Neues Konto für Schlitzohr Siggi

Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank

Zumindest aus arabischer Sicht muss Sigmar Gabriel alles richtig gemacht haben als Außenminister, SPD-Chef und Popbeauftragter, denn sonst hätten ihn die Kataris wohl kaum zum Aufsichtsrat der Deutschen Bank promotet.

Ja, der Siggi bei der Deutschen Bank! „Von Katars Gnaden“, wie der Spiegel berichtet.

Eine kurze Laudatio: Früh verblüffte Sigmar seine Grundschullehrerin, die den kleinen Dummkopf am liebsten in die Hilfsschule abschieben wollte, dass es am Ende trotzdem fürs Willy-Brandt-Abitur reichte. Viele Jahre später staunten dann die Kollegen der Volkshochschule, von wo der Lehrer Siggi seinen Siegeszug durch die SPD antrat bis zum Parteivorsitzenden. Und die Wähler überraschte der bei ihnen eher unbeliebte Siggi damit, dass er trotz aller Vorbehalte mal hier, mal da, mal als Umwelt-, Wirtschafts- oder als Außenminister auftauchte. Obwohl sein Vater (Nazi und) Kommunalbeamter war, entpuppte sich Siggi zwar nicht als beamtenkorrekt, dafür aber als ganz besonders bauernschlau.

An dieser Stelle müssen wir nun nicht all den Unsinn wieder ausgraben, den Siggi im Laufe seiner politischen Karriere so verzapfte – dafür beherrschen längst zu viele andere Clowns die Bühne. Wenden wir uns stattdessen Katar und der Deutschen Bank zu.

Die Deutsche Bank ist längst eine verbale Mogelpackung (das passte ja dann wieder), denn schon lange befinden sich mehr als 80 % der Aktien in nichtdeutschen Händen. Und die meisten Strafzahlungen leistet die Bank in den USA. Ein dominierender Anteilseigner ist das Wüstenland Katar, mit wohl über 10% der Anteile.

Trotz teilweise erheblicher Verluste – die Bank verlor um die 70% an Wert seit dem ersten Einstieg ­– sei Katar „zufrieden mit seinen Engagements in Deutschland“, so der Finanzminister Katars Ali Scharif al-Emadi. Das passt doch auch. So wie der Katari über endlose Mittel aus dem Ölverkauf, konnte Siggi seinerzeit enorme Summen der deutschen Steuerzahler verteilen, und der war auch immer zufrieden mit sich und dem, was er tat als Minister.

Dennoch sollte man nicht davon ausgehen, dass sich bei der Deutschen Bank mit Siggi nun Gleich & Gleich gefunden haben, die Wüstensöhne dürften durchaus finanzielle Absichten mit der Bestallung vom Tausendsassa Siggi verbinden. Denn ob die „Deutsche“ je wieder aus eigener Kraft aus ihrer Malaise herauskommt (Kurs bei 7 € – Entschuldigung, dass wir’s erwähnen, in Richtung unserer älteren Leser, die noch das eine oder andere DB-Aktienpaket im Keller haben), scheint mehr als zweifelhaft. Siggis Parteifreund Scholz wollte die DB ja bereits mit der Commerzbank fusionieren (unter Steuergeldbeteiligung natürlich). Vielleicht kommt es ja zur DB-Bankenrettung, solange die in Seenot- und -Rettungen aller Art erfahrenen Genossen noch mit am Ruder sind.

 

Noch’ne Schlawinerin

Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel nach dem Prozess, mit dem Roland Tichy der Witzepräsidentin des Deutschen Bundestages untersagen lassen wollte zu behaupten, Tichy (und Broder, Achse des Guten) betrieben „neurechte Plattformen“, deren „Geschäftsmodell auf Hetze und Falschbehauptungen beruht“:

„Stimmen, die Claudia Roth für übermäßig gebildet oder intelligent halten, kenne ich nicht. Allerdings ist sie gerissen und bauernschlau. In einer direkten Konfrontation mit Roland Tichy oder Henryk Broder wäre sie so hoffnungslos unterlegen, dass sie heute vor Gericht kneift. Dafür kommt für sie der beste Anwalt der Welt. Gut aussehend, gebildet, distinguiert. Ein Könner und ein Gentleman. Nur manchmal, wirklich ganz selten hat Johnny E. diese Aussetzer...“

Etwa bei dem Prozess, für den Claudia Roth keine Zeit hatte (sie musste Wolfgang, den „Trixxer“ Schäuble in Paris bei einem Festessen vertreten). „Ich brauch für so was nicht lang, für so einen Scheiß“, antwortete Johannes Eisenberg auf die Frage vor Gericht, ob er nachgereichte Akten seines Widersachers schon gelesen habe. Mehr zum Prozess hier.

 

4 comments

  1. Michael 24 Januar, 2020 at 20:19 Antworten

    Ich las einmal, dass die Deutsche Bank keine Bank mehr sei, die eine Rechtsabteilung habe, sondern dass es inzwischen eine Rechtsabteilung wäre, die eine Bank hat 😂 (wegen der nicht enden wollenden Klagewelle).

    Wie die SPD so scheint mir persönlich auch die Deutsche Bank im Niedergang zu sein. Warum also nicht jemanden aus der SPD hinzuholen, der sich mit sowas auskennt. Sei ihm der lukrative Posten gegönnt …

  2. Matthias Steen 25 Januar, 2020 at 10:29 Antworten

    Das Dumme an Dummen ist, dass sie ihre eigene Dummheit nicht bemerken, da sie ja dumm sind und sich selbst meistens noch für schlau halten, zumindest für bauernschlau. Um mit den Worten der von mir sehr geschätzten Kabarettistin Monika Gruber leicht abgewandelt zu sprechen, „…hätte ich ein Gehirn zu verstecken, ich würde es bei Claudia Roth verstecken. Da sucht es keiner.“

  3. Werner Wimmer 25 Januar, 2020 at 10:39 Antworten

    Da musste ich jetzt doch mal nach dem mir unbekannten “gutaussehenden, gebildeten, distinguierten” Anwalt Johannes Eisenberg googeln. Zu seinem Aussehen sage ich mal nix, das ist Schicksal, das ist Natur, das ist wie bei Stegner und Roth (oder bei mir). Aber zu dem anderen möchte ich einen Artikel von 2014 zitieren. Es geht um den berühmten “Fischbrötchen-Prozess” (von dem ich bsiher auch noch nie gehört hatte):

    “Krawall und Remmidemmi am dritten Tag des Fischbrötchen-Prozesses. Während der Verhandlung im Stralsunder Landgericht haben sich Richter Wolfgang Loose und Verteidiger Johannes Eisenberg mehrfach angebrüllt. Die Wortgefechte nahmen dabei groteske Züge an. „Ich bin hier nicht der Kasper. Das meinen Sie zwar, aber das bin ich nicht. Werden Sie eigentlich dafür bezahlt, hier Klamauk zu machen?“, fuhr der Vorsitzende Richter aus der Haut, nachdem Eisenberg mehrfach die Vernehmung eines Zeugen unterbrochen hatte. In einer anderen Situation wies der Verteidiger den Richter zurecht, die Zeugen falsch über ihre Rechte zu informieren. „Ich bin froh, wenn ich Sie nach Ihren 40 Dienstjahren kurz vor der Pension noch auf den Pfad des Rechts führen kann“, sagte Eisenberg….”

    Scheint eine lustige Verhandlung gewesen zu sein. Tja, und dieser Anwalt vertritt nun also unsere multikulti-kunterbunte Vizepräsidentin und Krawallnudel Claudia Roth. Und diese wiederum vertritt den Trixxer. Das passt doch alles zusammen wie Faust auf Auge.

  4. Tobi 25 Januar, 2020 at 20:54 Antworten

    Nun gönnt ihm doch mal den Job und das viele Geld. Schließlich hat Opa-Vater Siggi noch ein Kleinkind finanziell zu versorgen. Und das wird bestimmt nicht nach Greta-Luisa-Schema auf alles verzichten wollen 😉

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