich mir zu“, soll der Witzbold bereits gesagt haben, und, mal ehrlich, ein professioneller Komiker im höchsten Amt „unserer Demokratie“ hätte was. Aber nur, wenn er als Horst Schlämmer oder, besser noch, wegen der Quote, als Königin Beatrix ins Schloss Bellevue einzieht.
Wenn er nicht bereits die Spitze seiner Möglichkeiten erreicht hätte, wäre auch Johann Wadephul ein lustiger Bundespräsident. Gerade ließ der witzige Friese seine Untergebenen im Außenministerium wissen: Schluss mit Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich. Man schreibt wieder deutsch. Trotzdem will die Behörde auch weiterhin darauf achten, dass sich Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht angesprochen fühlen. Wie soll das gehen ohne Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich, Jupp, du Scherzkeks?
Schöne Formulierung der Bild-Zeitung anlässlich eines mit Machete einkaufenden Neubürgers aus der Türkei, der beim Eintreffen der Polizei „„einen islamischen Glaubensspruch gerufen“ haben soll.
Zwei guten Nachrichten zum Schluss: 2 Männer und ein Baby. Jens Spahn und Daniel Funke sind Vater eines Babys (Georg) geworden. Und unser Fritz sagt, wie es nun weitergeht: „Ich schließe das erste Halbjahr 2026 mit der Zuversicht ab, dass wir auch im zweiten Halbjahr eine gute Politik im zweiten Halbjahr machen.“
1 Kommentar zu „Wir brauchen einen Humorbeauftragten!“
„2 Männer und ein Baby. Jens Spahn und Daniel Funke sind Vater eines Babys (Georg) geworden.“
Hut ab, die Mediziner werden immer perfekter. Bei der Entbindung wäre ich gern dabei gewesen, die war sicher nicht einfach.